AUTO BILD fürs Klima

AUTO BILD fürs Klima

Frank Mahlberg
Frank Mahlberg,
Vorsitzender der Geschäftsführung,
Axel Springer Auto Verlag GmbH

Liebe Leserinnen und Leser,

alle reden von Nachhaltigkeit. Wir wollen nicht nur darüber reden, sondern als Unternehmen auch verantwortungsvoll und zukunftsorientiert handeln. Dazu haben wir Nachhaltigkeit als festen Bestandteil für unsere Marken definiert und speziell das Thema Klimaschutz in unsere Unternehmensstrategie integriert – mit der klaren Verpflichtung, Treibhausgase ab sofort jedes Jahr deutlich und messbar zu reduzieren. Was wir damit meinen, an welchen Kennzahlen wir uns orientieren und welche Ziele wir genau verfolgen, erfahren Sie hier.

„Macht AUTO BILD jetzt auch noch beim Ökowahn mit?“ denken Sie?

Wir sagen: genau! Weil es kein „Wahn“, sondern Notwendigkeit ist. Weil sich die ganze Branche transformiert und sauber macht. Weil du keinen Rat von dem annimmst, der selbst nicht weiß, wovon er spricht. Weil wir auch morgen noch Autos fahren wollen. Nachhaltigkeit mag für manche ein Unwort sein, für uns bedeutet es: Wir sind überzeugt, dass klimaschonende Mobilität für alle eine Zukunft bietet. Und wir glauben, dass wir auf all unseren Plattformen einen Beitrag leisten können, um Treibhausgase zu reduzieren und für nachhaltige Mobilitätslösungen zu begeistern.
Tom Drechsler
Tom Drechsler,
Chefredakteur Auto der BILD-Gruppe

Was unsere Leserschaft denkt:

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ist der Aspekt Vermeidung von Wasser- & Luftverschmutzung sehr wichtig oder wichtig
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sehen die Unternehmen in der Verantwortung für die Lösung globaler Umweltprobleme
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finden AUTO BILD sollte sich für nachhaltige Mobilität einsetzen, den Wandel fördern

Unser Beitrag zum Klimaschutz

Kapitel Trenner: Verantwortung

Was berechnen wir?

Der CO2*-Fußabdruck der AUTO BILD-Gruppe in 2021 beträgt:

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Für die Emissionsberechnung der AUTO BILD-Gruppe haben wir die weltweit etabliertesten Datenbanken verwendet (International Energy Agency (IEA), UK DEFRA und GaBi)

Davon entfallen auf:

AUTO BILD MAGAZIN

AUTO BILD
MAGAZIN

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Klimaneutralität in 2022 vom TÜV NORD zertifiziert, anhand des Referenzwertes aus dem Jahr 2021

Weitere Emissionen entstehen bei:

AUTO BILD
Gruppentitel

werden ab 2023 klimaneutral
AUTO BILD DIGITAL

AUTO BILD
DIGITAL

wird ab 2024 klimaneutral

Berechnungsdetails des CO2*-Fußabdrucks
vom AUTO BILD MAGAZIN:

Papierherstellung

Der Lieferant für unser AUTO BILD Papier ist die Firma UPM. Für die CO2e*-Ermittlung nutzen wir die UPM Paper Profiles.

Papiertransport

Wir betrachten den gesamten Transportweg inklusive der Transportmittel. Das Papier wird mit einem LKW vom Papierwerk (zB. Jämsänkoski oder Kymi) zum Starthafen (zB. Rauma oder Kotka) transportiert. Mit der Fähre wird das Papier zum Zielhafen Rostock gebracht und dann mit dem LKW zum Druckstandort Prinovis in Ahrensburg geliefert. 

Druckprozess

CO2e*-Werte ermitteln wir für das AUTO BILD Magazin und von uns produzierte Beilagen. Die Druckdienstleistung für das Magazin übernimmt Prinovis, Betrieb Ahrensburg, für uns. Unsere Beilagen werden von weiteren Druckereien, wie B&K OffsetdruckStark Druck oder die Eversfrank Gruppe, gedruckt. 

