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Porsche-Prototypen der 60er bis 80er

Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Sie sind Teil der Porsche-Geschichte – Autos, die nur abgewandelt oder nie auf die Straße kamen. AUTO BILD zeigt die Prototypen der 60er bis 80er: Der Porsche 965 brach Ende der 80er alle Tabus und kam dann doch nie auf den Markt. Von allen etwas: Die angelegten Scheinwerfer und die große Frontmaske erinnern an 968 und 964, die flacher auslaufenden Kotflügel an den 993.
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Zweckmäßig sollte der Prototyp sein, nicht schön oder elegant. Die Rückleuchten könnten von einem Baumarkt-Anhänger stammen, aber das breite Heck mit Lüftungskiemen und feststehendem Spoiler zeigt große Ähnlichkeit mit dem Bürzel des 959.
 
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Lufteinlässe in den Flanken wie bei
 959 und 964 Turbo S. Die Kühler, die Erkenntnisse für den Temperaturhaushalt späterer Wasserboxer liefern sollen, sitzen jedoch im Bug. Räder und Reifen stammen vom 964.
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Die Basis des Prototyps bildet ein Carrera 4 964, sogar Leder ist an Bord. Der Tacho blieb bei 4576 Kilometern stehen  - aber wurden die alle mit dem fremden V8 im Heck zurückgelegt? 965 L7 steckt voller Rätsel ...
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
... wie zum Beispiel die handschriftlichen Notizen auf einem Klebestreifen. Hinweis oder Warnung an den Fahrer?
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Drehschalter für die Kraftverteilung zwischen Bug und Heck!
 Die Aufkleber deuten darauf hin.
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Enge Kiste: Mit Müh und Not wurde der 3,6-Liter-Audi-V8 ins Heck gequetscht. 234 PS leistete er im 965.
Bild: Götz von Sternenfels
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Noch im November 1988, kurz bevor das Projekt gekippt wird, stehen für den 965 Hochgeschwindigkeitsfahrten in Nardo auf dem Programm. Am Steuer in Rennmontur: Testfahrer Dieter Röscheisen.
Bild: Porsche AG
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Drei Turbo-Typen begleiten die Entwicklung des 965: Vorgänger - Der 911 Turbo ist der erste Serien-Porsche mit Aufladung. Als Typ 930 kommt er im Frühjahr 1975 auf den Markt.
Bild: Porsche AG
Porsche-Prototypen der 60er bis 80er
Verwandter: Der Elfer vom Typ 964 und der 965 werden parallel entwickelt. Später erhält der 964 Turbo 3.6 den Typ-Code 965.
Bild: Porsche AG
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Vorbild: Der 959 ist das Aushängeschild der Marke, aber viel zu kompliziert und teuer. Der 965 soll alles einfacher machen.
Bild: Porsche AG
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All diese vergessenen Typen sind Teil der Porsche-Geschichte. Sie schafften es nie, oder nur in abgewandelter Form auf die Straße. Dazu gehören Porsche 754 T7, Porsche 911 Turbo, Porsche 984 und Porsche 928 Cabrio. Stoff zum Staunen
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Porsche 754 T7 (1961): Ist der Porsche 754 T7, den sie wegen seiner holprigen Bezeichnung im Werk meistens einfach "Butzi-Wagen" nannten, nun der letzte 356 oder doch bereits der erste 911?
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Aller Elfer Anfang: Die Frontpartie lässt schon das spätere Design der Porsche-Ikone erkennen.
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Am 1. November 1960 geht der 754 T7 in den Testbetrieb, an der Vorderachse arbeiten versuchsweise MacPherson-Federbeine statt Kurbellenker, im Heck ein neuer Motor. Das Urteil von Testchef Helmuth Bott fällt vernichtend aus: "Das können wir vergessen!"
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Ferry Porsche gab die grobe Richtung vor: Er wollte einen 356-Erben, der sich deutlich als Porsche zu erkennen gibt, wie ein Sportwagen fährt, aber gleichzeitig mehr Komfort und vier Personen plus Gepäck ausreichend Raum bietet.
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Rundinstrumente und Bakelitlenkrad erinnern an den 356.
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Drucktasten und Drehknöpfe sind Design-Experimente und gehen so nicht in Serie.
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In Gestalt des Typs 587/1 erreicht der komplexe Viernockenwellen-Motor von Ernst Fuhrmann seine maximale Ausbaustufe. Aus zwei Liter Hubraum holt die einst als Renntriebwerk geborene Maschine 130 PS.
