Seit der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil (VI ZR 233/17) Dashcam-Videos als Beweismittel vor Gericht zugelassen hat, erfreuen sich die kleinen Autokameras immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile bieten sogar die ersten Kfz-Versicherer bessere Konditionen für Dashcam-Nutzer an. Aber welche Kamera liefert wirklich gutes, nützliches Bildmaterial? AUTO BILD hat verschiedene Dashcams getestet!

Aktueller Testsieger im AUTO BILD-Dashcam-Test: Nextbase 622GW

Nextbase 622GW
622GW
Nextbase
622GW

1,1 (sehr gut)

  • 4K (2160p) bei 30 fps
  • Aufnahme-Winkel 140°
  • GPS
Preis 289,99 €
Der große AUTO BILD-Dashcam-Test hat einen neuen Testsieger: die Nextbase 622GW. Mit 68 von 70 Punkten und der Note 1,1 (sehr gut) stößt sie den aktuellen Spitzenreiter vom Thron. Dank hochauflösenden, kristallklaren Aufnahmen in 4K kann die Kamera vor allem in Sachen Bildqualität überzeugen. Aber auch die einfache Bedienung kann sich sehen lassen. Alle Einstellungen werden über das drei Zoll große Touch-Display getroffen. Nur zwei Knöpfe findet man an der Kamera: den Notspeicherungsknopf und den Button zum Ein- und Ausschalten. Wer möchte, kann die 622GW auch per Bluetooth und Wi-Fi mit dem Smartphone verbinden, um über die Nextbase-App Aufnahmen direkt am Mobilgerät zu sichten. Den kompletten Testbericht zur Nextbase 622GW lesen Sie hier.

Aktueller Preis-Leistungs-Sieger: Azdome M01 Pro

Azdome M01 Pro
M01 Pro
Azdome
M01 Pro

2,4 (gut)

  • gute Bildqualität
  • zusätzliche Sicherheitsfunktionen
  • niedriger Preis
  • Bildrauschen bei Nachtaufnahmen
Preis 55,99 €

Der aktuelle Preis-Leistungs-Sieger und gleichzeitig die beste Dashcam unter 60 Euro, kommt aber aus dem Hause Azdome. Im Test konnte sie mit der Note 2,4 (gut) überzeugen. Die M01 Pro wirkt nicht nur auf den ersten Blick sehr hochwertig, die Qualität der Aufnahmen liegt deutlich über dem Durchschnitt. Lediglich nachts muss man aufgrund von Bildrauschen kleine Abstriche machen. Zusätzlich zu den üblichen Dashcam-Funktionen verfügt die Azdome M01 Pro über Sicherheitsfeatures, wie eine Spurhalteassistenz und einen Abstandswarner. Den kompletten Testbericht zur Azdome M01 Pro lesen Sie hier.

So testet AUTO BILD Dashcams

Die Dashcams werden ausgepackt, bekommen ein Systemupdate und eine passende Speicherkarte. Dann geht's ab ins Auto und in den Straßenverkehr – bei verschiedenen Verkehrsverhältnissen, wechselnden Witterungen und unterschiedlichen Tageszeiten. Mehrere Stunden sind wir mit den Autokameras unterwegs und überprüfen, wie gut sie bedienbar sind – und ob sie den Fahrer gegebenenfalls mehr ablenken als unterstützen. Plus: Parkhaus-Session zum Test der Parkmodi (wenn vorhanden). Anschließend gibt's am PC eine Analyse der Videoqualität.

Die Testergebnisse im Überblick

Zuletzt hat AUTO BILD Dashcams für unter 60 Euro getestet. Mit dabei waren die Produkte EUFAB KFZ Dashboard Kamera, Aigoss Dash Camera und NavGear HD-Dashcam, die nur mit "mangelhaft" bewertet werden konnten. Hier war meist nicht nur die Bildqualität unzureichend, die Qualität der Kamera im Allgemeinen war nicht überzeugend. Deutlich besser schlugen sich hingegen die Orskey S680 und die Abask Dash Cam Q40S, die beide mit der Note "befriedigend" abschnitten. Besonders das Modell von Abask überraschte mit einem großen Display und einer im Lieferumfang enthaltenen Rückfahrkamera, die an die Dashcam angeschlossen werden kann.

Wann sind Dashcam-Aufnahmen erlaubt?

Dashcam-Aufnahmen sind dann erlaubt, wenn sie in kurzen Sequenzen, anlassbezogen erfolgen. Ein permanentes Abfilmen des Straßenverkehrs ist also nicht erlaubt. Daher bieten Dashcams eine sogenannte Loop-Funktion, bei der kleine, zeitlich begrenzte Clips gefilmt werden, die dann wieder überschrieben werden, sofern sie nicht durch ein Ereignis (z. B. Unfall) gesperrt wurden. Alle von AUTO BILD getesteten Dashcams bieten diese Funktion. Als Beweismittel sind die Aufnahmen nur zulässig, wenn sie der Klärung der Schuldfrage bei einem Unfall dienen (als Beweis der eigenen Unschuld). Weiteres zur Rechtslage beim Einsatz von Dashcams lesen Sie hier!

Was sollte eine Dashcam können?

