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Ratgeber

Motorrad-Lederkombi Vergleich 2018

Wir präsentieren Ihnen die besten Motorrad-Lederkombinationen auf dem Test- und Vergleichsportal von AUTO BILD.

Kaufberatung zum Motorrad-Lederkombi-Test bzw. -Vergleich: Wir helfen Ihnen, Ihren Motorrad-Lederkombi-Testsieger zu finden!

  • Lederkombinationen für das Motorrad können den Fahrer vor Verletzungen schützen. Sie bestehen meistens aus Rinds- oder Känguruleder, sind äußerst abriebfest und mit verschiedenem schützendem Zubehör versehen.
  • Protektoren an Ellenbogen, Schultern, Knie, Hüfte und Rücken der Lederkombi können Prellungen dämpfen. Elastische Einsätze sorgen dafür, dass die Motorradkombi bequem sitzt und den Fahrer nicht zwickt.
  • Es lassen sich Lederkombi-Einteiler und -Zweiteiler unterscheiden. Zweiteiler sind zwar die Variante mit höherem Tragekomfort, aber sie sind auch weniger reißfest, wenn es zu einem Unfall kommt.

motorrad-lederkombi-test

Laut einer Statistik des Statistischen Bundesamts betrug der Anteil der Motorradfahrer am gesamten Unfallgeschehen in Deutschland im Jahr 2015 rund 46 % – dabei wurden 14,5 % schwer und 6 % leicht verletzt.

Um die Verletzungen bei einem Sturz mit dem Motorrad einzudämmen, sollten Fahrer nicht nur einen Helm, sondern auch weitere Schutzbekleidung tragen. Neben Handschuhen und  Motorradstiefeln können dazu auch Motorradkombis gehören.

In unserem Motorrad-Lederkombi-Vergleich 2018 stellen wir Ihnen einteilige und zweiteilige Kombis aus Leder vor und erläutern, auf welche Kriterien Sie achten müssen, um möglichst sicher mit dem Motorrad auf Tour gehen zu können.

1. Eine Lederkombi bietet Schutz beim Motorradunfall

lederkombi-spidi

Eine Motorradkombi (hier von der Marke Spidi) kann zum Beispiel aus Rindsleder bestehen und soll den Fahrer vor schweren Verletzungen schützen.

Wer bei einem Unfall mit dem Motorrad bestmöglich geschützt sein möchte, sollte neben einem Helm, der als einziger Teil der Schutzbekleidung hierzulande gesetzlich vorgeschrieben ist, auch eine Motorrad-Lederkombination (kurz: Lederkombi) tragen.

Eine Motorradkombi ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Fahrer bei einem Unfall über die Straße rutscht. Den Schutz des Fahrenden verstärken bei einer Lederkombi:

  • Protektoren zur Dämpfung des Aufpralls
  • Schleifschützer (wandeln die Energie des Aufpralls in eine Rutschbewegung um)
  • sehr hohe Abriebfestigkeit
  • besonders feste Sicherheitsnähte.

Die meistens schwarze Motorrad-Lederkombi bedeckt fast den gesamten Körper. Die Kombi ist mit Protektoren an den Stellen versehen, die bei einem Schutz besonders anfällig für Verletzungen sind: Ellenbogen, Knie, Schultern und Rücken bzw. Wirbelsäule.

Bereiche Ihres Körpers wie etwa die Füße oder den Kopf können Sie durch den obligatorischen Sturzhelm und durch Motorradstiefel mit Protektoren schützen. Für mehr Informationen hierzu, besuchen Sie auch unsere Vergleiche zu Motorradstiefeln und Motorradhelmen.

Norm  EN 13595: Für Motorradkombis existiert eine Norm, bei der die Kombi als Ganzes – Jacke und Hose – geprüft wird. In der Norm sind zum Beispiel Aufbau, Festigkeit der Nähte und Abriebfestigkeit festgelegt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie eine Motorrad-Lederkombi kaufen, die nach EN 13595 geprüft wurde.

