Klassik-Auktion: Fiat

Fiat 302/6 Transporter Fiat 302/6 Transporter Fiat 302/6 Transporter

Klassik-Auktion in Monterey 2012

— 13.08.2012

Historischer Team-Transporter

Dieser edle Klassiker schleppt was weg: Im kalifornischen Monterey versteigert das Auktionshaus RM neben Dutzenden andereren edlen Oldies einen historischen Fiat-Teamlaster früherer Rennteams. Schätzwert: mindestens 850.000 Dollar.

Am 17. und 18. August 2012 kommen im US-amerikanischen Monterey (Kalifornien) Dutzende sündhaft teure Klassiker unter den Hammer. Wer das nötige Kleingeld mitbringt, kann hier beim Auktionshaus "RM Auctions" echte Perlen ersteigern. Zum Beispiel einen top-restaurierten Grand-Prix Transporter von Fiat aus den 50ern: Der 40-Tonner (Typ 306/2) ist ein echtes Stück Rennsportgeschichte mit ganz großem Abschlepp-Faktor. Der Fiat-Truck lief 1956 bei der Carozzeria Bartoletti vom Stapel und stand zunächst in Diensten des Maserati-Formel 1-Teams. Auf der Ladefläche wurde der Rennwagen Maserati 250F kutschiert, mit dem F1-Legende Juan Manuel Fangio 1957 Weltmeister wurde.

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Penibel restauriert: Der historische Grand Prix-Transporter sieht außen und innen aus wie neu.

Nach der Saison 1958 zog sich Maserati aus dem Formel 1-Geschäft zurück und verkaufte den Fiat an das kleine Scarab Racing Team von Lance Reventlow. 1962 kaufte US-Tuningpapst Caroll Shelby den Truck, um damit seine heißen Cobras zu den Rennen der Sportwagen-WM in Europa zu fahren. Dafür bekam der Lkw seine charakteristische Lackierung und eine zweite Hinterachse, um das Gewicht der schwereren Sportwagen zu schultern. Sogar eine Hollywood-Rolle konnte der Fiat ergattern: In "Le Mans" (1970) diente der historische Truck als Team-Transporter für Ferrari, Renault und Porsche. Danach machte der Wagen den Sprung über den großen Teich. Aktueller Besitzer ist ein vermögender Privatmann mit eigenem Rennteam, der den Fiat aufwändig restaurieren ließ.

Monterey-Auktion 2012: Shelby

Shelby Mustang GT350 Shelby Mustang GT350 Shelby Mustang GT350
Über 8000 Arbeitsstunden stecken in der Raustauration des alten Transporters. Der Besitzer hat dabei keine Kosten und Mühen gescheut: Was nicht mehr verfügbar war, wurde kurzerhand neu angefertigt. Unter anderem wurden sämtliche Scheiben ersetzt, die marode Karosserie mit zahlreichen Neuteilen renoviert. Weil der Originalmotor wohl am Ende seines Lebens angekommen war, wurde das Aggregat durch ein modernes Turbo-Triebwerk (Sechszylinder-Diesel, 11,5 Liter Hubraum) aus dem Hause Leyland ersetzt, kombiniert mit einer Fünfgang-Automatik. Den Schätzwert dieses historischen Grand Prix-Schleppers beziffert RM Auctions auf 850.000 bis 1,1 Millionen US-Dollar.

Autor: Jan Kretzmann

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