• Die Hauptfunktion einer Dashcam besteht darin, gute Aufnahmen zu machen. Dies ist auch eines der Haupt-Kriterien im Dashcam-Test bei AUTO BILD. Daher sollte sie zumindest Full HD-Auflösung (1080p) bieten, am besten noch in Verbindung mit einer hohen Bildrate (60fps).
• Da das permanente, anlasslose Filmen aufgrund der DSGVO verboten ist, muss die Dashcam eine Loop-Funktion bieten. Das heißt, sie muss in zeitlich begrenzten Sequenzen filmen, die automatisch überschrieben werden, sofern sie nicht gesperrt wurden.
• Um auch den Fahrbahnrand bestmöglich filmen zu können, sollte man darauf achten, dass der Bildwinkel mindestens 140 Grad weit ist. Was beim Kauf einer Dashcam sonst noch zu beachten ist, lesen Sie hier!

Was ist eine Loop-Funktion bei Dashcams?

Die sogenannte Loop-Funktion sorgt dafür, dass die Aufnahmen automatisch immer wieder überschrieben werden. Das heißt konkret: Die Dashcam filmt so lange in kleinen Sequenzen, bis die SD-Karte voll ist und löscht dann die älteren Aufnahmen. Einzige Ausnahme: Die Aufnahme wurde zuvor gesperrt. Das geschieht entweder, wenn der G-Sensor der Kamera eine Erschütterung (also zum Beispiel einen Unfall) erkennt und die Datei automatisch sperrt. Oder wenn die Datei manuell durch einen Druck auf den Notfallknopf vor dem Löschen geschützt wird.
In der Regel filmt die Dashcam dabei nicht permanent, sondern in vielen kleinen Sequenzen. Sie speichert dabei immer jeweils einen Clip von einer bestimmten Dauer (z.B. 1, 3 oder 5 Minuten) ab. Die Aufnahmen gehen nahtlos ineinander über, aber anstelle eines langen Videos, hat man mehrere kleine. Sobald die SD-Karte, auf der die Clips gespeichert werden, voll ist, werden die ältesten Clips gelöscht, um Platz für neue zu machen. Die Loop-Funktion ist vor allem datenschutzrechtlich relevant, da das permanente Filmen des Straßenverkehrs verboten ist. Außerdem können Dashcam und SD-Karte die Videos schneller verarbeiten, wenn es sich um mehrere kleine Dateien handelt.

Was ist der G-Sensor bei einer Dashcam?

Jede Dashcam hat einen sogenannten G-Sensor eingebaut. Das ist ein Beschleunigungssensor, der in der Lage ist, Bewegungen zu erkennen. Dadurch kann die Dashcam zum Beispiel Erschütterungen oder einen Aufprall wahrnehmen. Wenn ein Ereignis erkannt wird, wird durch das Signal des G-Sensors das aktuelle Video automatisch gesperrt. So wird die Datei auf keinen Fall gelöscht und kann im Notfall als Beweismittel dienen. Erkennt der G-Sensor ein Ereignis, zeigt die Dashcam das auf dem Display an und gibt eventuell auch einen Ton aus, der dem Fahrer signalisiert, dass die aktuelle Aufnahme gesperrt wurde.

Nützliches Wissen rund um Dashcams

Welche ist die beste Dashcam?

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Der aktuelle Testsieger im großen AUTO BILD-Dashcam-Test ist die Nextbase 622GW, die vor allem mit hoher Aufnahmequalität einfacher Bedienung punkten kann. Sowohl am Tag als auch in der Nacht lassen sich Details erkennen und auch diverse Zusatzfeatures machen die Nextbase 622GW zur aktuell besten Dashcam im AUTO BILD-Test.

Was sollte eine gute Dashcam kosten?

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Der aktuelle Testsieger im AUTO BILD Dashcam-Test ist die Nextbase 622GW, die für 289,99 Euro zu haben ist. Deutlich günstiger ist der aktuelle Preis-Leistungs-Sieger. Der Preis für die Dashcam Azdome M01 Pro liegt bei 55,99 Euro.

Wann sind Dashcam-Aufnahmen erlaubt?

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Dashcam-Aufnahmen sind dann erlaubt, wenn sie in kurzen Sequenzen, anlassbezogen erfolgen. Ein permanentes Abfilmen des Straßenverkehrs ist also nicht erlaubt. Daher bieten Dashcams eine sogenannte Loop-Funktion, bei der kleine, zeitlich begrenzte Clips gefilmt werden, die dann wieder überschrieben werden, sofern sie nicht durch ein Ereignis (z. B. Unfall) gesperrt wurden. Alle von AUTO BILD getesteten Dashcams bieten diese Funktion. Als Beweismittel sind die Aufnahmen nur zulässig, wenn sie der Klärung der Schuldfrage bei einem Unfall dienen (als Beweis der eigenen Unschuld).

Was sollte eine Dashcam können?

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Die Hauptfunktion einer Dashcam besteht darin, gute Aufnahmen zu machen. Dies ist auch eines der Haupt-Kriterien im Dashcam-Test bei AUTO BILD. Daher sollte sie zumindest Full HD-Auflösung (1080p) bieten, am besten noch in Verbindung mit einer hohen Bildrate (60fps). Da das permanente, anlasslose Filmen aufgrund der DSGVO verboten ist, muss die Dashcam eine Loop-Funktion bieten. Das heißt, sie muss in zeitlich begrenzten Sequenzen filmen, die automatisch überschrieben werden, sofern sie nicht gesperrt wurden. Um auch den Fahrbahnrand bestmöglich filmen zu können, sollte man darauf achten, dass der Bildwinkel mindestens 140 Grad weit ist.


Von

Matthias Prinz