Neben Textilkombis (etwa aus Cordura) gibt es Lederkombis für Motorradfahrer. In unserem Motorrad-Lederkombi-Vergleich soll die Schutzbekleidung aus Leder im Vordergrund stehen. Wir haben Ihnen die Vor- und Nachteile von Lederkombinationen zusammengestellt:

  • kann vor Prellungen und Brüchen schützen
  • verhindert Verbrennungen durch Schleifen über den Asphalt
  • bietet guten Schutz vor Zugluft und Kälte
  • Beweglichkeit leicht eingeschränkt
  • An- und Ausziehen unkomfortabel (vor allem bei Einteilern)
  • tierischen Ursprungs – nicht für Veganer geeignet

2. Einteiler oder Zweiteiler? – Lederkombi-Typen

Es gibt zwei Kategorien von Lederkombinationen: Einteiler und Zweiteiler. Um eine Entscheidung treffen zu können, welches die beste Motorrad-Lederkombi für Sie ist, hilft Ihnen unsere Tabelle weiter:

Art der Lederkombi Beschreibung
einteilige Lederkombi

einteiler-kombi

 

  • Einteiler gelten als sicherer als Zweiteiler, da sie bei einem Sturz nicht so leicht zerreißen
  • Insofern der Einteiler passt, lässt er sich bequem tragen.
  • Das An- und Ausziehen von Einteilern kann mitunter etwas schwierig sein und für den Gang zur Toilette sollte man etwas mehr Zeit einplanen.
  • Meistens sind Einteiler im Preis höher als Zweiteiler.
  • Lederkombinationen, die aus einem Teil bestehen, gibt es zum Beispiel von Marken bzw. Herstellern wie Alpinestars, XLS, Spidi, German Wear, Schwabenleder, Revit, Dainese, Vanucci oder Held.
zweiteilige Lederkombi

zweiteiler-lederkombi2

  • Zweiteiler bestehen aus Motorradjacke und Motorradhose.
  • Ihr Vorteil: Das Anziehen von Zweiteilern geht leichter als das von Einteilern.
  • Zweiteiler zu kaufen ist in der Regel auch einfacher, da man Hose und Jacke in unterschiedlichen Größen variieren kann.
  • Wichtig ist, dass beide Teile sicher miteinander kombiniert bzw. verbunden werden können (sie sollten daher gleicher Bauart sein) – hierfür dient ein im Leder (nicht im Textilfutter) vernähter Reißverschluss.
  • Zweiteiler gelten als weniger sicher bei Unfällen als Einteiler, da sie zerreißen können.
  • Sie kosten meist weniger als Einteiler.
  • Lederkombinationen, die aus zwei Teilen bestehen, gibt es zum Beispiel von Marken bzw. Herstellern wie Dainese, Büse, Tschul, Alpinestars, Held, Vanucci, L&J, Bohmberg, Schwabenleder oder XLS.

3. Kaufberatung für Motorrad-Lederkombis: Darauf sollten Sie achten

3.1. Schutzfunktion: Protektoren, Nähte und Schleifer

EN 1612 für Protektoren

Neben der Norm für die Kombi als Ganzes gibt es auch die Norm EN 1612 eigens für Protektoren.

Die Protektoren, die nach Europäischer Norm zertifiziert wurden, haben sich in unabhängigen Tests als besonders sicher erwiesen.

Das Wichtigste an einer Lederkombi ist ihre Schutzfunktion. Insbesondere wenn Sie auf der Suche nach einer günstigen Motorrad-Lederkombi sind, sollten Sie diesen Punkt nicht vernachlässigen und genau schauen, wie gut das Kleidungsstück verarbeitet ist.

