Alfa Romeo Junior

Alfa Romeo Junior – das Beste aus zwei Welten!

Die 115-jährige Geschichte von Alfa Romeo steht für Tradition und Transformation. Mit dem kompakten SUV Alfa Romeo Junior setzt die Marke ein Zeichen und stellt sich dem rasanten Wandel, den die Mobilität derzeit erlebt. Der jüngste Spross markiert den Start in die moderne Mobilität und schlägt die Brücke – mit den Ansprüchen, für welche die Kultmarke aus Italien steht: leidenschaftlich konzipiert, außen wie innen, den nötigen Vortrieb inklusive.

Egal, ob in der Stadt, an der Lade- oder Tanksäule, unterwegs auf der Landstraße oder beim Stopp an der Autobahn: der Alfa Romeo Junior erregt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern setzt Maßstäbe und ebnet den Weg in die Zukunft der Mobilität. Wer sich ihm nähert, den sieht er selbstbewusst an. Die überwiegenden Reaktionen? Positive Statements, mit Victory- und Daumen-hoch-Zeichen, egal wo er vorfährt. Und das nicht nur von gestandenen Alfisti, auch von Autofahrern oder Passanten, die in erster Linie und in ihren eigenen Worten die dynamische, sportliche und zugleich elegante Optik des neuen, kompakten Alfa Romeo schätzen. Schließlich reiht sich der SUV damit in die große, aber vielen kaum bekannte „Junior“-Ahnengalerie ein, die bis zum berühmten Bertone-Coupé GT Junior der 1960er-Jahre zurückreicht. Ein Name mit Tradition.

Mit Bella figura und Cuore Sportivo soll die jüngste Baureihe Alfa Romeo Junior vor allem junge Kunden gewinnen, die kompakte Formen und bezahlbaren Fahrspaß lieben. Dabei lebt der Alfa Romeo Technologieoffenheit und überlässt dem Kunden die Wahl zwischen Benziner-Mild-Hybird – genannt Ibrida – oder vollelektrischer Motorisierung genannt Elettrica. Auch in Sachen Elektrifizierung setzt Alfa Romeo 2025 neue Ziele und Maßstäbe zugleich. Das Motto der italienischen Traditonsmarke: „Die Geräusche verschwinden, aber Vibrationen und Gänsehaut bleiben“. Zusammen mit einem fahrerorientierten Interieur ganz im Stil der italienischen Traditionsmarke soll sich der SUV sich in die Riege der Legenden aus 115 Jahren einreihen und in Zukunft den Puls- und Herzschlag der Autofahrer aus zwei mobilen Welten schlagartig höher schlagen lassen.

Design & Innenraum

Eine kühne Design-Evolution

Der Junior ist eine Liebeserklärung an die eigene Geschichte

Auch der Alfa Romeo Junior steht wieder für den typisch italienischen Designstil der Marke Alfa Romeo, der schon die Modelle Giulia, Stelvio und Tonale zu Designikonen machte, kombiniert mit modernster Technologie, was Konnektivität, Sicherheit und Fahrdynamik betrifft. Obwohl ein neues Segment für die Marke und dazu das neue Einstiegsmodell ist der progressiv gestaltete Junior gleich als Alfa Romeo erkennbar. Kurz: Ein Design, das Geschichte schreibt und neu interpretiert. Dafür griffen die Designer des Centro Stile Alfa Romeo in Turin auf ikonische Elemente vergangener Zeiten, interpretierten sie neu und transformierten das Kleid des Junior auf eine emotional geprägte Formensprache. Typische Designelemente sind neben dem Scudetto und der 3+3 Lichtsignatur die kurzen Überhänge an Front und Heck sowie die kraftvoll gestalteten Radkästen und das steil abfallende Heck, die sogenannte „Coda Tronca“. Vergleicht man also den Alfa Junior mit anderen Modellen im B-Segment, fällt auf, dass er mehr von sportlichen Coupés als von kantigen und kastenförmogen SUVs inspiriert ist.

Die Front des Junior wird bestimmt vom Scudetto und der Alfa Romeo-charakteristischen 3+3 Lichtsignatur. So ist der traditionelle „Scudetto“-Kühlergrill der Blickfang, auch wenn selbst hinter dem Wappenschild in den reinen E-Varianten kein Kühler mehr liegt. „Progresso“ (Fortschritt) ist direkt vom neuen Alfa Romeo 33 Stradale inspiriert und zeigt das Kreuz und die Schlange aus dem Markenlogo, welchen den kompletten Grill ausfüllen. Die zweite Variante „Leggenda“ (Legende) ist an dem geschwungenen historischen Alfa Romeo-Schriftzug erkennbar und soll an die Alfa Romeo-Sportwagen der 1920er- und 1930er-Jahre erinnern. Über dem Scudetto findet sich – eingelassen in der Motorhaube – das Markenlogo wieder, das hier wie bei der Alfa Romeo Giulia GTA in monochromen Farben ausgeführt ist. Traditionell setzt es sich aus dem Kreuz des Stadtwappens von Mailand, dem Familienwappen der Adelsfamilie Visconti – die Mailand und Norditalien lange regierte – sowie einer Schlange mit Krone, die ein Kind verschlingt – was auf eine mit dem Adelsgeschlecht der Familie Visconti verbundenen Sage zurückgeht.

Auch die Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer mit 3+3-Anordnung und markanter Lichtsignatur machen den Alfa Romeo Junior auch bei Nacht von weitem unverkennbar. Erstmals wurde die 3+3 Lichtsignatur in der von Zagato gebauten Sportwagen-Kleinserie SZ eingeführt, später unter anderem von der Limousine 159 aufgegriffen. Seit dem Tonale verfügt jedes Alfa Romeo Modell über seine eigene Interpretation dieses Merkmals. Familienfeeling und dennoch indviduell eigenständig.

