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Nürburgring

1927 eröffnet, ist der in der Hocheifel nahe des Städtchens Adenau gelegene Nürburgring Deutschlands traditionsreichste aktive Rennstrecke. Sein Bau begann 1924 auf Initiative des ADAC-Rheinland und als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die strukturschwache Eifel. Kernstück ist die 20,8 Kilometer lange Nordschleife, von Weltmeister Jackie Stewart auch Grüne Hölle getauft, die bis 1976 auch von der Formel 1 befahren wurde, ehe Niki Lauda dort am 1. August in einem Feuerunfall sein Ohr verlor.

Lauda war auch wieder mit von der Partie, als am 12. Mai 1984 die neu gebaute Grand-Prix-Strecke eingeweiht wurde. Rund 4,5 km lang, war sie nach neuesten Sicherheitserkenntnissen gestaltet und abwechselnd mit dem Hockenheimring auch wieder Schauplatz der Formel 1. Größtes Event jedoch ist das alljährlich im Sommer stattfindende 24-Stunden-Rennen mit rund 200 Startern in den unterschiedlichsten Klassen, das von hunderttausenden Fans rund um Nordschleife und Grand-Prix-Kurs verfolgt und live im Fernsehen übertragen wird.

Aber am Nürburgring gibt es nicht nur Motorensound zu erleben. Bereits die Eröffnungsparty des Umbaus wurde 1984 mit einem großen Open-Air-Konzert gefeiert und ein Jahr später gab es das erste Rock-am-Ring, zunächst mit einer Bühne auf der Rückseite der Boxengasse, später das wichtigste Musik-Event Europas. Bis 2014, da war die Nürburgring-GmbH bereits zwei Jahre insolvent. Ursache: Der Ring sollte Event-Zentrum werden, mit Hotels, Museen und einer Achterbahn, die sich technisch nicht in den Griff kriegen ließ. 2009 war der Umbau vollendet, 330 Millionen Euro verbuddelt, nur die Gäste blieben aus. Verkaufsversuche folgten, ein Autozulieferer erhielt den Zuschlag, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits selbst insolvent. Ende 2014 war der Stand, dass ein russischer Investor einsteigen wollte und zumindest der Rennbetrieb für 2015 gesichert sein sollte.

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