Die Cheffahrer der Politiker

Chauffeure von Politikern

— 16.03.2011

Echte Spitzen-Fahrer

AUTO BILD-Archiv-Artikel 18/1987: Sitzen sie am Steuer, ist die Macht mit ihnen – AUTO BILD zeigt den Alltag der Cheffahrer unserer Top-Politiker. Und wie Kanzler Kohl eines Tages die Hosen runter ließ.

Bei ihren Freunden heißen sie "Pat und Patachon". Politische Gegner sagen "Dick und Doof" zu Eckhard Seeber und Helmut Kohl, dem stämmigen Cheffahrer und seinem großgewachsenen Kanzler. Die beiden legen in dem steingrauen 380 SE jedes Jahr zusammen gut 100.000 Kilometer zurück. Das macht bei einem Schnitt von hundert Kilometern pro Stunde runde tausend Stunden, soviel wie sechs Wochen rund um die Uhr, hautnah auf zwei Quadratmetern. Viel mehr hat auch Hannelore Kohl nicht von ihrem Helmut. Der meint über seinen Fahrer: "Der Ecki, das ist meine Lebensversicherung."

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Und der Ecki über Kohl: "Ein sehr gütiger und gebildeter Mensch, überhaupt nicht förmlich." Sie kennen sich in- und auswendig, denn sie fahren schon über 20 Jahre lang zusammen. Und so viel Gemeinsamkeit schafft Vertrauen. Auch bei Tempo 200 schläft Kohl prächtig. Die Anzugjacke wird dann gegen eine Strickweste getauscht. Unter dem Ohr hat er eines der beiden Kissen, die stets im Fond bereitliegen. Englische Bonbons und deutsche Kassettenmusik (James Last) zahlen zur Grundausstattung für Fernfahrten. Das war auch schon so, als Kohl noch Ministerpräsident im rheinland-pfälzischen Mainz war.

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Damals erlebte das Reise-Team sein bislang größtes Abenteuer. Die neue Autobahn zwischen Koblenz und Trier, so hatte Kohl gehört, sei zwar noch nicht freigegeben und eingeweiht, aber durchgehend befahrbar. Auf der nächtlichen Heimfahrt sollte Seeber die Strecke testen. Der Versuch endete bei strömendem Regen im Schlamm, das nächste Dorf kilometerweit entfernt: "Da half alles nichts, wir waren auf uns selbst gestellt", erinnert sich der Chauffeur "Dr. Kohl hat seine Hosen ausgezogen, und nach einer Stunde Wühlerei hatten wir die Karre aus dem Dreck gezogen."

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