Von der Seite besticht der Alfa Romeo Junior nicht nur durch die muskulösen Radkästen, sondern auch durch dynamischen Konturen, insbesondere den gewölbten Schwung historischer GT-Modelle wie dem Alfa Romeo 8C. Zudem bestechen die unterschiedlichen serienmäßigen und optionalen Leichtmetall-Felgen des Alfa Romeo Junior durch ihren einzigartigen Charakter und stellen jede für sich eine zeitgenössische Neuinterpretation der klassischen, kreisförmigen Felgenmuster von Alfa Romeo dar. Und nicht nur in den Radnaben findet sich das Markenlogo wieder – sogar auf der C-Säule prangt die Schlange in Kombination mit dem Familienwappen der Visconti. Wer noch nicht lange zur globalen Familie der Alfisti zählt und die hinteren Junior-Türen von außen erkennen sollte, muss zunächst mal deren Griffe suchen. Denn diese hat das Designteam zwischen Seitenfenster und C-Säule bewusst verborgen, um so eine coupéartige Linienführung zu erreichen – wie schon bei den Alfa Romeo-Modellen Alfa Romeo 147, Alfa Romeo 156 und der Alfa Giulietta.

Die Umrahmung des zentralen Kombiinstruments erinnert an das historische Cannochiale-Design (Fernglas-Design) vergangener Alfa Romeo Modelle.

Das optionale schwarze Dach verleiht dem Fahrzeug einen zusätzlichen Hauch von Raffinesse und modernem Flair. Diese elegante optionale Ausstattung ergänzt die dynamische Silhouette des Fahrzeugs mit einem markanten Kontrast.

Ist man mit dem Junior auf der Überholspur vorbei, sticht den nach links blickenden Autofahrern besonders das Heck, das sogenannte „Coda Tronca“, in Gesicht. Dieses „abgeschnittene Heck“ ist fest in der Historie der Marke verankert und nicht nur eine Referenz an legendäre Sportcoupés wie den Alfa Romeo Giulia TZ aus den 1960er-Jahren. Gemeinsam mit den LED-Rückleuchten im 3+3 Lichtsignatur-Design verkörpert das Heck die zeitlose, sportliche Ausstrahlung von Alfa Romeo und sorgt dafür, dass sich der neue Junior aus jedem Blickwinkel unverwechselbar präsentiert. Ein Symbol für Schnelligkeit, Agilität demonstriert der kleine SUV das Erbe der historischen Rennwagen von einst. Denn das steil abfallende Heck im ikonischen Coda-Tronca-Stil und die vorderen Lufteinlässe sind wichtige aerodynamische Details, die Straßenlage optimieren und gleichzeitig den Luftwiderstand und den Energieverbrauch des Alfa Romeo Junior reduzieren.

Auch der Innenraum des Alfa Romeo Junior versprüht Tradition. Wer die Fahrertür des Alfa Romeo öffnet, findet sich unübersehbar in einem Alfa Romeo. So erinnert die Umrahmung des zentralen Kombiinstruments an das historische Cannochiale-Design (Fernglas-Design) vergangener Alfa Romeo Modelle. Und das charakteristische Symbol der Schlange („Biscione“) aus dem Alfa Romeo-Markenzeichen taucht auch im Interieur an etlichen Stellen auf: ob auf den Kopfstützen, den stylisch, gut ausgeformten, straffen und bequemen Sitzen, ob beleuchtet auf den runden Luftauslässen, oben auf der Armaturentafel, in der Ablage und selbstverständlich auf dem Lenkrad des Alfa Junior. Kurz: Der ganze Innenraum versprüht Motorsport, Tradition und Alfa Romeo-Feeling!

Historie

60 Jahre Alfa Romeo Junior

Auf den Spuren legendärer Design-Ikonen

Alfa Romeo – dieser Name steht nicht einfach nur für Autos aus Italien. Alfa Romeo steht für eine Lebenseinstellung. So auch den jüngste Spross: Der Alfa Romeo Junior. Er soll Emotionen wecken und vor allem auch junge Kunden an die italienische Traditionsmarke heranführen und binden – und damit das Erbe der legendären Alfa Romeo Giulia GT Junior in die Zukunft tragen. Das Bertone-Coupés – wie der erste Junior auch inoffiziell genannt wird – bestach bei seiner Premiere 1966 mit seiner einzigartigen Linienführung und war vom Start weg eine Stilikone des Automobildesigns und avancierte in der „Junior“ genannten Einstiegsversion zum damaligen Bestseller und Shootingstar. Kurz: Mit dem GT 1300 Junior wagte Alfa Romeo schon damals Neues und zeigte den nötigen Mut, neue Wege zu gehen.

60 Jahre später soll der erstmals neue elektrifizierte Alfa Romeo Junior wieder Kunden gewinnen, die „sich von Leidenschaft, statt von Vernunft leiten lassen“, wie es in der Werbung heißt. Deshalb überrascht der neue Junior mit kreativen Designdetails, wie der in zwei Varianten verfügbare Junior-Kühlergrill oder dem Biscione (Schlange) aus dem Alfa-Logo, die auf C-Säulen, Sitzbezügen und Luftauslässen des SUV auftaucht. Auch mit der Heckgestaltung im Coda-Tronca-Stil (zu deutsch „abgeschnittenes Heck“) erweist der Alfa Junior Oldtimer-Legenden Referenz: Das Coda Tronca nutzen schon die für den Motorsport gebauten Sportcoupés Giulietta SZ und die nachfolgenden Giulia TZ, welche zahlreiche Motorsporterfolge sammelten.

