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AUTO BILD gibt Tipps zum Neuwagenkauf

1.Auto online kaufen – so funktioniert der Neuwagen-Kauf im Internet

Autokauf online – Internet-Anbieter wie Carwow und Co bieten auf Neuwagen hohe Rabatte. Wie sind solche Angebote möglich, und worauf sollten Sie achten, wenn Sie im Internet ein Auto kaufen wollen? AUTO BILD gibt Tipps!

Neuwagen online kaufen: Diese Anbieter gibt es

Bekannte Anbieter von Neuwagen im Internet sind zum Beispiel Carwow, Sixt-Neuwagen, Neuwagen-24.de oder MeinAuto.de. Wichtig zum Verständnis: Bei diesen Anbietern handelt es sich nicht um Händler, sondern um Neuwagenvermittler. Sie vermitteln den Kauf und erhalten vom Händler dafür eine Provision. Der Kaufvertrag selbst kommt in der Regel zwischen Käufer und Händler zustande. Der Käufer profitiert aber von den zum Teil sehr hohen Rabatten, die die Neuwagenvermittler anbieten können.

2.Wie sind die hohen Neuwagen-Rabatte möglich?

Auf den Neuwagen-Portalen werden Autos zum Teil mit Rabatten von mehr als 25 Prozent angeboten. Die Autohändler vor Ort können bei solch deftigen Abschlägen in der Regel nicht mithalten. Neuwagenvermittler haben nämlich einen entschiedenen Vorteil: Im Gegensatz zum Privatkunden, der maximal die Angebote von zwei bis drei Autohändlern in seiner Umgebung vergleichen kann, haben die Neuwagenvermittler direkten Zugriff auf die Angebote von mehreren Tausend Händlern deutschlandweit. Durch diese umfassende Vernetzung wissen die Vermittler, wo es gerade die besten Angebote für ein bestimmtes Auto gibt. Denn je nach Marke, Modell und Ausstattung rufen verschiedene Händler unterschiedliche Preise für ein Fahrzeug auf.

3.Autokauf online – so ist der Ablauf!

Der Kunde konfiguriert sich sein Wunschfahrzeug, entweder direkt auf der Website des Vermittlers oder im Konfigurator des Herstellers. Dann bekommt er eine Auswahl von passenden Angeboten zugeschickt. Besteht von Kundenseite Interesse, kommt es zum persönlichen Kontakt zwischen Kunde und Händler. Damit ist der Job des Vermittlers bereits erledigt. Anschließend läuft es beim Händler wie immer: Probe sitzen, Probe fahren, Verkaufsgespräch. Kommt es zum Vertragsabschluss, muss der Händler das dem Vermittler mitteilen und die entsprechende Provision auszahlen.

4.Vorteile/Nachteile beim Online-Autokauf

Vorteile

  • Kunden haben die Möglichkeit, ohne viel Aufwand und gleich landesweit Preise zu vergleichen. Das spart viel Arbeit, verschafft dem Kunden eine gute Marktübersicht und zwingt so die Händler dazu, auf diesen Plattformen gleich einen günstigen Preis anzubieten.
  • Kunden sparen sich die Preisverhandlung und können zuversichtlich sein, trotzdem einen fairen Preis zu bekommen.

Nachteile

Echte Nachteile haben Kunden beim Kauf über Online-Vermittler nicht zu befürchten. Es sollten aber einige Dinge bedacht werden:

  • Auf den Internetseiten der Vermittler werden vor allem günstige Bestellfahrzeuge angeboten. Tageszulassungen, Vorführwagen und Lagerfahrzeuge sind auf den Internet-Portalen dagegen oft gar nicht oder nur begrenzt zu finden. Sie können jedoch eine gute und ebenso günstige Alternative zum Neuwagen auf Bestellung sein, gerade wenn ein Auto schnell – ohne lange Lieferzeit – benötigt wird. Hier kann es sich daher immer noch lohnen, persönlich beim Händler nachzufragen.
  • Bevor für ein paar Hundert Euro Ersparnis eine bereits bestehende, womöglich jahrelang gepflegte Händlerbeziehung aufgegeben wird, sollte ebenfalls abgewogen werden. Der Stamm-Händler sollte die Chance erhalten, auch ein Angebot vorzulegen. Und generell gilt: Lieber in der nahen Umgebung ein Auto kaufen, statt für ein paar Euro weniger in einer anderen Ecke des Landes zuzuschlagen. Zwar ist die Herstellergarantie EU-weit gültig. Auf Kulanz nach Ablauf der Garantie darf aber nur beim Händler gehofft werden, bei dem das Fahrzeug erworben wurde.

