Coole Youngtimer für den Winter

Youngtimer-Ratgeber: Coole Winterautos

Klassiker für Matsch und Schnee

Im Youngtimer flockig durch den Schnee pflügen – für diese Autos kein Problem. Diese jungen Klassiker machen das ganze Jahr Freude, nicht wenige dank Allrad!
Viele Autoliebhaber suchen ein passendes Gefährt für die kalte Jahreszeit, wenn der geliebte Oldtimer warm, vor allem aber trocken im Winterquartier steht. Womit dann fahren? Einen halbtoten Kleinwagen mit Rest-TÜV anschaffen? Eine billige Winterkarre runterreiten? Gar auf ein modernes Kfz umsteigen? Kann man machen, muss man aber nicht. Denn es gibt zahllose Youngtimer, viele davon mit Allrad, die die Mobilität im Winter sicherstellen und dabei trotzdem beim Fahren Freude bringen. 

BMW 3er mit Bergsteiger-Qualitäten

3er in den Bergen: Der 4x4 BMW verblüfft mit seinem Schlechtwegetalent nicht nur den Fahrer.

Zum Beispiel der legendäre BMW 3er: Zwar zaubert falst jeder 3er mit den passenden Reifen und genügend Erfahrung bei schlechtem Wetter ein Lächeln ins Gesicht. Doch das toppt der 325ix der Baureihe E30. BMWs erster Allradler spendet nicht nur auf rutschigem Asphalt Freude, er erobert auch Skihänge und hohe Pfade in den Bergen. Der ix verteilt die Kraft seines 171 PS starken Sechszylinders konstant im Verhältnis 37 zu 63 auf Vorder- und Hinterachse und verfügt zudem hinten über ein Sperrdifferential. Das macht ihn zum soliden Partner für alle Wetterlagen. Die leicht erhöhte Bodenfreiheit des Gelände-3ers eröffnet dazu Pisten, die BMW-Fahrer Mitte der 80er allerhöchstens vom Hörensagen kannten.

Gebrauchtwagensuche: BMW 3er

Checkliste fürs ideale Winterauto:

Wer das passenden Winterauto sucht, sollte genau hinschauen. Die folgenden Tipps helfen beim Finden des richtigen Auto im richtigen Zustand:

Heizen im Winter

Nur warme Gedanken helfen beim Kauf des Winterautos nicht: Checken Sie Funktion und Wirksamkeit von Heizung und Belüftung. Klappt die Luftverteilung, heizt das System noch ordentlich? Vorsicht bei süßlichem Kühlmittelgeruch und feuchtem Teppich - eventuell verabschiedet sich bald der Heizungskühler. Bei Gluckern in den Schläuchen ist eventuell nicht richtig entlüftet. Sitz- und Außenspiegelheizung vorhanden? Perfekt!

Licht und Beleuchtung

Prüfen Sie die Funktionen der Beleuchtung, vom Standlicht bis zur Bremsleuchte. Blinde, angelaufene Reflektoren und zerbrochene Leuchtengläser (Wassereinbruch, möglicher Elektrik-Ärger!) lassen Sie unter Umständen im Dunkeln tappen. Vorsicht bei anfälligen Leuchtsystemen, die vor 20 Jahren der letzte Schrei waren (zum Beispiel beim Golf 4): Austausch kann teuer werden und außer Geld auch Nerven kosten.

Bremsentest

Sehen Sie sich die Bremsbauteile an: Sind Scheiben, Beläge, Schläuche und Leitungen (noch) in Ordnung, oder signalisieren Tragbild, Belagstärke & Co den bald fälligen Austausch? Schwappt die Bremsflüssigkeit trübe vor sich hin? Wer günstig an Teile kommt und selber reparieren kann: okay. Ansonsten: entweder Finger weg oder Preis runterhandeln. Bestehen Sie auf Probefahrt und Bremsentest. Bei neueren Systemen: Vorsicht, wenn die ABS-Warnleuchte leuchtet. Ist nur bei Mercedes oft ein Elektronik-Fehler.
Sind passende Reifen drauf?

Achten Sie auf aktuelle Bereifung, mit ausreichend Profil und nach Möglichkeit mit dem "Alpine"-Symbol, das bei Reifen, die ab 1.1. 2018 produziert wurden, zwingend vorgeschrieben ist. Sonst müssen Sie gleich nach dem Kauf des Wagens die nächsten Hunderter für Winter oder Ganzjahresreifen ausgeben, weil das beabsichtige Winterauto noch auf Sommerreifen rollt. 

Ausreichend TÜV?

Wichtig bei Winterautos: Die HU-Frist sollte nicht im Dezember auslaufen. Unnötig, das zu betonen? Leider nicht. Das Überziehen der HU um ein, zwei oder drei Monate ist kein Kavaliersdelikt. Das gibt Ärger. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen, die durch die Polizei gerne zu Beginn von Herbst und Winter verstärkt vorgenommen werden. Und wenn ein Unfall passiert, sowieso.

Welcher Antrieb?

Eine sehr individuelle Frage. Frontantrieb geht - nur nicht für die, denen angetriebene Vorderräder schon im Sommer zu langweilig sind. Kontrolliertes Driften gelingt am freudvollsten mit Hinterradantrieb. Allrad? Klar, auch schon ein Klassiker. Unterliegt jedoch naturgemäß erhöhtem Verschleiß, und die Autos verbrauchen mehr. Auf hör- und sichtbare Zeichen achten bei Antriebswellen und -manschetten (Front), Differenzial, Kardanwelle/Hardyscheibe (Heck), Sperren und Differenzialen (4x4). Hier kommen viele Autos, die auch im Winter Freude machen.

Coole Youngtimer für den Winter

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