Toyota Starlet

Toyota Starlet: Gebrauchtwagen

— 10.02.2011

Der Unkaputtbare

AUTO BILD-Archiv-Artikel 12/1987: Die gute Nachricht: Der Toyota Starlet ist zuverlässig und fast unverwüstlich. Die schlechte Nachricht: Genau deswegen ist er gebraucht so schwer zu kriegen.

Im April 1978 wurde der Toyota Starlet erstmals in Deutschland angeboten. Damals nahm niemand den kleinen Japaner so recht ernst. Sein biederes Blechkleid und die nicht minder hausbackene Technik schienen hinter der Zeit zurück. Unter den kleinen Kompaktwagen war der Starlet eine der letzten Konstruktionen mit vorne eingebautem Motor und Heckantrieb. Doch allen Unkenrufen zum Trotz verkaufte sich der kleine Toyota recht ordentlich. Denn im Vergleich zur modernen Konkurrenz von VW, Ford und Opel war er deutlich billiger. Aber nicht allein der Preis machte seinen Erfolg aus.

Das Original: Der Artikel von 1987 als kostenloser Download

Der Japaner überzeugte vor allem durch seine robuste Mechanik, und der daraus resultierenden Zuverlässigkeit. Außerplanmäßige Werkstattaufenthalte waren ihm fremd. Und musste er doch mal auf die Hebebühne, dann begnügte er sich mit 3,7 Liter Frischöl sowie einem Satz neuer Zündkerzen. Der kleine Wartungsdienst – er muss beim Starlet je nach Baujahr alle 7500 bzw. 10.000 Kilometer durchgeführt werden – kostet so rund 100 Mark. Die große Inspektion ist im Turnus von 15.000 bzw. 20.000 Kilometern fällig. Dafür zahlt der Starlet-Fahrer im Schnitt rund 300 Mark.

Überblick: Hier geht es zu AUTO BILD KLASSIK

Die vorderen Bremsbeläge müssen je nach Fahrweise alle 40.000 bis 50.000 Kilometer erneuert werden. Dabei ist es ratsam, gleich neue Bremsscheiben montieren zu lassen. Denn länger als 60.000 Kilometer halten sie beim Starlet nur bei schonender Fahrweise. Die Motoren gelten hingegen als unverwüstlich. In der Regel laufen sie problemlos 150.000 Kilometer und mehr, und zwar unabhängig davon, ob es sich um die 45 PS starke Ein-Liter-Version oder den ab Dezember 1981 angebotenen 1200er mit 54 PS handelt. Auch dem 1982 hinzugekommenen 1300er mit 65 PS wird eine lange Lebenserwartung nachgesagt.

Gutes Auto für gutes Geld

Das gleiche gilt für die Karosserie und die übrige Mechanik. In der ADAC-Pannenstatistik schlug der kleine Japaner jedenfalls alles, was Rang und Namen hat. Auch der TÜV bescheinigt ihm in allen wesentlichen Kriterien überdurchschnittliche Qualität. Wer sich also für einen gebrauchten Starlet entscheidet und sich vom ordnungsgemäßen Zustand der Bremsanlage überzeugt hat, wird mit dem kleinen Toyota kein schlechtes Geschäft machen. Der Käufer bekommt für sein Geld ein besonders solides und gut verarbeitetes Auto. Probleme könnten nur auftauchen, wenn tatsächlich mal etwas kaputtgeht.

Denn darauf sind beim Starlet nur die wenigsten Toyota-Händler eingestellt. Fehlende Ersatzteile führen dann dazu, dass der Starlet auch bei Kleinigkeiten oftmals länger als erwartet in der Werkstatt bleiben muss. Kaufwillige müssen zunächst jedoch erst mal ein anderes Problem lösen: Gebrauchte Starlets stehen nicht an jeder Ecke. Schon gar nicht solche der jüngeren Generation, die seit 1985 die Fließbänder mit Frontantrieb verlassen haben. Denn dass der Starlet ein Star ohne Allüren ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Gesamturteil: sehr empfehlenswert

Weiterlesen: Der Artikel von 1987 als kostenloser Download

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.