Transport zum Kunden

Die Spedition Ohl transportiert das AUTO BILD Magazin zu den Großhändlern, die wiederum die Verteilung an den Einzelhandel übernehmen. Auch hier werden die Transportwege und Transportmittel in die Berechnung einbezogen. Weitere Anlieferorte, wie z.B. Lesezirkel, Bahnhöfe und Flughäfen, sowie Einzelhändler im Ausland, werden nach der gleichen Systematik betrachtet und entsprechend erfasst. Der Versand an Abonennten wird über die Versandoption GoGreen der Deutschen Post abgewickelt.

Entsorgung

Unsere Bilanzierungsbetrachtung geht nur bis zum Werkstor des Entsorgers, da es methodische Unsicherheiten bei der Quantifizierung der Klimaauswirkungen entsorgter Produkte gibt. Bei der Entsorgung wird oft Energie zurückgewonnen (z.B. durch Verbrennung), wodurch fossile Brennstoffe gespart werden. Diese Einsparung ist aber typischerweise den Entsorgungsunternehmen zuzurechnen.
Kapitel Trenner: Berechnen

Wie reduzieren wir?

Bereits umgesetzte Maßnahmen

Wir können unser Klima nur schützen und einen Beitrag leisten, wenn wir die tatsächlich entstandenen Emissionen in jedem Bereich erfassen und diese kontinuierlich reduzieren. Auch jedes noch so kleine Reduktionpotenzial schöpfen wir aus, denn die Summe aus allen Maßnahmen wird am Ende den CO2*-Fußabdruck deutlich verringern.

Umstellung auf 100% Recyclingpapier je nach Möglichkeit

Verzicht auf die Folierung im Postversand

Neues Büro-Lichtkonzept mit Bewegungssensoren und LEDs

Nutzung von 100% Ökostrom in unseren Büros

Integrierte Trinkwasserspender in allen Küchenarmaturen

Gründung eines Green Teams für weitere Reduktionsmaßnahmen

Kapitel Trenner: Reduzieren

Wie kompensieren wir?

Mehr als die Hälfte aller ländlichen Gemeinden in Sierra Leone haben keinen Zugang zu einer sauberen Trinkwasserquelle und sind auf Wasserquellen wie Flüsse oder Sümpfe angewiesen. Selbst wenn sichere Quellen zur Verfügung stehen, sind schätzungsweise 95% von ihnen durch Krankheiten wie E-coli verunreinigt. Dieses Projekt für sauberes Trinkwasser in Sierra Leone arbeitet eng mit einer lokalen Organisation zusammen, um Bohrlöcher wiederherzustellen, zu warten und um sicherzustellen, dass die Gemeindemitglieder die richtigen Hygienemaßnahmen einhalten. So wird gewährleistet, dass die Bohrlöcher frei von Verunreinigungen gehalten werden und den Haushalten des Projekts langfristig sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht.
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Der Regenwald spielt für das Klima eine entscheidende Rolle: Er speichert über 17 % des weltweit in der Vegetation und im Bodengebundenen Kohlenstoffes. Mit der Abholzung des Regenwalds wird dieses CO2 freigesetzt und beschleunigt den Klimawandel. Das hier vorgestellte Projekt wirkt dieser Entwicklung entgegen und trägt zum Schutz des Regenwaldes und des Lebensraums zahlreicher Pflanzen und Tiere bei. Das Projekt verfolgt auf zukunftsweisende Art die Wiederaufforstung von tropischen Edelhölzern in Costa Rica. Ehemalige Viehweiden werden mit 15 heimischen und zwei exotischen Baumarten in echten Mischbeständen wiederaufgeforstet.
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Das Wasserkraft Projekt liefert eine jährliche Stromproduktion in Höhe von 89.558 GWh pro Jahr und basierend auf dieser Energiemenge werden bis zu 49.436t CO2 eingespart. Die im Projektrahmen generierte Menge Elektrizität wird in das regionale Stromnetz eingespeist. Das Wasserkraftwerk nutzt das für die Stromproduktion benötigte Wasser eines Kanals des regionalen Flusses. Insgesamt wurden drei Turbinen mit einer Gesamtleistung in Höhe von 84 MW installiert. Der Hauptzweck des Projekts ist es, saubere, nachhaltige und umweltfreundliche Elektrizität bereitzustellen.
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Durch das rasche Bevölkerungswachstum und die damit einhergehende steigende Energienachfrage ist Indiens Stromversorgung derzeit stark von fossilen Brennstoffen mit hoher Kohlenstoffbelastung abhängig, insbesondere von Braun- und Steinkohle. Die Einspeisung erneuerbarer Energie in die Stromnetze verringert die energiebedingten Emissionen des Landes und trägt zu einer Reduzierung der Luftverschmutzung bei. Dieses 300-MW Solarenergieprojekt in Bhadla Rajasthan versorgt das lokale Stromnetz mitsauberer Energie und hat das Potenzial, 695.000t CO2e pro Jahr einzusparen.
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Die kolumbianische Pazifikküste ist einer der größten Orte biologischer Vielfalt unserer Erde, denn hier leben 10% der Tier- und Pflanzenarten des Planeten. Das tropische Regenwaldklima und die dichten Wälder bieten ein ideales Zuhause für exotische Tiere wie Jaguare oder Tukane. Leider ist die Existenz dieses Ortes und seiner tierischen Bewohner aufgrund wirtschaftlicher Aktivitäten, die die Abholzung fördern, wie Holz, Bergbau oder Cocaanbau, seit Jahrzehnten bedroht. In diesem Projekt werden durch den Erhalt von über 500.000 Hektar feuchten tropischen Regenwaldes jährlich nachweislich 2.000.000t CO2-Emissionen vermieden und gleichzeitig der Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen erhalten. Zudem wird das Wohlergehen von über 40.000 Menschen verbessert.
Kapitel Trenner: Kompensieren