Die historischen Vorgänger, wie die Alfa Romeo GTA Junior, erzielten ihre zahlreichen Erfolge nicht allein durch pure Motorleistung, sondern durch ihre perfekte Straßenlage (Fahrwerkstechnik) und Leichtbau. So konnten Sie leistungstechnisch überlegene Mitbewerber wie Porsche, Mercedes und BMW oft überlegen bezwingen. Dieser Philosophie folgt anno 2025 die nur 1.614 kg leichte und mit einem Sportfahrwerk ausgestattetete vollelektrische Performancevariante des Modells, der 280 Elektro-PS starke sowie 200 km/h schnelle Alfa Junior Elettrica Veloce, der auf der hauseigenen Teststrecke in Balocco entwickelt wurde, genau am selben Ort wie seine Ahnen. Dazu kommen verschiedene technische Besonderheiten wie ein mechanisches Sperrdifferential. So folgt der Junior in der Veloce-Variante in der pursten Form dem Fokus von Alfa Romeo auf das dynamische Fahrverhalten, insbesondere Kurvenfahrten. In die großen historischen und erfolgreichen Fußstapfen der Alfa Romeo Giulia GTA Junior von 1970 soll er treten. Keine leichte Aufgabe, denn die legendäre Giulia GTA Junior mit ihrem damaligen 1,3-Liter-Vierzylinder zeigte auch prestigeträchtigen Porsche-Sechszylindern wie 914 und 911 T oder Mercedes 280 SL und BMW 2800 CS öfter mal die Endrohre.

Schon 1966 bei der Premiere waren die Verantwortlichen von Alfa Romeo überzeugt, dass die Giulia GT Junior bei ihrer Premiere die heute längst vergessenen Coupés wie Ford Taunus 15 M TS Coupé, Fiat 1500 Pininfarina Coupé, Glas 1300 GT und Lancia Fulvia HF Coupé überholen würde. Und die Kunden spielten mit: Obwohl preiswerter als fast alle Wettbewerber, galt der viersitzige GT Junior als extravagant und war deshalb besonders begehrt. Elf Jahre später nach über 92.000 verkauften „Bertone“-Coupés in allen Varianten und zahlreichen Motorsporterfolgen zog die Fachwelt ein eindeutiges Resümee: Mission erfüllt!

Zum Traum-Sportler von jungen Familienvätern in den tempoverrückten 1960ern avancierte die Giulia GT Junior aber auch durch extrascharfe GTA- und Corsa-Versionen mit bis zu 165 PS (121 kW), die sogar dem Porsche 911 Paroli boten. Nicht zu vergessen das von Ercole Spada gezeichnete und 1969 lancierte Sportcoupé Junior Zagato sowie das dritte Designjuwel mit Junior-Code: der Alfa Spider 1300 von 1968.

Verschiedenen Versionen des oftmals schlicht „Bertone“ oder „Junior“ genannten Viersitzers begeisterten europaweit ganze Autofahrergeneration mit ihren drehfreudigen Motoren. Anfangs mit ihren 1,3-Liter-Vierzylindern, ab 1972 auch mit 1,6-Liter-Aggregaten, serienmäßigem Fünfganggetrieben und vier Scheibenbremsen. Und dass bis Mitte der 1970er Jahre viele Rennfahrer in rot lackierten Boliden über die Ziellinien stürmten, lag das vor allem an Alfa Romeo GTA Coupés mit Quadrifoglio-Glücksbringer.

Übrigens: Das „A“ vom Alfa Romeo GTA stand für „alleggerita“, was so viel wie „erleichtert“ bedeutet und die Leichtmetallkarosserie der Coupés indizierte. Zusammen mit motorischem Feinschliff durch Alfas Hochleistungsschmiede Autodelta war geringes Gewicht die Grundlage für eine eindrucksvolle Kollektion an Meistertiteln. Nicht weniger als 61 Tourenwagen-Championate konnte die Giulia GTA von 1966 bis 1975 für sich entscheiden. Der Blick auf Leichtbau stammt bei Alfa Romeo aus dem Motorsport, schafft es aber auch seit jeher in vielen Serienmodellen, um die markentypische Fahrdynamik zu ermöglichen und auch um Effizienz zu erreichen. Gerade bei vollelektrischen Fahrzeugen kommt diese Expertise der Marke sehr zu gute.

1968 – das Kult-Coupé Alfa Giulia GT Junior Zagato faszinierte bei seiner Premiere 1968 die Automobilsten und wurde in nur 1.500 Einheiten gebaut!

Vermutlich das Schärfste aller Junior-Modelle ist der Alfa Romeo Junior Zagato, das auf dem Turiner Autosalon 1969 vorgestellt und von 1969 bis 1975 vom italienischen Karosseriehersteller Zagato produziert wurde. Die Technik stammte im Wesentlichen von der Alfa Romeo Giulia. Bedingt durch seinen hohen Preis blieb der Junior Zagato selten. Die erste Serie mit der Bezeichnung GT 1300 entstand bis 1972 mit einer Stückzahl von 1.108 Exemplaren. Die zweite Serie namens GT 1600 wurde von 1972 bis 1975 in nur 402 Exemplaren hergestellt. Dank guter Aerodynamik erzielte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h bzw. 185 km/h.

Die vielleicht verführerischste Baureihe in Junior-Spezifikation produzierte Pininfarina: Die Premiere des Alfa Romeo Spider 1750 fand im Januar 1968 auf der Motorshow in Brüssel statt. Gleichzeitig lief die Produktion der 1600er-Version nach über 6.000 gebauten Exemplaren aus. Als Abrundung der Baureihe nach unten präsentiert die Mailänder Traditionsmarke daher schon 1968 den Spider 1300 Junior. Vier Jahre später ergänzt um eine 1,6-Liter-Version, zählt der Spider Junior für Cabrio Fans als Oldtimer bis heute zu den ewig jungen Traumwagen.

Dann kam Alfa Romeos erster Fronttriebler, der Alfasud. Er ebnete schon 1971 den Weg in die moderne Kompaktklasse. Entsprechend wurde der Alfasud für viele Mitbewerber zum Vorbild bei der Konzipierung ihrer Kompaktwagen mit vorne quer eingebautem Motor, Frontantrieb und viertüriger Karosserie mit Schrägheck. Mit Sondereditionen wie dem 1982 aufgelegten Alfasud Junior reiht sich das Golf-Pendant in die Ahnenreihe des heutigen Juniors ein. Auch von weiteren Alfa Romeo Kompaktmodellen – wie der Kompaktlimousine 146 und dem Dreitürer 145 – folgten Junior-Sonderserien.

