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Führerschein

Für die meisten Jugendlichen ist er gleichbedeutend mit grenzenloser Freiheit: der Führerschein. Spätestens mit 18 Jahren stand wohl jeder vor der Entscheidung, die Fahrerlaubnis fürs Auto zu beantragen. Der Einstieg in die Motorisierung kann aber auch schon früher beginnen: Bereits mit 15 können Heranwachsende eine Prüfbescheinigung bekommen und damit ein Mofa fahren, Tempo 25 km/h. Viele sparen sich jedoch diesen Schritt und warten bis zum 16. Geburtstag. Dann haben sie die Wahl zwischen der Klasse AM (max. 45 km/h oder max. 50 cm3; E-Motoren bis 4 kW) oder A1 für Leichtkrafträder bis 125 cm3 und 11 kW ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Und wer lieber mit dem Traktor in die Schule fahren möchte – die Klasse L erlaubt das Fahren mit Zugmaschinen und einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Klasse T gestattet das gleiche Tempo, allerdings darf hier die bauartbedingte Geschwindigkeit des Fahrzeugs bis zu 60 km/h betragen, der Fahrer darf aber bis zu seinem 18. Geburtstag 40 km/h nicht überschreiten.

Seit 2004 gibt es – zunächst nur in Niedersachsen, seit 2011 im ganzen Bundesgebiet – die Möglichkeit des begleiteten Fahrens ab dem 17. Geburtstag (BF17). Dazu kann sich der Fahranfänger ein halbes Jahr vorher bei der Fahrschule anmelden, drei Monate vorher die theoretische Prüfung absolvieren und einen Monat vorher die praktische. Außerdem muss er mindestens eine Begleitperson benennen, die:
– mindestens 30 Jahre alt ist,
– die letzten fünf Jahre ununterbrochen im Besitz eines Pkw-Führerscheins war,
– und zum Zeitpunkt der Antragstellung höchstens einen Punkt in Flensburg hat.
Die Begleitperson muss auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, darf nicht in die Fahrzeugbedienung eingreifen, allerdings empfiehlt das Verkehrsministerium zur besseren Übersicht die Montage von doppelten Innen- und Außenspiegeln. Und es gilt die 0,5-Promille-Grenze.

Wichtig: Mit Erteilung der Prüfbescheinigung für BF17 beginnt auch die zweijährige Probezeit für Fahranfänger. Zum 18. Geburtstag wird dann die Fahrerlaubnis der Klasse B ohne weitere Prüfung vom Straßenverkehrsamt erteilt. Und wer mit 16 den A1 machte, kann diesen mit 18 nach einer weiteren Prüfung auf A2 umschreiben lassen und dann bis zu 35 kW bewegen. Nach weiteren zwei Jahren Fahrpraxis folgt dann die „offene“ Klasse A ohne Beschränkungen. Weitere Klassen:
– E für Pkw-Anhänger,
– C1 für Leicht-Lkw von 3500 bis 7500 Kilo zulässiges Gesamtgewicht,
– C für schwere Lkw.

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