Lada Samara Seat Ibiza

Lada Samara 1300 Seat Ibiza 1,2 L

— 01.09.2010

In beiden steckt ein Porsche

Zwei Autos aus zwei Welten: der Lada Samara 1300 aus dem russischen Togliatti und der Seat Ibiza 1,2 L aus dem spanischen Barcelona. Zwei Autos mit einer großen Gemeinsamkeit: Ihr Herzschlag ist deutsch.

Porsche entwickelte die Vierzylinder-Motoren für beide Autohersteller. Einen 1300er-Motor für den Lada Samara und die 1,2- und 1,5-Liter-Triebwerke für den Seat Ibiza (auch im Stufenheck-Modell Malaga). Weitere Gemeinsamkeiten: quer ein­gebauter Motor vorne und Frontantrieb. Die letzte Übereinstimmung findet sich im Strickmuster der Karosserie, Typ: kompakter Kleinwagen mit schrägem Heck und Heckklappe. Beim Seat zeichnete der italienische Star-Designer Giorgio Giugiaro die Ka­rosserie, 3,60 Meter lang und dem Golf ähnlich. Beim Lada waren's russische Zeichner, die dem Samara die knapp 40 Zentimeter längere Hülle anpassten. Da­bei haben die Lada-Konstrukteure über ihre Landesgrenzen geschaut. Die schrä­ge Schnauze mit den großen Rechteck­scheinwerfern erinnert an den alten Mi­tsubishi Colt, der Rest könnte so oder ähnlich auch von VW sein.

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Lada startet mit Choke-Hilfe, Seat automatisch. Wie aber fahren sich die Autos mit dem Porsche-Herz? Leichte Startprobleme zeigen beide. Der Lada will erst mit einem Choke (den man unter der Lenksäule su­chen muss) das richtige Kraftstoff-Luft­gemisch zugeführt bekommen – das erfordert Übung. Dem Seat hilft eine Startautomatik. Trotzdem dauert es auch bei ihm ein paar Anlasserumdrehungen, bis der Motor seine Arbeit aufnimmt. Wertung: Unentschieden. Dann aber geht es flott voran. Im 60-PS-Seat sogar noch schneller als im 65 PS starken Lada. Aus dem Stand bis Tempo 100 sprintet der Ibiza in 14,5 Sekunden. Eine Sekunde länger braucht der 20 Kilogramm schwerere Samara (Seat 900 kg). Auch auf der Autobahn zeigt der Spanier dem Russen sein Heck – mit Tempo 154. Der Lada schafft 149 km/h. Wertung: Punkt für Seat.

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Im Stadtverkehr ist der Lada dank seines Viergang-Getriebes problemloser zu fahren – man muss nicht soviel schalten. Die Gangwechsel mit dem langen Schaltstock sind problemlos. Nur beim schnellen Wechsel hakelt es manch­mal. Das leicht schaltbare Getriebe vom Ibiza (Porsche half auch dabei) bietet serienmäßig fünf Gänge (kein Hakeln). Dadurch ist der Seat wesentlich leiser als sein russischer Bruder, der ab Tempo 100 Gespräche mit dem Beifahrer übertönt. Punkt für Seat. Beim Steuern stört mich im Lada das dünne Lenkrad und beim Seat die indirekt abgestimmte Lenkung. Man muss ordentlich kurbeln, bis der Spanier um die Ecken fährt. Das Einparken geht allerdings leich­ter. Trotzdem: Unentschieden.

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