In der Regel sind Motorradkombis bereits mit Zubehör ausgestattet, die dem Schutz dienen:

    • Sicherheitsnähte: sehr feste, verdeckte Nähte, die nicht reißen, wenn der Fahrer z. B. über den Asphalt rutscht
    • Protektoren: bestehen aus robustem Material; können sich im Bereich der Schultern und Ellenbogen, an der Hüfte und am Knie und am Rücken befinden
    • Schleifer: erleichtern bei einem Unfall das Gleiten über den Boden; sind aus gleitfähigem Material gefertigt
rueckenhoecker

Ein Rückenhöcker ist kein Muss an Ihrer Lederkombi und eher im professionellen Motorsportbereich zu finden, dennoch kann er vor Halsverletzungen bei Stürzen schützen.

  • reflektierende Flächen: helfen, dass Motorradfahrer im Dunkeln besser gesehen werden
  • Rückenhöcker oder Buckel: vor allem beim professionellem Motorsport zur Minimierung des Luftwiderstandes, kann aber auch bei Sturz vor Überstrecken des Halses schützen

3.2. Obermaterial, Leder & Futter

Im Falle eines Sturzes sollte das Obermaterial der Motorradkombi aus sehr hochwertigem Leder bestehen, sodass es besonders abriebfest ist. Leder ist ein sichereres Obermaterial als viele andere Textilien. Vor allem gutes Känguruleder gilt im Vergleich zum kostengünstigeren Rindsleder als sehr abriebfest, allerdings ist es unbehandelt relativ nässeempfindlich.

Hydrophobiertes Leder: Achten Sie darauf, dass es sich bei der Motorradbekleidung um hydrophobiertes Leder handelt, da dies so behandelt wurde, dass es sich nicht mit Wasser vollsaugt. Wasser prallt an der Materialoberfläche ab und im Fahrtwind wird dem Fahrer nicht kalt. Zudem hat das behandelte Leder eine höhere Lebensdauer.

Wichtig ist nicht nur das Obermaterial, sondern auch das Futter der Motorradbekleidung. Die Lederkombi muss den Fahrer bei kalten Temperaturen warm halten und im Sommer dafür sorgen, dass dem Fahrer nicht zu heiß wird.

knie-protektor

Neben Knie-Protektoren sind auch Schutzvorrichtungen an Ellenbogen, Rücken, Schultern und Hüfte sehr wichtig. (hier ein Modell der Marke Pro Sports)

Im Motorrad-Lederkombi-Test hat sich sowohl bei Leder- als auch Textilkombis eine Klimamembran bewährt (zum Beispiel Gore-Tex oder Sympatex). Solche Membranen sorgen dafür, dass der Schweiß des Fahrers in Form von Dampf nach außen abgegeben wird – Klimamembranen sind atmungsaktiv, wasserdicht und windundurchlässig.

Bei manchen Motorradjacken können Sie auch das Futter herausnehmen, sobald die Temperaturen etwas höher sind. Einige kostspielige Kombi-Modelle bieten sogar die Möglichkeit, die Klimamembran als zweite Schicht zu entfernen. Zudem sind viele Motorrad-Lederkombis mit Lufteinlässen versehen, damit der Fahrtwind für zusätzliche Kühlung des Fahrers sorgt.

3.3. Tragekomfort – wichtig bei langen Touren

In Motorrad-Lederkombi-Tests hat sich gezeigt, dass insbesondere bei langen Touren mit dem Motorrad Tragekomfort und Bequemlichkeit Ihres Motorrad-Lederkombi-Testsiegers eine wichtige Rolle spielen.

Auch für die Sicherheit ist eine bequeme Kombi wichtig, denn zwickende Motorradbekleidung würde den Fahrer bei der Fahrt ablenken und stören. Die meisten Lederkombis besitzen eingearbeitete Elastikelemente, die sich unterschiedlichen Sitzpositionen auf dem Motorrad anpassen.

Beachten Sie: Einteiler können sich der Körperstatur weniger gut anpassen als Zweiteiler, weshalb Sie beim Kauf unbedingt prüfen sollten, ob auch im Sitzen nichts an Ihrer Lederkombi drückt oder zwickt.

zweiteiler-dainese

Der verdeckte Reißverschluss des Lederkombi-Zweiteilers der Marke Dainese ist im Leder vernäht.

