Jahrestag des Mauerfalls: Die Autos der DDR

Mauerfall am 9. November: Die Autos der DDR

Die Autowelt der DDR

Knapp drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall sind die Autos der DDR zum Klassiker gereift. Neben Trabi und Wartburg bot der Osten Deutschlands ein tolles  automobiles Erbe!
Fast drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall am 9. November 1989 hat sich der Blick auf die automobile Vielfalt der DDR verändert. Während Ost-Autos in der unmittelbaren Nachwendezeit technisch überholte Erinnerungen an unfreie Zeiten waren, werden sie heute als anerkannte Klassiker gesehen. Trabi und Wartburg genießen nicht nur Kultstatus – einige Modelle sind richtig teuer geworden, wie das Wartburg 311 Coupé. Der Blick zurück macht klar: Die DDR hatte eine bunte und reiche Vielfalt an Autos zu bieten!

Gebrauchtwagensuche: Trabant

Der Wartburg 353 war ein in der DDR beliebtes, wenn auch schwer zu bekommendes Auto.

Trabant und Wartburg: Vor allem in den neuen Bundesländern sind sie noch zu finden. Vor der Wende wurde der Trabi geliebt, gehasst, gepflegt, oft komplett erneuert, renoviert und geflickt. Doch nach dem 9. November 1989 warf man ihn zigtausendfach weg. Den robusten Zweitakter (kurz vor der Wende sogar mit VW-Viertakter aus dem Polo!) kennt heute noch jedes Kind. Auch der Wartburg fährt im kollektiven Bewusstsein weiter. Doch andere Autos der DDR gerieten in Vergessenheit. IFA? Robur? Saporoshez? Für viele Wessis unbekannte Marken.

Gebrauchtwagensuche: Wartburg

Dabei umfasste die Autowelt der DDR viele Facetten und Produkte: In den 50er-Jahren wurden in der DDR noch dicke BMW- und EMW-Schlitten gebaut, IFA F8 und F9, der Trabant-Vorläufer AWZ P70 und der wunderschöne Wartburg 311. Auch seidenweich säuselnde Sechszylinder hatte die DDR zu bieten. Bevor die ersten Trabis 1957 aus den ehemaligen Horch-Werken in Zwickau rollten, entstand dort eine moderne Repräsentationslimousine, die sich damals hinter Mercedes oder BMW nicht zu verstecken brauchte: der Sachsenring P 240.

Luxuslimousine aus DDR-Produktion: der Sachsenring P 240, gebaut von 1956 bis 1959.

Der 80 PS starke P 240 war technisch wie optisch auf der Höhe der Zeit. Doch DDR-Luxuswagen waren nicht gewollt: Die knappen Ressourcen sollten für den Bau von volksnäheren Vehikeln genutzt werden. Außerdem brachten die Sowjets selbst Limousinen für den gehobenen Geschmack in die DDR: GAZ M 21 und der Nachfolger GAZ M 24, beide bekannt als Wolga. Zu den Privilegierten, die einen Wolga fahren durften, zählte die Volkspolizei und die Polit-Elite. Doch auch für Otto Normal-DDR-Bürger gab es eine Chance, in einem Wolga mitzufahren – im Taxi. AUTO BILD zeigt die bunte Vielfalt der DDR-Autos!

Jahrestag des Mauerfalls: Die Autos der DDR

Autor: Lars Busemann

Stichworte:

Trabant

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