Citroën BX

Gebrauchtwagen: Citroën BX

— 30.03.2011

Citroën BX: Dem können Sie vertrauen

AUTO BILD-Archiv-Artikel 28/1987: Der BX ist so etwas wie das weiße Schaf der Citroën-Familie. Denn ohne technischen Schnickschnack und mit verzinkten Blechen ist er ein zuverlässiger Gebrauchter.

Citroën-Fahrzeuge sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht sehr beliebt. Die vielen Mängel früherer GS- und CX-Modelle sowie deren Rostanfälligkeit haben den Ruf des Franzosen ruiniert. Zu Unrecht! Seit Herbst 1982 gibt es von Citroën ein Modell, das ganz und gar aus dem Rahmen fällt – der so genannte BX. Im Gegensatz zu früheren Citroën-Entwicklungen handelt es sich beim BX um ein Auto ohne Extravaganzen. Auf technische Spielereien mussten die Ingenieure auf Anordnung der Konzernmutter Peugeot verzichten. Und der Erfolg gab den Verantwortlichen recht: Innerhalb kurzer Zeit kam die kränkelnde Tochter Citroën wieder auf die Beine – der BX mauserte sich zum meistverkauften Modell im Programm.

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Was nicht heißt, dass der BX auf dem Gebrauchtwagenmarkt an jeder Straßenecke angeboten wird. Im Gegenteil: BX-Fahrer behalten in der Regel ihren Wagen erheblich länger als Fahrer anderer Citroën-Modelle. Ein Zeichen der Zufriedenheit. Das Angebot ist also knapp, so dass sich nur mit etwas Geduld ein günstiges Wunschexemplar ergattern lässt. BX-Modelle aus den Anfangsjahren 82/83 gibt es in vier verschiedenen Leistungsvarianten. Mit versicherungsgünstiger 1400-Kubik-Maschine und 62 PS, mit ebenfalls quer eingebautem 1400er-Vierzylinder und 72 PS sowie als 1600er mit sportlichen 90 PS.

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Die 1,4-Liter-Motoren stammen aus den Regalen der Peugeot-Mutter und haben eine bewährte Vergangenheit hinter sich (Peugeot 204, 304, 305). Vor diesen ausgereiften Motoren brauchen Gebrauchtwagenkäufer keine Angst zu haben. Sie spulen in der Regel locker 150.000 Kilometer und mehr ohne die geringsten Probleme ab. Auch die 1,6-Liter-Neukonstruktionen mit oben liegender Nockenwelle gelten als überdurchschnittlich standfest. Eine besondere Feinheit stellt im BX-Programm der Dieselmotor dar. Der 1,9 Liter große Selbstzünder mobilisiert 65 PS.

Er läuft seidenweich wie ein Benziner, gibt sich spurtstark und verbraucht selbst bei forscher Fahrweise selten mehr als sieben Liter Kraftstoff. Käufer eines Zweithand-BX mit Dieselmotor sollten allerdings darauf achten, dass der Wagen mit Servolenkung ausgestattet ist. Andernfalls wird Rangieren in der Stadt zu einer anstrengenden Kurbelei. Vor Rost braucht man sich beim BX nicht zu fürchten. Sämtliche tragenden Hilfsrahmen im Unterbodenbereich sind aus verzinkten Blechen gefertigt. Und die Motorhaube sowie die vorderen Kotflügel und die Heckklappe bestehen aus Kunststoff. Für Korrosionen im hohen Alter bleibt da nicht viel Angriffsfläche. Fast unverwüstlich ist auch das Fahrwerk. Das von Citroën 1954 eingeführte hydropneumatische Federsystem hat eine Reife erreicht, die keinen Vergleich zu scheuen braucht. Sie gilt als sehr komfortabel und nicht störanfälliger als eine Starrachse. Gesamturteil: Sehr empfehlenswert.

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