Wenn Sie sich für einen Zweiteiler entscheiden, können Sie für Ober- und Unterteil unterschiedliche Größen wählen, sollten aber auf Kleidung derselben Marke zurückgreifen, damit der Reißverschluss als Verbindungselement passt.

Viele Biker empfinden Zweiteiler als bequemer als die einteiligen Lederkombis, wiederum andere halten zweiteilige Kombis für zu zugig, da Fahrtwind durch den Reißverschluss eindringen kann.

4. Fragen und Antworten zu Motorrad-Lederkombis

4.1. Wie pflege ich meine Lederkombi?

Leder können Sie mit Lederpflegeprodukten, zum Beispiel Sprays oder Pflegefetten, behandeln, sodass das Material geschmeidig bleibt. Gut gepflegtes, geschmeidiges Leder reißt bei Unfällen nicht so schnell.

Die Pflege nicht übertreiben: Fetten Sie Ihre Lederkombi nicht zu oft ein (in der Regel reicht einmal jährlich) und verwenden Sie nicht zu viel Fett dabei, da sonst die Poren des Leders verstopfen können, was die Atmungsaktivität negativ beeinflusst.

Insbesondere vor dem Winter sollten Sie die Motorradbekleidung einfetten. Wichtig ist, zu prüfen, ob die Lederkombi eine regenfeste Beschichtung hat, denn dann sollten Sie keine handelsüblichen Lederfette verwenden. Beschichtete Kombis können Sie mit speziellen Reinigungsmitteln behandeln, die die Kleidung nicht wasserdurchlässig werden lassen.

Die Nutzung von Imprägnierspray bietet sich ebenfalls zur Pflege Ihrer Kombi an – am besten vor dem ersten Tragen Ihrer Kombi und nach dem Waschgang. Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 09/2015 diverse Imprägniersprays getestet und erhebliche Unterschiede zwischen den Produkten gefunden; Sie sollten sich vor Kauf des Pflegemittels daher gut informieren.

4.2. Gibt es unterschiedliche Motorrad-Lederkombis für Damen und Herren?

herren-lederkombi und damen-lederkombi

Im Handel können Sie sowohl Damen-Lederkombis als auch Herren-Lederkombis kaufen.

Sie finden im Handel sowohl Lederkombis für Damen (etwa von Dainese oder Alpinestars) als auch Lederkombis für Herren. Die Ästhetik spielt hier eine große Rolle: enge Schnitte, Aufnäher und Stretch-Einsätze verzieren die Biker-Kleidung.

Achten Sie aber darauf, dass nicht nur die Optik stimmt, sondern auch darauf, dass die Schutzkleidung die Sicherheitsanforderungen erfüllt.

4.3. Was trägt man unter der Lederkombi?

Tests haben gezeigt, dass man unter einer Motorrad-Lederkombi grundsätzlich noch eine Schicht Kleidung tragen sollte, damit diese den Schweiß aufnehmen kann.

funktionswaesche

Unter der Motorrad-Lederkombi können Sie Funktionswäsche tragen.

Ein Großteil der Biker trägt unter der Kombi Funktionswäsche, da diese oftmals im Vergleich zu gewöhnlicher Kleidung keine Nähte hat und nicht scheuert. Zudem kann Funktionswäsche die Temperatur des Körpers regulieren.

4.4. Kann man eine Lederkombi fürs Motorrad waschen?

Zunächst sollten Sie immer auf die Herstellerangaben Ihrer Kleidung achten. In der Regel kann man Wasser, einen feuchten Schwamm und sanfte Seife zum Reinigen der Lederkombi verwenden oder man wählt den Schonwaschgang in der Waschmaschine – verzichten Sie aber lieber auf den Schleudergang.

Nach der Reinigung sollte die Lederkombi zum Trocknen aufgehängt und anschließend mit Lederpflege behandelt werden. Alternativ können Sie die Lederkombi auch in eine Textilreinigung geben.

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