Christine: Wo ist der legendäre Plymouth Fury heute?
Auf den Spuren des bösesten Autos der Filmgeschichte

Happy Halloween! Mehr als 40 Jahre nach dem Filmstart gibt der Verbleib einiger "Christine"-Autos noch immer Rätsel auf.
Bild: Mecum Auctions
Roter Lack, Chrom in rauen Mengen und ein mörderischer Eigenwille: Kaum ein Filmauto hat sich so tief ins Gedächtnis von Auto- und Horrorfans eingebrannt wie "Christine". Der verfluchte Plymouth aus Stephen Kings gleichnamigem Roman von 1983 gilt bis heute als das berühmteste Horror-Auto der Filmgeschichte. Doch was wurde eigentlich aus den Fahrzeugen nach Ende der Dreharbeiten?
Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Kuriosität: Kings Christine ist ein Plymouth Fury des Modelljahrs 1958. Tatsächlich gab es dieses Modell ab Werk jedoch nie in der ikonischen rot-weißen Lackierung. Die echten Fury wurden damals in einem eher unscheinbaren Beige ausgeliefert. Roman und Film erschufen also gewissermaßen ihre ganz eigene Version des Klassikers.
Zahlreiche Autos wurden geopfert
Für die Verfilmung durch Horror-Regisseur John Carpenter reichte ein einzelner Wagen natürlich nicht aus. Weil originale Fury-Modelle schon Anfang der 1980er-Jahre rar waren, beschaffte die Produktion zahlreiche baugleiche Plymouth Savoy und Belvedere. Diese wurden entsprechend umgebaut und als Christine-Doubles eingesetzt. Wie viele Fahrzeuge tatsächlich zum Einsatz kamen, darüber streiten Fans bis heute. Meist ist von 24 Autos die Rede.

Der rote Plymouth Fury alias "Christine" wurde zum berühmtesten Horror-Auto der Filmgeschichte. Einige der Filmautos haben die Dreharbeiten überlebt, ihr genauer Verbleib ist aber nicht immer eindeutig dokumentiert.
Bild: Mecum Auctions
Das lag vor allem an den spektakulären Stunts. Christine wird im Film angezündet, fährt durch Hindernisse und rammt andere Autos. Für diese Szenen kamen verschiedene Spezialfahrzeuge zum Einsatz. Die berühmte Selbstheilung entstand übrigens ganz ohne Computertricks. Stattdessen wurden beschädigte Karosserien mit hydraulischen Konstruktionen zusammengedrückt und die Aufnahmen später rückwärts abgespielt.
Viele der eingesetzten Fahrzeuge überstanden die Produktion nicht. Einige wurden bei Stunts schwer beschädigt, andere komplett zerstört. Deshalb ranken sich bis heute zahlreiche Legenden um die verbliebenen Originale. Besonders die Frage, wie viele echte Filmautos überhaupt noch existieren, wird unter Fans und Sammlern kontrovers diskutiert.
Einige Exemplare "leben" noch heute
Anders als oft behauptet, sind nicht alle Christine-Fahrzeuge verschwunden. Einige Exemplare haben definitiv überlebt. Einer der bekanntesten Wagen, bekannt als "Muscle Two", wurde beispielsweise restauriert und war bereits im Petersen Automotive Museum in Los Angeles zu sehen. Wie viele originale Filmfahrzeuge insgesamt noch existieren, ist dagegen bis heute nicht eindeutig geklärt.
Selbst auf Auktionen sorgt Christine noch für Gänsehaut. Beispielsweise brachte 2015 ein originaler Filmwagen bei Mecum Auctions 198.000 US-Dollar ein. Angesichts der wenigen bekannten Überlebenden überrascht der immense Preis kaum. Und passt es nicht zum Wesen des Filmautos, dass der genaue Verbleib nach mehr als 40 Jahren noch immer von Geheimnissen umgeben ist? Schließlich hat Christine doch schon immer gemacht, was sie wollte!
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