Auto-Wäsche-Kalender 2011

Autowäschekalender mit Männern Autowäschekalender mit Männern

Auto-Wäsche-Kalender 2011

— 02.12.2010

Mann, seid ihr mutig!

Haarige Plauzen statt praller Brüste: Das ist das Konzept von Deutschlands skurrilstem Autokalender. Hier stehen ganz normale Kerle in heißen Höschen vor der Kamera. Ein Blick hinter die Kulissen.

Mister Dezember zweifelt. Bei der Unterhose ist Dirk (44) ja noch ganz gut weggekommen. Aber diese komischen Puschel-Puschen und die weiße Rose – puh, der Mann kriegt Respekt vor seiner eigenen Courage. Doch da muss er jetzt durch, der Umweltingenieur aus Wuppertal. Schließlich hat er sich ja freiwillig beworben. Bei Deutschlands skurrilstem Autokalender. Statt draller Bräute posieren hier echte Kerle vor coolen Karren. Kerle wie Dirk mit seinem 1965er Buick Riviera. Und der findet die Idee von Designerin Janet Schürmeyer (29) und Fotografin Magdalena Schaarwächter (29) klasse.

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Theoretisch. In der Praxis zuppelt er etwas unsicher an seinem dünnen Viskosehöschen herum. Auch mit der weißen Plastikrose weiß er anfangs nichts so recht anzufangen. "Guck mal ernst!", "Arm hinter den Kopf", "Popo raus", hagelt es Befehle von der Dame hinter der Linse. Dirk wirkt wie ein Fahrschüler bei seinem ersten Einparkversuch. "Kannst du die Rose ein bisschen runterlassen", bittet Magdalena. "Die Hose?", fragt ein geschockter Dirk und reißt die Augen auf.

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Es ist nicht leicht mit Laien, meint die Fotografin. Aber sie will den Typ von nebenan. Mit Bierbauch und Schramme. "Das macht den Charme aus", sagt Janet, die Frau mit dem Gefühl für schlimme Schlüpfer. 60 Unterhosen hat sie in ihrem Fundus. Das teuerste Ensemble, ein Matrosen-Outfit aus Lack für 40 Euro, stammt aus einem Erotik-Versand. Janets Diplomarbeit war der Auslöser für den Kalender. "Ich habe ein Oldtimermagazin für Frauen gestaltet. Dafür brauchte ich eine hübsche Fotostrecke", verrät die autovernarrte Designerin. "Beim Blättern durch Tuning- und Szenemagazine blitzten mir oft irgendwelche Brüste entgegen. Dieses Klischee der minderbekleideten Damen vor Autos finde ich blöd. Magdalena und ich wollten das anders machen."

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Freunde und Dozenten waren begeistert vom Ergebnis – logische Folge: die Idee zum eigenen Kalender. So normal wie die Kerle sollen auch die Autos sein. "Wir wollen nichts Teures. Eher etwas, das wir selbst fahren würden", sagt Janet, die von Trabant bis Ford LTD schon einige schräge Modelle lenkte, während Magdalena eher wenig Ahnung von Autos hat. Die Shootings finden am Wochenende statt. Wenn die Kumpel von der Fußballmannschaft genug Zeit haben, Lampen aufzubauen und Models zu animieren. Sie alle machen das umsonst. Auch die Autobesitzer und Models bekommen kein Geld – höchstens fürs Bahnticket, wenn sie von weit her anreisen. Und die Beleuchtung leiht Magdalena kostenlos von ihrem ehemaligen Ausbilder: "Anders wäre das alles nicht finanzierbar."

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Spaß hat auch Roger (44) aus Geldern. Er ist der Besitzer des blauen 72er MG Midget und hätte am liebsten nicht nur sein Auto zur Verfügung gestellt, sondern auch sich selbst. Doch ausgerechnet seine Tochter drohte: "Papa, wenn du das machst, kenne ich dich nicht mehr." So weit kam es dann nicht. Janet und Magdalena wollten ohnehin lieber den frischgebackenen Zwillingspapa Jan-Phillip (27) als Model. Seiner langen roten Haare wegen. Der Elektroniker war erst nicht begeistert: "Ich hab’s nicht so mit Oldtimern und Wäsche." Doch seine Frau drängte: "Wenn du dich da nicht meldest, tue ich es für dich."

So kam es, dass der Hüne in gleißender Sonne zwischen dem Midget und einer flinken Mooney steht. Mitten auf dem Flugplatz. In blau-braunem Rauten-Schlüpfer, Burlington-Socken und ausgetretenen Schuhen. Mindestens 40 Augen starren ihn an. Doch Jan-Phillip nimmt es gelassen. Die Mädchen flechten seine Mähne, und er sieht darin "eine Horizont-Erweiterung". Als Magdalena ihm die Fotos zeigen will, winkt Mister Januar aber ab. Er wolle lieber nicht wissen, wie er aussehe.

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Autor: Daniela Pemöller

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