Als 2008 der Alfa Romeo Mito auf den Markt kam, so hätte dieser fast einen anderen Namen getragen. „Junior“ war hierbei während der Entwicklung der Projektname und möglicher Modellname, doch am Ende machte die Wortkombination aus Milano und Torino - MiTo das Rennen. Zum 100. Jubiläum von Alfa Romeo wurde dann schließlich das Sondermodell Mito Junior lanciert.

Als Hommage an den Bertone „Junior“ von 1966 präsentierte Alfa Romeo 2021 zudem die Sondermodelle Alfa Giulia GT „Junior“ und Alfa Stelvio GT „Junior“ in der klassischen Karosseriefarbe „Ocra Lipari“. Ein Ausflug des „Junior“-Namens in ein gehobenes Fahrzeugsegment.

Und heute? Rund 60 Jahre sind vergangen und Alfa Romeo belebt nicht nur den Namen „Junior“ neu, sondern läutete damit eine neue Ära in der 115-jährigen Firmengeschichte ein. Der Alfa Romeo „Junior“ ist das Einstiegsmodell in die Alfa Romeo Welt und spannt die Brücke zwischen Fahrzeugen mit Verbrennermotorisierung und vollelektrischer Motorisierung. Der Junior ist damit zum Pionier der Marke geworden.

Motor & Antrieb

Zwei Herzen in einer Brust – Temperament trifft Sportlichkeit

Den Alfa Romeo Junior gibt es als Benziner-Hybrid oder mit vollektrischen Antrieb. Ersteren optional mit Allrad, letzteren wahlweise als Performancevariante.

Das unverwechselbare italienische Design, dessen Eigenschaften schon den Alfa Romeo Stelvio und Alfa Romeo Tonale zu Designikonen machte ist nur ein Punkt, mit dem der Alfa Romeo Junior neue Kundinnen und Kunden begeistert. Auch dank modernster Technologie, Sicherheit und Fahrdynamik macht die Junior-Baureihe eine Bella Figura und setzt damit Maßstäbe.

So bietet die Junior-Baureihe die Wahl zwischen Mild-Hybrid-Technologie und rein elektrischem Antrieb (BEV). Der Alfa Junior Ibrida 1,2-Liter-Benziner wird von einem 100-kW-Turbomotor (136 PS) und einem 21-kW-leistenden 48-Volt-Mild-Hybrid-System angetrieben, was eine errechnete Systemleistung von 145 PS (107 kW) ergibt.* Das integrierte E-System dient dazu, den Verbrenner beim Anfahren oder beim Rollen ohne Last mit bis zu 55 Nm kurzzeitig zu unterstützen. Voll unter Spannung stehen dagegen die beiden Modelle Alfa Junior Elettrica mit 156 PS (115 kW) und Alfa Junior Elettrica 280 Veloce mit 280 PS (207 kW).* Die zwei E-Varianten sind zudem mit einer 54 Kilowattstunden fassenden Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet. Im Basismodell reicht dies für zu 410 Kilometer nach WLTP-Standard, im reinen Stadtverkehr laut Alfa Romeo sogar bis zu knapp 600 Kilometer.**

Beim Alfa Junior Elettrica 280 Veloce soll der Name Programm sein: Deshalb stattet Alfa das Topmodell serienmäßig mit einer Tieferlegung (25 Millimeter), einer Sportbremse mit 380 Millimeter großen Bremsscheiben an der Vorderachse, zusätzlichen Stabis und 20-Zöllern aus. Zusätzlich hat Alfa Romeo dem Junior Veloce ein mechanisches Torsen-Differenzial spendiert. Dabei verteilt das Differenzial die Kraft an der angetriebenen Vorderachse dynamisch zwischen dem kurveninneren und kurvenäußeren Rad. In einer Kurve wird so letzteres mit mehr Drehmoment versorgt und für den Fahrer fühlt sich das an, als würde das Auto in die Kurve „hineingesogen“ werden. Go-Kart Feeling mit Straßenzulassung.

In der sportlichen Version Alfa Junior Elettrica Veloce bietet der vollgeladene Akku eine Reichweite bis 344 Kilometer.** An der Schnellladesäule soll die Batterie in weniger als 30 Minuten von zwanzig auf 80 Prozent geladen werden können. Übrigens: Dank einer direkteren Lenkübersetzung lenkt der Junior in allen Versionen agiler ein als alle Plattformbrüder im Stellantis-Konzern.

Doch der Junior wäre nicht ein Alfa Romeo, wenn er nicht – je nach Wunsch – auch sportlich und dynamisch abgestimmt, die Lenkung leichtgängig, direkt und feinfühlig und das Fahrwerk straff und agil abgestimmt werden kann So kann jeder Fahrer jederzeit selbst bestimmen und aus insgesamt 3 Fahr-Modi „Dynamic“, „Natural“ und „Advanced- Efficiency– kurz „DNA“ genannt – auswählen.

Alfa Romeo Junior – seit 2024 schlägt die Zukunft der Traditionsmarke auch vollelektrisch.

Der neue Alfa Romeo Junior Ibrida Q4 rundet das Modellangebot des jüngsten Alfa Romeo Familienmitglieds ab und macht die Junior-Baureihe zur umfangreichsten in diesem Segement. Der Ibrida Q4 kommt so als moderner Allradler daher und kombiniert einen Turbobenziner mit zwei Elektromotoren. Wie beim Ibrida mit Vorderradantrieb treibt auch hier weiterhin ein 1,2-Liter-Dreizylinder und ein in das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe integrierter E-Motor die Vorderachse an. Das zweite Elektroaggregat an der Hinterachse hingegen arbeitet völlig unabhängig und ohne mechanische Verbindung zur Antriebseinheit der Vorderachse. Dadurch reduzierte sich die Anzahl der zusätzlich erforderlichen Bauteile und damit das Fahrzeuggewicht. Zudem kam dies den Platzverhältbissen im Innenraum zu Gute. Und: Das geringere Fahrzeuggewicht hat einen positiven Effekt auf Verbrauch und CO2-Emissionen, die abhängig von der Fahrweise unter 120 Gramm CO2 pro Kilometer sinken.