Wer prüft uns?

TÜV NORD Cert GmbH

Um unseren CO2*-Fußabdruck und dessen Kompensation auf Plausibilität zu prüfen, haben wir die Zertifizierungsgesellschaft TÜV NORD beauftragt. Sie verfügt über umfassendes Wissen sowie über nationale und internationale Referenzen im Bereich des Klimaschutzes.

In 2022 wurde zunächst unser AUTO BILD Magazin inklusive von uns produzierte Beilagen als klimaneutrales Produkt zertifiziert:

Kapitel Trenner: Prüfen

FAQ

Laut dem Weltklimarat IPCC, beschreibt die Klimaneutralität ein Konzept eines Zustands, in dem menschliche Aktivitäten keine Nettowirkung auf das Klimasystem haben. Um einen solchen Zustand zu erreichen, müssen die Restemissionen, die nicht vermieden werden können, ausgeglichen werden. 

Das tun wir durch die Förderung von zertifizierten Projekten, die Treibhausgase binden (siehe Abschnitt 3 „Wie kompensieren wir?“).

Axel Springer fühlt sich seit 1992 dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit verpflichtet. Nachhaltigkeit ist seit 2022 auch ein zentraler Wert in unserer Markenvision von AUTO BILD. Denn die Automobilindustrie ist mit den Herausforderungen dieses gesellschaftlichen Wandels genauso konfrontiert. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und handeln nach den Vorgaben der Science Based Targets Initiative, um unseren Beitrag zur Klimawende zu leisten.  

Nein. Uns liegt das Thema Nachhaltigkeit und explizit der Klimaschutz am Herzen. Die derzeit noch verursachten Treibhausgase gleichen wir ausschließlich mit Gold Standard oder Verified Carbon Standard zertifizierten Klimaschutzprojekten aus.

Um sicherzustellen, dass wir bei der Emissionsberechnung und -kompensation den gesamten Prozess berücksichtigen, lassen wir uns von einer unabhängigen Instanz, dem TÜV NORD, prüfen.