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Und was ist aus dem 754 T7 geworden ? Aus der Front des 754 T7 formte "Butzi" Porsche das Gesicht der Marke, während aus dem Gesamtprojekt die Erkenntnis stammt, dass Heckmotor-Sportwagen, Fließheck und vier Sitzplätze zusammen nicht funktionieren.
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Porsche 911 Turbo (1974): Es dauert, bis der viel bestaunte Alpha-Elfer fertig wird. 1973 zeigt Porsche auf der IAA die Studie des 911 Turbo, aber erst ein Jahr später ist das Modell serienreif. Bis die ersten Autos ausgeliefert werden, dauert es noch bis 1975.
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Nur ein Fahrzeug wird vor dem Verkaufsstart in den Straßenverkehr entlassen – der Prototyp "Turbo Porsche No. 1", den Ferry Porsche seiner Schwester Louise Piëch am 29. August 1974 zum 70. Geburtstag schenkt.
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Die Zierstreifen im Look des Stoffmusters sind eine kleine Spielerei der Porsche-Designer.
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Der 911 Carrera stellte die Karosserie.
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Schottenkaro und Hochflorteppich, der kontrastreiche Porsche-Chic der 70er-Jahre. Louise Piëch schien es laut und bunt zu mögen.
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Pfeile markieren innerörtliche Höchst- und Autobahn-Richtgeschwindigkeit.
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Die Plakette zeigt es an: Dieser Turbo ist der allererste.
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Anstelle des 2,7-Liter-Originals saß später ein Dreiliter-Serienmotor im Heck.
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Porsche 984 (1987):  Dass niemand mit dem Porsche 984 etwas anfangen kann, ist Absicht. Nicht nur die Entwicklung des Mittelmotor-Roadsters geschieht im Verborgenen, auch seine Existenz wird streng geheim gehalten.
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Das glatte Design der Front ist vom großen 928 inspiriert, der Motor sitzt jedoch mittig.
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Statt eines flattrigen Faltdachs findet ein versenkbares Hardtop hinter den Sitzen Platz.
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Atem- und Kühlluft saugt der Vierzylinder vor den Hinterrädern an.
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Beim Einrichten des weinroten Innenraums half ein Blick in das 944-Teileregal.
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Mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe lässt sich der Porsche 984 in 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Spitze sind 230 km/h.
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Porsche-Transaxle-Fahrer kennen diesen Anblick. Die Armaturenlandschaft wurde vom 944 übernommen und ...
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... für den luftgekühlten 984 um eine passende Zusatzanzeige für die Zylinderkopftemperatur ergänzt. Sieht doch aus wie Serie, oder?
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Blaupunkt Radio mit Kasettenspieler, Zigarettenanzünder und Lüftung wären Mitte der 70er für einen Zweit-Porsche sehr komfortabel gewesen.
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Beim versteckt liegenden Motor handelt es sich tatsächlich um ein getuntes Volks-Porsche-Triebwerk, dessen Peripherie auf Maß gefertigt wurde. In Serie ging der Porsche 984 aus Kostengründen jedoch nie. Jedoch haben Ingenieure, Stilisten und Vertriebler wohl einen Blick auf den 984 geworfen, bevor sie das weiße Blatt Papier für den Boxster herausholten.
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Porsche 928 Cabrio (1987): Kaum eine andere Porsche-Studie wirkt so seriennah und formvollendet wie die zum 928 Cabrio. Trotzdem bleibt es ein glückloser Prototyp.
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Ein großer Designentwurf, auch ohne das typische Rundheck. Die Form des 928 Cabrio wirkt serienreif.
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Motor, Fahrwerk und Räder sind mit denen des Coupés identisch.
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Die Zusatzschalter für das elektrische Verdeck gab es nur bei der Cabrio-Studie.
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Wer hier hinterm Steuer sitzt kann in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und maximal 270 Kilometer in der Stunde hinter sich lassen.
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Sitze mit integriertem Sicherheitsgurt waren eine Spezialentwicklung für das Cabrio.
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Elektrisch verstellbare Sitze sollten den potenziellen Porsche 928 Cabrio Fahrern nicht vorenthalten bleiben.
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Als das Cabrio-Einzelstück entsteht, ist der 928 S4 das Maß der Dinge.
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Der Fünfliter-Leichtmetall-Vierventil-V8 leistet drehfreudige 320 PS. All diese Porsche-Prototypen lehren uns: Träumen ist schön, aber nicht alle Träume werden Wirklichkeit.