Darüber hinaus wurde dem Junior Ibrida Q4 als einzige Version der Modellreihe eine Multilink-Einzelradaufhängung an der Hinterachse spendiert, die nicht nur für höchsten Komfort und Fahrspaß sorgt, sondern jederzeit und unter allen Straßenbedingungen optimale Traktion an der elektrischen Hinterachse bietet. Es muss auch niemand Sorgen tragen, dass der Allradantrieb bei einer leeren Hybrid-Batterie nicht bereit stehen würde: Durch die Power-Looping-Technologie kann der Verbrennungsmotor in Echtzeit immer ausreichend elektrische Energie zum Antrieb der Hinterachse generieren.

Die neue Antriebskonfiguration beschert dem Junior Ibrida ergänzend zu den bei Alfa Romeo gängigen Fahrmodi Dynamic, Natural und Advanced Efficiency den Fahrmodus Q4, der die Hinterachse intelligent hinzuschaltet. Resultat: Im Fahrmodus Dynamic nutzt der Ibrida Q4 seine hintere Antriebseinheit für zusätzlichen Schub – ein Boost, der sich beim Herausbeschleunigen aus besonders engen Kurven in punkto Balance positiv bemerkbar macht. Der zusätzliche Fahrmodus Q4 optimiert die Traktion, besonders auf Fahrbahnen mit geringer Haftung. Und: Bis 30 km/h werden alle vier Räder permanent angetrieben – ideal für verschneite Bergstraßen oder nasse Wiesen. Auf einem schlammigen Schotterweg zeigt sich: Traktionsprobleme? Fehlanzeige.

Alfa Romeo Junior Ibrida Q4, kommt als moderner Allradler daher und kombiniert einen Turbobenziner mit zwei Elektromotoren.

Fazit: Ob Vorderradantrieb oder Allrad – die Junioren von Alfa Romeo und der Marke mit dem „Cuore sportivo“, dem sportlichen Herzen, überzeugen mit besonderen Leistungswerten*: Das höchste Tempo erreicht der Mild-Hybrid mit 200 km/h, bei den Versionen Alfa Romeo Junior Ibrida Q4 und Alfa Romeo Elettrica Veloce liegt die Vmax ebenfalls bei 200 km/h. Beim Spurt auf Tempo 100 sind Ibrida und der kleine Elettrica mit 7,9 beziehungsweise 8,0 Sekunden etwa auf Augenhöhe. Hier zieht die Veloce-Version mit 5,9 Sekunden locker davon. Gibt man dem Allrad-Junior im dynamischsten Modus die Sporen, schafft er den Sprint von null auf Tempo 100 in 9,1 Sekunden. Doch die wahre Paradedisziplin eines jeden Alfa Romeos und insbesondere des Junior Elettrica Veloce sind dynamische Kurvenfahrten.

Infotainment, Konnektivität und Navigation

Maximaler Komfort mit besonderen Momenten

Kilometer für Kilometer im Einklang mit digitalen Wegbegleitern

Mit innovativen Technologien und einer modernen Elektronikarchitektur hebt sich der Alfa Romeo Junior auch in punkto Enter- und Infotainment sowie Fahrzeugkonnektivität klar ab. So verwandelte Alfa Romeo seinen kleinen SUV in einen multimedialen Erlebnisraum, mit vielfältigen Möglichkeiten zur Individualisierung. Das Motto: Fokus auf die Bedürfnisse der Nutzer und das Wesentliche: das Fahrerlebnis. So spielte bei der Entwicklung des Alfa Romeo Junior neben dem Design, den Motoren und Antrieben sowie der Fahrwerkkonfiguration auch die Themen Infotainment, Konnektivität, Navigation eine entscheidende Rolle.

Zwei stets serienmäßige 10,25-Zoll-Bildschirme (26 Zentimeter) im Cockpit – einer im zentralen Instrumentenboard, der andere in der Mitte der Armaturentafel – beherbergen alle Informationen, die der Fahrer braucht: Infos zu den wichtigsten Fahrzeugdaten und Assistenzsystemen, zu 360-Grad-Parksensoren, Heckkamera und Infotainment. Ein ausgeklügeltes Gesamtsystem integrierter digitaler Dienste — vom Geschwindigkeits- bis zum Spurhalteassistenten — sorgt für ein optimales Fahrerlebnis. So unterstützt der Alfa Romeo Junior dank Frontkamera, Frontradar, adaptiver Geschwindigkeitsregelung (IACC) und Spurhalteassistent (LC) den Fahrer dabei, mit minimalen Eingriffen immer die richtige Position auf der Straße zu halten, die richtige Geschwindigkeit einzuhalten und in der Mitte der Fahrspur zu bleiben.

Eine vernünftige Routenplanung sucht passende Stromspender aus und berechnet die nötigen Ladezeiten.

Der Alfa Romeo Junior verfügt zudem serienmäßig über ein Kollisionswarnsystem (FCW) mit autonomer Notbremsfunktion (AEB). Das System unterstützt den Fahrer dabei, Kollisionen zu vermeiden, indem es automatisch die Bremsen betätigt, wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert, um ein Auffahren auf das vorausfahrende Fahrzeug, einen Fußgänger oder Radfahrer zu vermeiden. Mittels serienmäßiger Verkehrszeichenerkennung erkennt der Alfa Romeo Junior auch Verkehrsschilder und unterstützt den Fahrer dabei, die Geschwindigkeit des Alfa Romeo Juniors den jeweiligen Straßenbedingungen anzupassen.

Ein ab der Ausstattungsversion Junior „Speciale“ optionales Toter-Winkel-Überwachungssystem checkt ferner auf beiden Seiten des Fahrzeugs eventuell die von hinten und im toten Winkel vorhandenen Fahrzeuge. Der Fahrer kann das System über den Funktionsmodus im Infotainment-Display aktivieren oder deaktivieren. Falls die Gefahr einer Kollision besteht, warnt es den Fahrer über eine LED in den Außenspiegeln und einem Signalton.