5.Diese Arten von Neuwagen sind zu unterscheiden

Neben der Möglichkeit, ein neues Auto nach eigenen Wünschen auszustatten und zu bestellen (Bestellfahrzeug), gibt es noch diverse weitere Arten von Neuwagen, die ohne lange Wartezeit beim Händler verfügbar sind.

1. Lagerfahrzeug

Der Begriff Lagerfahrzeug bezeichnet Autos, die bereits gebaut wurden und bereit zum Verkauf sind. Meist sind Ausstattung, Motorisierung und Farbe auf eine möglichst große Nachfrage ausgerichtet – Lagerfahrzeuge in quietsch-gelb sind also selten zu finden. Sie können direkt beim Händler stehen oder auch in einem zentralen Lager ganz woanders. Der Vorteil liegt vor allem in der schnelleren Verfügbarkeit gegenüber Bestellfahrzeugen. Außerdem kann sich auch mal ein Schnäppchen machen lassen, wenn der Händler zum Beispiel Platz für neue Autos braucht. Nachteil: Wer sich für ein Lagerfahrzeug interessiert, sollte gedanklich etwas flexibel sein. Eines zu finden, das in allen Details den eigenen Wünschen entspricht, ist eher unwahrscheinlich.

2. Tageszulassung

Als Tageszulassung werden Lagerfahrzeuge bezeichnet, die auf dem Papier meist für einen, maximal aber für sechs Tage zugelassen wurden. Diese Fahrzeuge haben trotzdem nie Straßenverkehr gesehen – die Zulassung hilft lediglich dem Hersteller, in der Zulassungsstatistik gut dazustehen. Im Gegenzug gewährt der Hersteller dem Händler mehr Nachlass. Der Vorteil ist also: Das jeweilige Auto wird ein ganzes Stück günstiger, ohne bereits Verschleißerscheinungen aufzuweisen. Außerdem ist es schnell verfügbar. Nachteile: Es steht bereits ein Halter im Kfz-Brief. Außerdem läuft die Neuwagen-Garantie bereits seit Datum der Erstzulassung. Das lässt sich allerdings oft für ein paar Hundert Euro mit einer Garantieverlängerung wieder ausgleichen.

3. Ausstellungsfahrzeug

Ein Ausstellungsfahrzeug ist ein Lagerfahrzeug, das – ohne Zulassung – im Showroom des Händlers steht. Im Unterschied zu normalen Lagerfahrzeugen wurde es aufbereitet. Meist sind Ausstellungsfahrzeuge gut ausgestattet und sollen zeigen, was möglich ist. Manche Händler stellen aber auch einfach Fahrzeuge in den Showroom, die sie schnell loswerden und ins Blickfeld der Kunden rücken möchten. Eventuell gibt es ein paar Gebrauchsspuren vom vielen Ein- und Aussteigen.

4. Vorführwagen

Als Vorführwagen oder Vorführer werden Autos bezeichnet, die vom Händler bereits im Straßenverkehr eingesetzt wurden. Sie repräsentieren dort den Händler bzw. die Marke, dienen für Probefahrten und als Werkstattersatzwagen für Kunden. Im Gegensatz zu Lagerwagen sind sie oft in auffälligeren Farben gehalten. Vorteil: der günstigere Preis. Auch neue Modelle, die gebraucht oder als Tageszulassung noch gar nicht zur Verfügung stehen, können auf diesem Wege oft günstig erstanden werden. Da Vorführwagen zugelassen sind, kann mit genau diesem Fahrzeug auf Probefahrt gegangen werden. Nachteile: Das Auto ist nicht mehr neu, und die Garantie läuft auch hier bereits seit Datum der Erstzulassung. Außerdem hat ein Vorführwagen oft bereits kleinere Gebrauchsspuren. Es kann also nicht schaden, das Fahrzeug gründlich anzuschauen. Sind auch größere Gebrauchsspuren vorhanden, kann das in der Preisverhandlung noch angesprochen werden.

