Trabant 1.1: Klassiker des Tages

Trabant 1.1: Motor, Tramp, kaufen

Trabant 1.1: Klassiker des Tages

Als der Trabant 1.1 herauskam, wurde er als "Mumie mit Herzschrittmacher" verlacht. Heute hat der Viertakter seinen Platz in der Trabi-Familie. Klassiker des Tages!
Der Rettungsversuch per Viertakter kam für den Sachsenring Trabant zu spät: Der 40-PS-Motor aus dem VW Polo 86C konnte den Trabi nicht vor dem Untergang bewahren. Im Gegenteil, da die anvisierten Kunden kurz nach dem Marktstart die Möglichkeit bekamen, Westautos zu kaufen, verlachten viele die "Mumie mit Herzschrittmacher". Das ist schade, denn das Leistungsplus macht den leichten Trabi zum Spaßmobil.

Dieser Trabant kann richtig schnell

Erkennungszeichen: Der Tankdeckel im Kotflügel hinten rechts verrät den Viertakter.

Allerdings gehört etwas Mut dazu, die Möglichkeiten des Trabant 1.1 auszuschöpfen. Schließlich sitzt man wie eh und je in einer zarten Duroplast-Karosse. Doch der Kleine dankt es dem engagierten Lenker mit Fahrleistungen, für die Trabis mit Zweitakter erst aufwendig frisiert werden mussten. Ohne Gegenwind schnurrt der 700 Kilo leichte "Eins Eins" den Berg runter bis auf 150 km/h. Beim Zwischenspurt schiebt der VW-Motor im Vergleich zum 26-PS-Aggregat des Vorgängers nachdrücklich an. In schnellen Kurven gilt es schließlich genau aufzupassen! Lupft der Fahrer an der falschen Stelle das Gaspedal, kommt der Trabi quer. Von außen unterscheidet sich der 1.1 in einigen Details von seinem Vorgänger. Neben den Typenschildern am Heck und den Plastik-Stoßstangen (das Auto auf den Bildern ist ein Vorserienmodell) sind da vor allem die Kante in der Motorhaube und der Tankstutzen im Kotflügel hinten rechts.

Beim Kaufen entscheidet der Zustand

DDR-Chic im Innenraum: Wer sich an die Einrichtung gewöhnt hat, will sie nicht mehr missen.

Drinnen geht es enger zu als im Zweitakter. Schuld sind die verstärkten A-Säulen und der Schalthebel in der Mitte des Fußraums. Was man zum Fahren braucht, ist da, alles andere nicht. Highlight im Innenraum ist das gemütliche Gestühl, auf dem man auch längere Strecken recht entspannt unterwegs ist. Man möchte bloß nicht mit dem Kopf gegen die Hartplastik-Kopfstützen knallen. Fans sollten sich bei der Suche Zeit nehmen und sich gegebenenfalls an Kenner wenden. Die haben den Sonderling längst ins Herz geschlossen. Viele der Trabant 1.1, die damals einen Abnehmer fanden, wurden in fast 30 Jahren Alltagseinsatz verschlissen. Das gilt auch für Exemplare aus Osteuropa, etwa aus Ungarn. Eine gründliche Untersuchung auf Rost muss sein! Verfaulte Blechpartien sind typisch. Autos in gutem Originalzustand gibt es schlicht nicht. Dafür macht die Technik fast nie Probleme. Als besonders rar gilt der zivile Kübel Trabant 1.1 Tramp. Hier finden Sie schöne Trabis.

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Youngtimer Trabant WTF

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