Eine optional bestellbare 180-Grad-Kamera bietet über den digitalen 10,25-Zoll-Touchscreen einen umfassenden Überblick über die hintere Umgebung des Fahrzeugs inklusive dynamischer Führungslinien. Diese Kamera wird von 12 Sensoren unterstützt, die in der Heckschürze, den Seiten und der Frontschürze angebracht sind. Bei Fahrmanövern generiert die integrierte Software eine Draufsicht und warnt den Fahrer visuell über das Kombiinstrument und akustisch mit einem Warnton, wenn ein Hindernis erkannt wird.

Und auch daran haben die Entwickler des kleinen SUV gedacht: Ein Aufmerksamkeits-Assistent (DAA) erkennt, wenn der Fahrer Anzeichen von Müdigkeit zeigt. Permanent überwacht das System daher die seitlichen Bewegungen und fordert den Fahrer – falls erforderlich – durch visuelle und akustische Warnungen dazu auf, besser eine Pause einzulegen. Der Fahrer kann dann durch Drücken einer Taste am Lenkrad bestätigen, wenn dem so ist. Darüber hinaus verfolgt das System die Fahrtdauer und das Fahrzeugverhalten und warnt den Fahrer durch optische Signale und ein Symbol auf dem TFT-Display.

Viele Bedienfunktionen im Alfa Junior werden über den Touchscreen gesteuert – kabelloses CarPlay und Android Auto inklusive. Doch aus Gründen der Ergnomie hat Alfa Romeo unter dem mittigen Touchscreen trotzdem zusätzlich klassische Schalter für Klimaanlage und Audiofunktionen integriert. So lassen sich die wichtigsten und häufigsten genutzten Funktionen während der Fahrt am einfachsten bedienen. Zudem lässt sich die Software des Junior over the Air jederzeit und problemlos aktualisieren. Erstmals steht auch der neue Sprachassistent „Hey Alfa“ zur Verfügung, der auf die KI-Software ChatGPT zurückgreift. Ein leistungsfähiger virtueller Beifahrer, der auch Informationen und Ratschläge zu Fahrtzielen oder Orten entlang der Route bietet. Hinzu kommt: Für die Bedienung der Sicherheitsassistenten lassen sich nach Belieben Shortcuts einrichten. Komfortabel ist auch der Routenplaner in der Navigation, der eigenständig die passenden Ladestopps errechnet und in der Karte anzeigt.

Und Entertainment? Sechs Lautsprecher der Harman-Kardon-Anlage entfesseln die emotionale Kraft exzellenten Sounds im Innenraum des Alfa Roemo Junior. Das schafft eindrucksvolle Erlebnisse unterwegs. Der satte, tiefgründige Klang ist präzise auf die individuelle Akustik des Fahrzeuginnenraums abgestimmt und lässt Musik und Sprache so authentisch wirken, als wären sie direkt im Auto entstanden. So verwandeln sich alltägliche Fahrten in eine bewegende Klangreise, die in Erinnerung bleiben.

Eine induktive Ladeschale fürs Smartphone gehört ebenfalls zur Junior Ausstattung.

Die Liebe zum Detail der Alfa Romeo Designer zeigt sich in der eleganten optionalen Ambientebeleuchtung mit acht wählbaren Farben, die unter anderem die Lüftungsdüsen, den Mitteltunnel und die zentrale Instrumentenanzeige im „Cannocchiale“-Design hervorhebt. Ebenfalls den Komfort steigert die 180-Grad-Rückfahrkamera, die elektrisch betätigte Heckklappe mit Gestensteuerung sowie das Keyless-System, das die Türverriegelungen bei Annäherung beziehungsweise Entfernung betätigt. Diese Features sind entweder auststattungsabhängige Serienaustattung oder im Rahmen von Ausstattungspaketen enthalten.

Und noch etwas: Das Navigations-System plant sogar auf Wunsch Boxenstopps – beispielsweise bei bevorzugten Restaurants – ein. Je nach Gusto und mit Wunsch des Fahrers lassen sich so bevorzugte Küchen filtern – heute italienisch oder doch spanisch oder griechisch? Mille Grazie an den, der auf diese Idee gekommen ist. Es muss ein Italiener gewesen sein. Dazu ein bisschen Ambientebeleuchtung für die Stimmung. Kurz: der Alfa Junior ein wahres „Dolce Vita“ der Mobilität.

Fahrbericht

Der Fokus liegt auf dem Wesentlichen – das Fahrerlebnis

Unterwegs im Alfa Romeo Junior Elettrica

Vor uns steht der Alfa Romeo Junior Elettrica in der Einführungsedition „Speciale“ mit 115 kW (156 PS)*, der mit einigen zusätzlichen Optionen für rund 8.000 Euro1 vorgefahren ist – dazu zählen zum Beispiel das elektrische Panorama-Glasschiebedach und die beiden Pakete „Technologie“ und „Sport“. Sie beinhalten unter anderem LED-Matrix-Scheinwerfer, Parksensoren und als Besonderheit Sportschalensitze vom Motorsportspezialisten SABELT. Der im Dreischichtmetalliclack und Farbton „Rosso Brera“ veredelte Italo-Stromer ist sicher nicht, wie viele andere E-Autos, glattgeschliffen und charakterlos. Es gibt unzählige Details, an denen das Auge hängen bleibt. Zum Beispiel die 3+3 LED-Matrix-Scheinwerfern, der mattschwarze Kunststoff an den Stoßfängern, an den Radkästen, die Seitenschwellern, die abgedunkelten hinteren Scheiben und vor allem an dem speziellen Kühlergrill, dem sogenannten Scudetto sowie seinem Coda Tronca genannten Heck. Die Einführungsedition „Speciale“ wird zwar bald durch andere Ausstattungslinien abgelöst, doch wurde uns von Alfa Romeo versichert,dass jede der Optionen hier auch für die anderen Versionen verfügbar ist.

