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Panzer

Die Geschichte des Panzers oder Panzerkampfwagens begann 1906, als Austro Daimler in Wiener Neustadt eine Art verkleideten Lkw mit Allradantrieb und einer drehbaren Kuppel mit zwei Maschinengewehren darin vorstellte. Verkauft wurde das seltsame Fahrzeug schließlich nach Frankreich, wo auch die erste Panzerschlacht im Ersten Weltkrieg geführt wurde. Die dabei eingesetzten Geräte besaßen jedoch bereits das charakteristische Kettenfahrwerk, das besonders im unwegsamen Gelände Vorteile bietet, auf der Straße hingegen die mögliche Geschwindigkeit begrenzt.

Im Zweiten Weltkrieg galt die Panzerwaffe dann als ausgereift und wurde in großen Stückzahlen gebaut, der amerikanische Sherman über 49000-mal, der russische T-34 gar 80000-mal und der eifrig exportierte Nachfolger T-54/55 brachte es später zusammen auf über 100000 Exemplare. Die Bauweise ist übrigens weitgehend identisch: In eine Wanne aus Stahl oder Gusseisen wird hinten ein Motor gesetzt, der die hinteren, oberen Rollen des Kettenlaufwerks antreibt, oben drauf ein drehbarer Turm mit einer Kanone und vorn drin ein Fahrer.

Unterschiede gab es hingegen in der Motorisierung und der Kraftübertragung: Russen und Amerikaner mühten sich unsynchronisierten Schaltgetrieben mit fünf Vorwärtsgängen und maximal 500 PS ab, der deutsche Tiger-Panzer hatte ein halbautomatisches Achtganggetriebe und 700 PS. Wer sich so etwas mal aus der Nähe ansehen möchte: Das Deutsche Panzermuseum in Munster ist gut sortiert; der daneben liegende Truppenübungsplatz liefert die akustische Untermalung für den Besuch. Nur einen Panzer mieten oder fahren kann man dort nicht.

Erster deutscher Panzer nach dem Krieg war der 1964 vorgestellte Leopard, ausgerüstet mit einem Zehnzylinder-Vielstoffmotor von MTU (830 PS) und einem Automatikgetriebe von ZF, gebaut bis 1984 und ein Exportschlager der Rüstungsindustrie. Sein Nachfolger Leopard 2 wurde ab 1979 produziert und leistete mit seinem Zwölfzylinder-Dieselmotor 1500 PS, die über eine aus Automatikgetriebe und Lenkung bestehende Kraftübertragung an die Ketten gelangen. Der Leo 2 wird heute noch im Ausland in Lizenz produziert. Bei der Bundeswehr wird sein Bestand allmählich auf 225 Exemplare reduziert. Deutlich häufiger ist dort der Fuchs anzutreffen, ein sechsrädriger Radpanzer, der bis 1993 in 1031 Exemplaren ausgeliefert wurde. Er ist in den unterschiedlichsten Versionen ausrüstbar, schwimmfähig, im Wasser bis 10 km/h und auf der Straße bis 96 km/h schnell und darf in keinem Bericht über die Bundeswehr in Afghanistan fehlen.

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