Typ 64, der allererste Porsche

Porsche Typ 64: erster Porsche wird verkauft

Auktion des allerersten Porsche

Der Typ 64 von 1940 ist der erste gebaute Porsche, was ihn auf einer Auktion in Monterey zu einem der teuersten machen könnte. Bilder des Stromlinienautos.
Dieser Porsche ist nichts weniger als das fehlende Bindeglied zwischen dem VW-Käfer-Vorläufer KdF-Wagen und dem Porsche 356: In den USA kommt im August in Monterey ein Porsche unter den Hammer, wie es keinen zweiten gibt. Das Auto war ein für das nie durchgeführte Rennen Berlin-Rom gebautes Sportcoupé, das sich jahrzehntelang in Besitz der Porsche-Familie befand. Entwickelt von Ferdinand Porsche, gefahren von dessen Sohn Ferry, ist es das erste Auto, das den Schriftzug Porsche trug. "Ohne den Typ 64 gäbe es keinen Porsche 356, keinen 550 und keinen 911", sagte der Autoexperte Marcus Görig von RM Sotheby's über diesen ersten Porsche, der oft auch Berlin-Rom-Wagen genannt wird – für dieses Rennen war der Wagen konzipiert worden. Doch wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges fand das Rennen nie statt.

Ursprung im Prototyp des VW Käfer

Im spartanischen Cockpit lässt sich die Verwandtschaft zum Käfer gut ablesen. Der Tacho liegt zentral.

Der Wagen basiert auf dem Prinzip des Volkswagens, dessen Exposé Ferdinand Porsche 1934 verfasste. Im Februar 1936 wurde der erste fahrbereite Prototyp des Käfers (Typ 60) fertiggestellt. Auf dessen Grundlage realisierte Ferdinand Porsche einen leichten und leistungsfähigen Sportwagen – den Typ 64. Beim Karosseriebauer Reutter entstand die stromlinienförmige Aluminium-Karosserie mit verkleideten Radläufen. Drei Fahrzeugen wurden gebaut, einzig das dritte mit der genauen Bezeichnung VW Typ 60W10 überlebte. Es erhielt mit der Gründung der Firma Porsche in Österreich 1946 den Porsche-Schriftzug am Vorderwagen,.

Blaupause für den späteren Porsche 356

Der getunte Vierzylinder-Boxermotor leistet 50 PS, statt der serienmäßigen 24 PS beim Ur-Käfer.

Das Fahrgestell dieses 1940 gebauten Typ 64 stammt vom Typ 60. Der getunte Vierzylinder-Boxermotor leistete 40 PS statt der serienmäßigen 24 PS und die Karosserie entsprach dem Stil der damaligen Zeit. Sie war vorne sehr flach und wirkte durch die abgedeckten Radhäuser sehr glatt. Die enge Fahrerkabine erweckt den Anschein eines Einsitzers, obwohl es zwei Sitze gab, wobei der Beifahrer etwas nach hinten versetzt saß. Diese Anordnung machte es auch möglich, dass der Treibstofftank bis in den Beifahrerfußraum ragen konnte, während die Batterie hinter dem Fahrersitz eingebaut war. Die Kombination von mehr Leistung und geringeren Luftwiderstandswerten ermöglichte eine Geschwindigkeit von 150 km/h, die der auch VW Typ 60W10 genannte Wagen wegen des größeren Tankvolumens längere Zeit beibehalten konnte. Dieser aerodynamische Super-Käfer mit leistungsgesteigertem Motor fand seine Serienreife viele Jahre später im Porsche 356, der den späteren Porsche-Mythos entfachte.

Das letzte von drei gebauten Fahrzeugen

18 Millionen Euro: Mit diesem Verkaufspreis rechnet das Auktionshaus Sotheby's.

Drei Typ 64 entstanden. Der erste wurde nach einem Unfall aus dem Verkehr gezogen. Der zweite soll von amerikanischen Truppen zerstört worden sein, als sie 1945 die Porsche-Ländereien in Zell am See besetzen. Der dritte, und nun zur Auktion stehende Typ 64, entstand auf dem Chassis des verunfallten ersten Wagens. Ferry Porsche verkaufte das Auto Ende der 40er-Jahre an den österreichischen Rennfahrer Otto Mathé. In den 90er-Jahren erwarb der österreichische Porsche-Spezialist Thomas Gruber das Auto. Dieser allererste Porsche könnte Millionen bringen – die Versteigerung findet vom 15. bis. 17. August in Monterey statt. Sotheby's rechnet mit einem Verkaufspreis von umgerechnet 18 Millionen Euro.

Typ 64, der allererste Porsche

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