1UPE des Herstellers ab Werk

Sportschalensitze vom Motorsportspezialisten SABELT.

Also rein mit unserem Gepäck für unseren Roadtrip. Die Heckklappe öffnet elektrisch und offenbart Zugang zu einem Laderaum, der zwischen 400 und 1265 Litern – je nach Stellung der Rücksitzlehnen – bietet. Übrigens: Der Mild-Hybrid bietet zusätzlich noch 15 Liter mehr Kofferraumvolumen – viel Platz für einen SUV im B-Segment und obendrein ein Spitzenwert in dieser Fahrzeugklasse. Praktisch: Selbst der Laderaumboden lässt sich in drei Höhen verstellen. Ist er ganz oben eingehängt, ergibt sich eine topfebene Ladefläche ohne Ladekante. Perfetto!

Der Kofferraum des Alfa Romeo Junior überzeugt mit seinem großzügigen Fassungsvermögen von bis zu 415 Litern.

Dann heißt es, bitte einsteigen, die straffen, körperbetont geschnittenen Schalensitze in Position bringen und anschnallen. Sitze und Sportlenkrad sind mit hochwertigem Kunstleder und dem sonst nur aus Sportwagen bekannten Alcantara bezogen – eine gelungene Kombination. So wirkt der ganze Innenraum hochwertig, stylisch und versprüht sofort Sportlichkeit ala Alfa Romeo. Sofort findet man sich zurecht. Die Spiegel lassen sich wie gewohnt über einen Schalter in der Armlehne und nicht wie in anderen Elektrofahrzeugen über den Zentralbildschirm und Lenkradtasten einstellen.

Das griffige, klar strukturierte Leder-Volant kommt mit einfach zu bedienenden Druckknöpfen und Schalthebeln daher. Die Bedientasten am Lenkrad für Lautstärke, Senderwahl und dergleichen sind sinnig und geben beim Drücken haptisch eine Rückmeldung. Hinter dem Lenkrad liegt ein zentrales, übersichtliches digitales Infodisplay im „Cannocchiale“-Design, das markentypischen Rundinstrumenten zahlreicher historischer Alfa Romeo Modelle nachahmt, und nicht nur die Geschwindigkeit direkt im Blickfeld anzeigt. Der serienmäßige 10,25-Zoll-TFT-Bildschirm mit 26 Zentimeter Bildschirmdiagonale bietet Informationen zu den wichtigsten Fahr- und Fahrzeugdaten sowie zu den Einstellungen beispielsweise der Fahrerassistenzsysteme. Besonders gut gefällt uns, dass die Hommage an die klassischen Instrumentenhöhlen zudem den digitalen Instrumenten-Bildschirm vor störenden Reflexionen schützt. Eine gekonnte Fusion der neuesten Technik mit klassischem Design.

Passend zum sportlichen Charakter des Junior ist auch die zum Fahrer hingeneigte breite Mittelkonsole, die den Arbeitsplatz klar vom Beifahrer trennt. Mit einem weiteren 10,25-Zoll-Screen, über den Infotainment, Konnektivität und verschiedene Fahrzeugeinstellungen gesteuert werden. Damit der Sprung in die Moderne auch für alteingesessene Alfisti erleichtert, hat Alfa Romeo seinem Junior zusätzlich eine Leiste von Schaltern unterhalb des Displays spendiert, mit denen sich beispielsweise die Klimatisierung steuern lässt. Alles wirkt typisch Alfa Romeo und gewollt, denn man könnte denken, dass man hier nicht in einem E-Auto, sondern in einem sportlichen Benziner oder Diesel sitzt.

Zwei serienmäßige 10,25-Zoll-TFT-Bildschirme und die zum Fahrer hingeneigte breite Mittelkonsole trennen den Arbeitsplatz des Fahrers klar vom Beifahrer.

Doch wie fährt sich der Alfa Romeo Junior Elettrica? Spannend, überraschend und sportlich zugleich – selbst in Fahrt lässt der Junior kurz vergessen, dass ein E-Motor anschiebt. Der nur im Innenraum hörbare Sound, der keinen Motor nachahmen soll, sondern entfernt an eine Turbine erinnert, klingt sorgfältiger Entwicklung angenehm und vermittelt einen Eindruck von dem Betrieb des Antriebsstrangs, ohne aufdringlich zu werden. Man genießt den Komfort aber nicht in völlig entkoppelter Stille.

Dank schlüsselloser Motorstartfunktion starten wir den Motor per Knopfdruck und stellen den „DNA“-Fahrmodi-Wippschalter auf Dynamic, um E-Motor, Lenkung und Pedale scharf und die Rekuperation abzustellen. Übermütig stürzt sich unser Alfa Romeo in die ersten Kurven. Geht’s gut oder schiebt er über die angetriebenen Vorderräder? Kein Problem, der Junior liegt satt auf der Straße. Das sportliche Fahrwerk unterdrückt jegliche Seitenneigung. Erteilte Kursbefehle am Lenkrad überträgt die direkt abgestimmte Lenkung durchweg erfreulich präzise auf die Straße und lässt den Junior mit kleinsten Bewegungen am Volant dynamisch ums Eck eilen. Dabei erfüllt das sorgsam gestraffte, aber trotzdem mit Langstreckenkomfort versehene Fahrwerk ebenfalls den Premiumanspruch der italienischen Marke. Die akustisch zurückhaltende 18-Zoll-Bereifung im Format 215/ 55 R 18 unseres Junior passt ebenfalls prima zum harmonischen Abrollcharakter. Und auch die vier Scheibenbremsen lassen sich im Fall der Fälle in ihrer Wirkung fein dosieren – und wenn es mal wirklich sein muss, packen sie beherzt zu. An dieser Stelle ist hervorzuheben, dass Alfa Romeo bei der vollektrischen Version des Juniors die Scheibenbremsen rundherum beibehält. Das ist zudem lobenswert, da nicht wenige Hersteller am Markt bei ihren kleinen vollelektrischen Stromern hinten wieder die alten Trommelbremsen zurückbringen. Alfa Romeo hingegen bleibt auch hier seiner Tradition treu, hat die Marke doch schon Anfang der 1960er ihre Modelle mit Scheibenbremsen rundherum versehen.