5. Jahreswagen

Jahreswagen sind Gebrauchtwagen, die etwa ein Jahr alt sind – sie haben also schon etwas an Wert verloren und sind auf dem Papier deutlich günstiger als der Listenpreis. Aber auch viele Neuwagen werden deutlich unter Listenpreis verkauft, und im Gegensatz zu Jahreswagen sind sie frei von Gebrauchsspuren. Ob sich ein Kauf lohnt, muss also individuell entschieden werden.
Im engeren Sinne handelt es sich bei Jahreswagen um Fahrzeuge, die vom Werk – mit einer Mindesthaltedauer von sechs Monaten – an Mitarbeiter verkauft wurden.
Typ Zulassung Garantie KM-Stand Besonderheiten
Lagerwagen o läuft noch nicht 0-100 Ausstattung/Motor/Farbe zielt auf große Nachfrage ab
Tageszulassung x läuft seit Erstzulassung 0-100 1-6 Tage Zulassung, noch kein Einsatz im Straßenverkehr
Vorführwagen x läuft seit Erstzulassung > 100 bereits Einsatz im Straßenverkehr, evtl. Abnutzungen
Ausstellungsfahrzeug o läuft noch nicht 0-100 im Showroom, meist poliert/aufbereitet, evtl. Abnutzungen

6.Abgrenzung zu Re-Importen

Meist handelt es sich bei den vermittelten Fahrzeugen um Fahrzeuge, die für den deutschen Markt bestimmt sind. Sie sind von sogenannten Re-Importen zu unterscheiden. Der Begriff Re-Import bezeichnet ein Fahrzeug, das vom Hersteller eigentlich nicht für den deutschen, sondern zum Beispiel für den spanischen Markt gedacht war. Meist sind diese Fahrzeuge qualitativ nicht schlechter, unterscheiden sich aber in Ausstattungsmerkmalen. So sind beispielsweise Sitzheizungen in Spanien nicht so gefragt wie in Deutschland. Auch können Bordmaterialien in der jeweiligen Sprache gehalten sein. Im Allgemeinen sind solche Fahrzeuge gebraucht weniger beliebt und somit schlechter wiederzuverkaufen als “deutsche Fahrzeuge. Die Neuwagen-Garantie gilt hingegen EU-weit und kann somit auch in Deutschland in Anspruch genommen werden.

7.Preisverhandlung beim Autokauf

Auf den Internetseiten der Vermittler operieren Händler preislich meist bereits nah an der Verlustgrenze. Beim Fahrzeugpreis kann also nur noch sehr wenig bis gar nicht nachverhandelt werden. Es gibt aber noch die folgenden Möglichkeiten, Geld zu sparen:


Ankauf des eigenen Gebrauchten

Händler bieten in der Regel eher niedrige Preise, um selbst später beim Verkauf noch einen Gewinn zu erzielen. Wenn Ihnen das Angebot des Händlers für Ihr Fahrzeug zu niedrig erscheint, fragen Sie noch woanders nach oder stellen Ihr Fahrzeug privat ins Internet. Ob und bei wem Sie Ihr Fahrzeug in Zahlung geben möchten, können Sie auch erst kurz vor Auslieferung des neuen Fahrzeugs entscheiden.


Zulassung

Händler verkaufen die Dienstleistung der Zulassung teurer, als sie sie einkaufen. Im Einkauf bezahlen Händler meist nicht viel mehr als 60 Euro, berechnen dafür aber oft weit über 100 Euro. Die Zulassung kostenlos – darüber lässt sich also mit dem Händler oft noch sprechen. Zeitgleich sparen Sie sich den Aufwand.


Bereifung & Einlagerung

Wenn ihr Fahrzeug keine Ganzjahresbereifung hat: Denken Sie daran, dass Sie noch Winterreifen benötigen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Winterräder zum Einkaufspreis des Händlers zu auszuhandeln. Ansonsten bleibt natürlich noch der Gang zum Drittanbieter. Auch für die Saisoneinlagerung eines Radsatzes zahlt der Händler selbst nicht viel. Für Sie als Endkunde schlägt sie meist mit mindestens 50 Euro zu Buche.


Zubehör

Sie brauchen noch Fahrradträger, Dachbox oder Ähnliches? Sprechen Sie es an. Wenn Sie am Ende nur den Einkaufspreis bezahlen, haben Sie meist ein gutes Geschäft gemacht.