Die Kompensation der Emissionen ist für uns die letztmögliche Maßnahme, um unserer Klimaverantwortung gerecht zu werden. Unsere Klimastrategie zielt in erster Linie auf Reduktion ab. All jene Emissionen, die nach Implementierung unserer Reduktionsmaßnahmen noch übrigbleiben, werden weiterhin kompensiert. Durch diesen Ansatz wird sich der Kompensationsanteil kontinuierlich verringern. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Dekarbonisierung unserer Lieferkette durch zukünftige Innovationen und Marktkooperationen meistern werden, auch wenn dies noch eine Weile dauern wird.

Klimaschutz ist ein Marathon und kein Sprint!

Der TÜV NORD verfügt über jahrelange Erfahrung bei Zertifizierungen im Bereich Klimaschutz. Sie sind bei der Deutschen Akkreditierungsstelle gemäß ISO 14065 für Verifizierungen von Treibhausgasbilanzen nach ISO 14064-3 und für die Verifizierung im Rahmen des Europäischen Emissionshandels akkreditiert. Zusätzlich sind sie durch die United Nations Framework Convention on Climate Change akkreditiert, um internationale Klimaschutzprojekte zu validieren und zu verifizieren. Als unabhängige Prüfstelle führen sie die Verifizierung der Klimaneutralität auf Basis des TÜV NORD-Standards TN-CC 020 durch. 

Die Leserschaft bekommt – genauso wie die Jahre zuvor – mit AUTO BILD ein kompetent und journalistisch erstklassiges Automagazin, gedruckt und digital – nur eben ab sofort klimaschonender produziert. Aber natürlich gehen wir auch inhaltlich immer stärker auf nachhaltige Themen ein. Die Automobilindustrie wandelt sich in rasanter Geschwindigkeit und wir begleiten diesen Wandel für unsere Leserschaft, verständlich und nachvollziehbar aufbereitet. Was aber nicht bedeutet, dass wir nur noch über Elektromobilität schreiben.

Uns zeichnet schon immer eine große Testkompetenz sowie Leidenschaft für Autos in allen Facetten aus und deshalb werden wir auch weiterhin alle relevanten Antriebe testen und über sie berichten. Unser Anspruch ist es, unserer Leserschaft Orientierung zu geben, sie nach ihren individuellen Bedürfnissen zu beraten und für eine nachhaltige Automobilität zu begeistern.

Wir sagen ganz klar: Ja! Unsere Gesellschaft lebt und liebt die individuelle Mobilität und Autofahren ist nicht nur hierzulande von wesentlicher Bedeutung. Darauf von heute auf morgen zu verzichten, wäre allein schon wirtschaftlich und politisch kein vernünftiger Weg. Aber über das „Wie“ kann man diskutieren und sich eine Meinung bilden. Und genau hier setzen wir als journalistisch unabhängige Kompetenz an. Nur wer Konzepte hinterfragt, Alternativen testet, vergleicht und bewertet, und Mobilität in allen Facetten kennt, kann auch die beste Entscheidung für sich und die Umwelt treffen.

Und genau für diese Transparenz stehen wir – auch in den vermeintlichen automobilen Nischenthemen: Das E-Mobilität und Fahrspaß sich nicht ausschließen, erfährt unsere Leserschaft immer häufiger in AUTO BILD SPORTSCARS. AUTO BILD MOTORSPORT beschäftigt sich intensiv mit der Formel E, die durch ihre Antriebsentwicklungen die Leistungsgrenzen des Machbaren stetig verschiebt und damit maßgeblich zum technischen Fortschritt beiträgt. Und ohne die Historie rund um das „Kulturgut Auto“, dem sich AUTO BILD KLASSIK verpflichtet fühlt, wären heutige innovative Konzepte vermutlich gar nicht entstanden. Der Mobilitätswandel ist in vollem Gange und gerade jetzt braucht es eine journalistische Instanz, die verlässlich Orientierung bietet und Missstände aufdeckt.

Sie haben noch Fragen? 
Dann schreiben Sie uns

Christin Keil

Christin Keil

Head of Sustainability,
Axel Springer Auto Verlag GmbH
Unser CO2-Fußabdruck berücksichtigt CO2-Äquivalente (CO2e), eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase, wie CO2, Methan oder Lachgas. (Quelle: myclimate)