Jaguar XJR-15

Jaguar XJR-15: Leistung, Preis

Jaguar XJR-15: Klassiker des Tages

Der Supersportwagen Jaguar XJR-15 mit 457 PS durfte in den 90er-Jahren in keinem Auto-Quartett fehlen. Unser Klassiker des Tages!
Der Supersportler XJR-15 von Jaguar ist so extrem schnell wie selten. Überhaupt nur um die 50 Exemplare wurden 1990 bis 1992 gebaut. 20 haben eine Straßenzulassung, doch nur eine Handvoll ist für den Verkehr angemeldet, der Rest steht in Sammlergaragen.

Starke Renngene und ein bisschen Alltagstauglichkeit

"Platz" für zwei: Wer's kuschelig eng mag, sitzt im Jaguar XJR-15 genau richtig.

Der Jaguar XJR-15 war mit seinem 6,0-Liter-V12-Sauger (457 PS) und Carbon-Chassis für den Rennstreckeneinsatz gedacht. Er entstand unter der Federführung von Tom Walkinshaw Racing (TWR). Der hatte schon den XJR-9, der 1988 die 24 Stunden von Le Mans gewann, realisiert. Der XJR-15 ging 1991 für die Jaguar Sport Intercontinental Challenge beim Grand Prix von Monaco, Silverstone und Spa ins Rennen. Zum Preis von 500.000 Pfund erhielt der Besitzer also einen Jaguar mit stattlichen Renngenen. Geschaltet wird die Straßenversion, im Gegensatz zu den Wettbewerbsfahrzeugen mit Sechsgang-Schaltung, mit einem voll synchronisierten Fünfgang-Getriebe. Zudem gibt es Blinker und sogar eine Klimaanlage.

Im Innenraum geht es eng und laut zu

Unter dem flachen, breiten Heck sitzt ein 6,0-Liter-V12-Sauger mit 457 PS.

Beim Einsteigen muss zuerst mühsam der breite Schweller aus Carbon geentert werden, um sich dann langsam ins Cockpit winden zu können. Von außen wirkt der Jaguar mit seiner Glaskanzel wie ein Monoposto, es gibt aber zwei Sitze, die allerdings kuschelig eng beieinanderliegen. Allgemein gibt es wenig Platz – durch die sich nach vorne verjüngende Karosserie bedingt, verschmälert sich der Fußraum. Der Schaltstock sitzt nahe am kleinen Lenkrad, dass unten abgeflacht ist. Aus der Kanzel genießt der Fahrer einen guten Rundumblick. Vorsicht: Bevor man den V12 zündet, sollte man sich besser einen Gehörschutz überstreifen! Der Jag ist brutal schnell, lässt sich aber mit seiner direkten Lenkung gut auf Kurs halten. Die Kupplung ist überraschend leichtgängig. Bei der Schnellfahrt ist erst bei 300 km/h Schluss, in 3,9 Sekunden rast der nur 1050 Kilo leichte XJR-15 auf Tempo 100. Diese Werte machten ihn in jedem Auto-Quartett mit Recht zum Überflieger.

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