So viel Handwerkskunst steckt im Mazda CX-80

Mit dem Mazda CX-80 stellen die Japaner das neue Flaggschiff ihrer Modellpalette vor. Für AUTO BILD Grund genug sich anzusehen, mit wie viel „Crafted in Japan“ das große Crossover entwickelt wurde

Takumi – mehr als eine Ausstattungslinie

Die Tradition zur Perfektionierung des Handwerks ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Oft widmet ein Handwerksmeister – japanisch „Takumi“ – sein ganzes (Berufs-)Leben der Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten. Durch ein immer tiefergehenderes Verständnis zum Werkstoff und dessen Verarbeitung nähert er sich so dem Ideal an. Ob beim Schmieden von Messern aus Damaststahl, deren Verwendung in der Sushi-Küche oder dem Schreinern traditioneller Holzmöbel – überall sind die Takumi auf der Suche nach Perfektion. Und das ist auch beim Entwicklungsprozess der Fahrzeuge von Mazda so.

Vorstellung Dennis Voth

Mit dem CX-80 hat Mazda jetzt sein bislang größtes und luxuriösestes Modell für den deutschen Markt vorgestellt. Für AUTO BILD Grund genug, einmal hinter die Kulissen zu blicken und sich anzuhören, wie viel dieser Philosophie – die bei Mazda „Crafted in Japan“ genannt wird – in das Design und die Entwicklung des neuen Crossover-Flaggschiffs eingeflossen ist.

Dafür haben wir uns bei der Weltpremiere in Oberursel (Taunus) nicht nur den CX-80 genau angesehen, sondern mit Jo Stenuit (Design Director Mazda) und Christian Schultze (Director Research & Operations Mazda) gesprochen.

Das ist der neue Mazda CX-80

Als neues Top-Modell der Crossover-Palette mit sechs oder sieben Sitzen ist der Mazda CX-80 ein Herausforderer im Premium-Segment

Der Mazda CX-80 im Überblick

Mit dem CX-80 erweitert Mazda sein Crossover-Portfolio um einen knapp fünf Meter langen Sechs- bzw. Siebensitzer. Nach dem Mazda CX-60 basiert er als zweites Modell der „Large Product Group“ des japanischen Herstellers für Europa auf der „Skyactiv Multi-Solution Scalable Architecture“ für Fahrzeuge mit längs eingebauten Antrieben.

Drei verschiedene Sitzkonfigurationen mit sechs oder sieben Sitzen sind verfügbar. Dabei unterscheidet sich jeweils die zweite Sitzreihe: Als Siebensitzer-Variante ist eine verschiebbare 40:60 geteilte Dreiersitzbank verbaut, in den Sechssitzer-Versionen (jeweils mit Durchgang oder Mittelkonsole) verfügt der Mazda CX-80 über eine sogenannte „Captain Seat“-Konfiguration mit zwei Einzelsitzen. Fünf Ausstattungslinien gibt es für den Mazda CX-80: Exclusive-Line, Homura, Takumi, Homura Plus und Takumi Plus.

Ein 360-Grad-Monitor mit „See-Through View“-Funktion macht Bereiche vor dem Fahrzeug sichtbar, die von der Karosserie verdeckt sind. Die neue „Trailer Hitch View“-Funktion erleichtert das Ankuppeln eines Anhängers (bis zu 2.500 Kilogramm können an den Haken genommen werden) per Darstellung auf dem zentralen 12,3-Zoll-Infotainment-Touchscreen. Handys lassen sich kabellos mit Apple CarPlay oder Android Auto verbinden. Zudem sorgt die Alexa-Sprachsteuerung dafür, dass der Fahrer die Hände stets am Lenkrad behalten kann.

Für den Mazda CX-80 stehen zwei elektrifizierte Antriebe zur Wahl: der Plug-in-Hybrid e-Skyactiv PHEV und der 3,3-Liter Reihensechszylinder-Dieselmotor e-Skyactiv D 254 mit 48-Volt Mazda M Hybrid Boost System. Beide Motorisierungen sind an ein Achtstufen-Automatikgetriebe gekoppelt und standardmäßig mit dem Mazda Allradsystem i-Activ AWD kombiniert.

Interview mit Jo Stenuit

Seit über 25 Jahren ist Jo Stenuit bei Mazda und davon fünf Jahre der kreative Kopf des europäischen Design-Teams

„Ich denke wie ein echter Takumi“

„Wir machen noch viel in Handarbeit und modellieren mit Ton“, sagt Design-Direktor Jo Stenuit, „so fließt auch die Persönlichkeit des Modelleurs ins Design ein.“ Nach dem Prinzip „Less is more“ gestalten die Designer die auf ein Minimum reduzierten Flächen bis zur Perfektion. „Beim Exterieur des CX-80 zeigt sich ‚Crafted in Japan‘ insbesondere bei den Proportionen“, sagt Jo Stenuit. „Die Fahrzeuglänge gab uns die Möglichkeit, dem Kodo-Design den Platz zu geben, sich auf den großen Flächen voll zu entfalten.“ Beim Interieur sorgen die Auswahl an Materialien und die Anordnung von Flächen und Bedienelementen für ein Gefühl der Behaglichkeit und Fahrkomfort.

Crafted in Japan beim Design des CX-80

Jo Stenuit: Crafted in Japan

Interview mit Christian Schultze

Christian Schultze ist bei Mazda Europe Director Research & Operations und Deputy General Manager und mit Laib und Seele seiner Aufgabe verschrieben

Handwerk für die gute Fahrt

„Neben dem Design geht es bei Mazda auch in technischer Hinsicht bei der Fahrzeugentwicklung darum, dem Fahrer ein vollkommenes Erlebnis zu bieten“, sagt Christian Schultze. „Nach den japanischen Lehren von ‚Crafted in Japan‘ bedeutet das für uns, das Fahren gleichermaßen sicher wie qualitativ komfortabel zu machen.“ Dafür hat der CX-80 Features wie das hoch entwickelte Matrix-LED-Licht, ein umfassendes Paket an Komfort und Sicherheitsassistenten sowie ausgeklügelte Fahrwerks- und Antriebskomponenten an Bord. „Besonders stolz sind wir auf unseren effizienten Reihensechszylinder-Diesel“, sagt Schultze.

Crafted in Japan bei der Technik des CX-80

Christian Schultze: Crafted in Japan