Zum Tag der Deutschen Einheit: die Autos der DDR

Wartburg, Trabant, Barkas: Autos der DDR

Die schönsten Autos der DDR

Am 3. Oktober feiern wir die deutsche Einheit. Zum Jahrestag lohnt der Blick auf das automobile Erbe der DDR: Auch über Trabant und Wartburg hinaus gibt es tolle Autos zu entdecken!
30 Jahre nach dem Mauerfall hat sich der Blick auf die Autos der DDR verändert. Während Ost-Autos in der unmittelbaren Nachwendezeit technisch überholte Erinnerungen an unfreie Zeiten waren, gelten sie heute als anerkannte Klassiker. Trabant, Wartburg und Barkas genießen nicht nur Kultstatus – einige Modelle sind richtig teuer geworden, etwa das Wartburg 311 Coupé. Der Blick zurück macht klar: Die DDR hatte eine bunte und reiche Vielfalt an Autos zu bieten!

Gebrauchtwagensuche: Trabant

Der Wartburg 353 war in der DDR ein beliebtes Auto. Aber er war schwer zu bekommen.

Trabant und Wartburg sind vor allem noch in den neuen Bundesländern zu finden. Vor der Wende wurde der Trabi geliebt, gehasst, gepflegt, oft komplett erneuert, renoviert und geflickt. Doch nach dem 9. November 1989 warf man ihn zigtausendfach weg. Troztdem: Der robuste Zweitakter (kurz vor der Wende sogar mit VW-Viertakter aus dem Polo) ist heute noch vielen ein Begriff. Auch der Wartburg fährt im kollektiven Bewusstsein weiter. Andere Autos der DDR gerieten dagegen in Vergessenheit. Barkas? IFA? Robur? Für viele Wessis sind das völlig unbekannte Marken.

Gebrauchtwagensuche: Wartburg

Dabei umfasste die Autowelt der DDR viele Facetten und Produkte: In den 50er-Jahren wurden in der DDR noch dicke BMW- und EMW-Schlitten gebaut, IFA F8 und F9, der Trabant-Vorläufer AWZ P70 und der wunderschöne Wartburg 311. Auch seidenweich säuselnde Sechszylinder hatte die DDR zu bieten. Bevor die ersten Trabis 1957 aus den ehemaligen Horch-Werken in Zwickau rollten, entstand dort eine moderne Repräsentationslimousine, die sich damals hinter Mercedes oder BMW nicht zu verstecken brauchte: der Sachsenring P 240.

Luxuslimousine aus DDR-Produktion: der Sachsenring P 240, gebaut von 1956 bis 1959.

Der 80 PS starke P 240 war technisch und optisch auf der Höhe der Zeit. Doch Luxuswagen waren in der DDR nicht gewollt: Die knappen Ressourcen sollten für den Bau von volksnäheren Vehikeln genutzt werden. Außerdem brachten die Sowjets selbst Limousinen für den gehobenen Geschmack in die DDR: GAZ M 21 und der Nachfolger GAZ M 24, beide bekannt als Wolga. Zu den Privilegierten, die einen Wolga fahren durften, zählte neben der Polit-Elite die Volkspolizei. Doch auch für Otto-Normal-DDR-Bürger gab es eine Chance, in einem Wolga mitzufahren – im Taxi. AUTO BILD KLASSIK zeigt die bunte Vielfalt der DDR-Autos!

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Oldtimer Trabant

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