Nicht nur auf langen Geraden auf den kurvenreichen Etappen bleibt das Fahrwerk klar auf Kurs und hält die ihm vorbestimmte Spur. Der unter dem italienischen Blechkleid steckende 115 kW-starke Elektromotor – also die insgesamt 156 PS – garantieren sportlich, entspanntes Fahren. Hinzu kommt die hervorragende Geräuschdämmung des E-SUV, selbst bei höheren Geschwindigkeiten. Gerade bei sportlicheren Fahrweisen hält der Junior souverän die Spur und das Fahrwerk je nach gewähltem DNA-Fahrmodus seine Stärken aus. Dabei liegt das maximale Drehmoment von 260 Nm, wie typisch für E-Autos, sofort an. Folge: Beim kräftigen Tritt aufs Gas geht’s zügig voran, vor allem im „Dynamic“-Modus. Dann fühlt sich das Auto noch mal ein Tick spritziger an. So geht es flott, falls möglich, von 0 auf 100 km/h in rund 9 Sekunden.

So oder so, die Höchstgeschwindigkeit liegt beim regulären Junior Elettrica abgeriegelt bei 150 km/h. Wer es schneller liebt und elektrisch fahren will, für den bietet Alfa Romeo den 200 km/h schnellen Alfa Romeo Junior Veloce an. Er beschleunigt in 5,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h. Garant dafür ist der extra für die Veloce-Version entwickelte Hybrid-Synchronmotor, dessen maximales Drehmoment bei 345 Newtonmeter und einer Leistung von 207 kW, also umgerechnet 280 PS liegt.* Der komplett neue Antriebsstrang des Veloce wurde von Stellantis Motorsport in enger Zusammenarbeit mit dem Alfa Romeo Ingenieursteam entwickelt. Zudem wurde der Antriebsstrang – weltweit erstmalig in einem E-Auto – mit einem mechanischen Torsen-Sperrdifferenzial kombiniert. Sobald ein Rad durchzudrehen droht, wird das überschüssige Antriebsmoment zum gegenüberliegenden Rad geleitet. Ebenfalls mit an Bord des Veloce sind zudem verstärkte Stabilisatoren und ein um 2,5 Zentimeter tiefergelegtes Sportfahrwerk. Und wer dann weiß, dass der Alfa Romeo Junior Electtrica Veloce lediglich 1.614 Kilo wiegt – gut 200 Kilo weniger als die meisten E-Autos in seinem Segment – dem leuchtet sofort ein: Dieser E-Junior bringt seine 280 PS perfekt auf die Straße, zieht sich förmlich selbst in und durch die Kurven und bleibt auch bei hohen Tempi sicher und stabil. Traktionsprobleme? Fehlanzeige!

Der vollelektrische Alfa Romeo Junior lädt mit bis zu 100 kW von 20 Prozent auf bis zu 80 Prozent in etwa 30 Minuten an der Schnellladesäule.

Auch in punkto Laden und Ladeplanung zeigt sich der vollelektrische Alfa Romeo Junior auch bei unseren Testfahrten im Alfa Romeo Junior Ellettrica Speciale innovativ und smart: Per Sprachsteuerung errechnet das System schnell die ideale Route bis zum Ziel und präsentiert zudem eine komplette Ladeplanung mit den notwendigen Stopps, wobei für jeden der Ladestand beim Erreichen der Ladesäule, die empfohlene Ladedauer und die aktuelle Belegung der Säulen auf dem Digital-Screen angezeigt wird. Niemand läuft so Gefahr, die Batterie versehentlich leer zu fahren.

Der Akku bzw. die Lithium-Ionen-Batterie hat eine nutzbare Speicherkapazität von 51 kWh (brutto: 54 kWh), was laut WLTP eine Reichweite von bis zu 410 Kilometern** ermöglicht – abhängig davon, in welchem Modus man unterwegs ist. Beim Schnellladen mit 100 kW (Gleichstrom) ist das Akkupaket in weniger als 30 Minuten von zwanzig auf 80 Prozent aufgeladen. Während des Ladevorgangs informieren sowohl die Displays im Innenraum über den Ladeprozess als auch die LED an der Ladebuchse. Das AC-Laden klappt mit bis zu 11 kW – perfekt für die heimische Wallbox. Und wer es mal eilig hat, nutzt einfach unterwegs den CCS-Anschluss und lädt mit bis zu 100 kW an der Schnellladesäule. Damit sind 20 bis 80 Prozent in etwa 30 Minuten drin – perfekt für einen Espresso- oder Latte Macchiato-Stopp. Wem die 54 kWh Speicherkapazität im Vergleich zu Mitwettbewerbern geringer erscheinen, sollte jedoch den bereits erwähnten Gewichtsvorteil des Alfa Romeo Juniors berücksichtigen: Schließlich liegt seine Reichweite durch Gewichtsersparnis auf dem gleichen Niveau, wie bei Fahrzeugen mit größerer Batterie und Gewicht. Man merkt, dass die Leichtbaukompetenz der Marke Alfa Romeo auch im Elektrozeitalter Früchte trägt.

Fazit

Der Alfa Romeo Junior Elettrica ist kein Kompaktstromer von der Stange. Er ist ein klares Statement – für alle, die auch beim E-Auto nicht auf Emotionen verzichten wollen. Es steht außer Frage: Alfa Romeo kann Fahrwerk und die Übertragung dieser Kompetenz ins Elektrozeitalter ist den italienischen Ingenieuren mit dem Italo-SUV bestens gelungen. Und: Der Junior bietet spürbare Ingredienzien, die sich selbst echte Alfisti schon immer wünschten und hat genau die richtige Dosis italienischen Temperaments.

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