Wartung

Vereinbaren Sie einen günstigen Festpreis für die erste anstehende Wartung. Um die Neufahrzeug-Garantie zu erhalten, empfiehlt es sich ohnehin, im Garantiezeitraum zur Vertragswerkstatt zu fahren.


Das richtige Auftreten im Autohaus

Autoverkäufer sind durchaus unterschiedlich. Gute Verkäufer haben Interesse an einem vertrauensvollen Kundenverhältnis. Sie setzen Sie nicht unter Druck und nehmen sich Zeit, all Ihre Fragen zu klären. Beherzigen Sie trotzdem die folgenden sechs Tipps:


  1. Ein Verkäufer merkt, ob Sie sich im Vorhinein informiert haben. Lesen Sie zum Beispiel Testberichte und besuchen die Seiten der Hersteller. Finden Sie heraus, was zu Ihnen und Ihren Gewohnheiten passt und welche Möglichkeiten die Modelle bieten. Das gilt insbesondere bei der Wahl des Antriebs.
  2. Gehen Sie möglichst entspannt ins Autohaus, und nehmen Sie sich möglichst viel Zeit. Wenn Sie spontan, ohne Termin, ins Autohaus gehen: Wenig los ist beim Händler in der Regel zwischen 11 und 16 Uhr.
  3. Machen Sie auf jeden Fall eine Probefahrt! Nur so können Sie wirklich feststellen, ob ein Auto zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt.
  4. Berücksichtigen Sie auch die Unterhaltskosten, die das neue Auto mit sich bringt. Die wenigsten Verkäufer werden Ihnen erzählen, wenn ein Auto horrend viel in der Versicherung kostet.
  5. Achten Sie darauf, dass der Vertrag – Liefertermin, Zusatzabsprachen – vollständig ist. Verzichten Sie auf rein mündliche Absprachen.
  6. Nehmen Sie den Vertrag mit nach Hause und schlafen Sie eine Nacht über die Kaufentscheidung. Sie haben noch einmal Zeit, nachzudenken und unterschreiben am Ende umso entspannter.

8.Den Unterhalt richtig kalkulieren

  • Kfz-Steuer
    Die Kfz-Steuer berechnet sich aus Hubraum und Schadstoffausstoß eines Fahrzeugs. Diesel sind meist deutlich teurer als Benziner. Sie finden die Höhe der Kfz-Steuer unten auf dem CO2-Label des Händlers, das zusammen mit dem Preisschild am Auto zu finden ist. Alternativ lässt sie sich auch online herausfinden.
  • Versicherung
    Wie teuer ein Auto zu versichern ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die größten sind Typklasse des Fahrzeugs, Regionalklasse (Wohnort) und der individuelle Schadenfreiheitsrabatt des Versicherungsnehmers. Tipp: Kfz-Versicherungen online vergleichen!
  • Wartung
    Wie teuer eine Inspektion oder ein Ölwechsel sind, hängt von der Werkstatt, aber auch vom Fahrzeugmodell ab. Wie viel Öl passt hinein? Wie viele Zündkerzen werden benötigt? Lassen Sie sich vom Händler schon vor dem Kauf einen Kostenvoranschlag geben, der ungefähr Aufschluss darüber gibt, was Sie erwarten müssen.
    Oftmals lassen sich beim Fahrzeugkauf auch Wartungspakete mit abschließen. Das kann Geld sparen, muss es aber nicht. Auch hier können Kostenvoranschläge für die ersten Wartungen bei der Entscheidung helfen.
  • Reifen
    Als Faustregel gilt: Je größer der Reifen, desto teurer ist er auch. Denken Sie daran, dass größere Räder als Sonderausstattung dauerhaft höhere Kosten nach sich ziehen werden.
  • Verbrauch
    Die Verbräuche, mit denen geworben wird, weichen oft von den tatsächlichen Verbräuchen ab. Gerade nach der alten NEFZ-Norm waren die ermittelten Verbräuche oft sehr praxisfern. Mittlerweile gilt die realistischere WLTP-Norm. Insofern sind die angegebenen Werte allerdings nur noch bedingt vergleichbar. Rechnen Sie in jedem Fall mit etwas mehr. Aufschluss über realistische Verbrauchswerte geben die Tests von AUTO BILD oder auch Internetseiten wie spritmonitor.de, auf der Fahrer Ihre Verbräuche hinterlegt haben.

Autoren: Jonas Uhlig, Stefan Novitski