Mazda RX-7

Mazda RX-7 Turbo Cabriolet: Fahrbericht, gebraucht, Preis, Leistung

Warum dieser japanische Porsche-Killer so viel Spaß macht

Die sportliche Generation 2 des Mazda RX-7 sagte Porsche und BMW den Kampf an – ohne allzu großen Erfolg. Doch heute machen diese Autos einen Heidenspaß, erst recht als Cabrio!
Die zweite Generation des Mazda RX-7 (Baureihe RX-7 FC), gebaut von 1985 bis 1991, war hierzulande lange unterschätzt und hatte eigentlich kein Image. Das hat sich mittlerweile geändert. Kein Wunder, denn so ein Mazda macht auch heute noch einen Heidenspaß, besonders als Cabrio in der 200 PS starken Turboversion!
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Rein in den Mazda und erst mal das elektrische Verdeck runter. Allerdings ist die Handhabung speziell. Das liegt wohl auch daran, dass das Cabriolet bei der Entwicklung der Baureihe nicht vorgesehen war. Das vordere Element der zweiteiligen Mütze ist im Grunde ein mit Stoff bezogener Targa-Deckel. Den muss man nach dem Öffnen des Verdecks noch extra herunterklappen. Der Vorteil dieser komplizierten Konstruktion erschließt sich, wenn das Dach geschlossen ist. Dann ist die Wind-Geräuschkulisse hörbar geringer.

Willkommen in den Hartplastik-90ern

Typischer Hartplastik-Charme der 1990er-Jahre im Cockpit. Aber die Armaturen sind übersichtlich.

©Wolfgang Gomoll; press-inform

Der Hartplastik-Charme des Cockpits ist typisch für Autos der frühen 1990er-Jahren: Schieberegler bei der Heizung und ein traumhaftes Kassettenradio. Links und rechts neben dem Cockpit befinden sich Bedieneinheiten, unter anderem für Scheibenwischer,  Warnblinkanlage und die aufklappenden Scheinwerfer. Die klassischen Rundinstrumente mit der Beschriftung im Farbton Orange beschränken sich auf das Wesentliche. Deswegen befindet sich der Drehzahlmesser in der Mitte – gut so.

Aufgeladener Kreiskolbenmotor gut für 200 PS

Der Zwei-Scheiben Wankelmotor ist mit einem Twin-Scroll-Turbolader bestückt.

©Wolfgang Gomoll; press-inform

Der Antrieb ist was für Autokenner: Die Mazda-Ingenieure bestückten einen Zwei-Scheiben-Wankelmotor (interner Code 13B, zweimal 654 Kubikzentimeter) mit einem Twin-Scroll-Turbolader. Der Wankel macht den Mazda RX-7 zum ersten Cabriolet mit Kreiskolbenmotor, befeuert den Oben-ohne-Sportler mit 200 PS. Bei einem Kampfgewicht von rund 1163 Kilogramm stürmt der Mazda in 6,7 Sekunden von null auf 100 km/h, ist laut Datenblatt 230 km/h schnell und taugte so in den 90ern als Porsche-Schreck. Allerdings genehmigt sich das Kreiskolben-Triebwerk samt Turbolader auch den einen oder anderen Extraschluck Benzin an der Zapfsäule, samt Motoröl.

Einzelradaufhängung und mitlenkende Hinterachse

In seinem Revier: Der Mazda RX-7 wurde für kurvige Landstraßen gebaut.

©Wolfgang Gomoll; press-inform

Wir sitzen in einem Rechtslenker und stürmen gesetzestreu über kurvige Landstraßen. Das Fahrwerk ist knackig und gut angestimmt – es wurde für die zweite Generation ausgiebig auf der Nordschleife des Nürburgrings getestet. Anstelle einer starren Hinterachse installierten die Mazda-Ingenieure eine Schräglenker-Hinterachse mit Mitlenk-Effekt. Die Besonderheit dieser Konstruktion war, dass sie auf die jeweiligen Längs- und Seitenkräfte mit Vorspuränderungen reagierte und so mehr Dynamik und Fahrsicherheit in den Sportwagen brachte. Der surrende Kreiskolbenmotor kann nicht aus seiner Haut und giert nach Drehzahl. Ab 4000 Umdrehungen pfeift der Turbolader, und erst dann geht es so richtig zur Sache. Die Fünfgang-Handschaltung zeigt schon die Gene, die dem knackigen MX-5-Getriebe gut zu Gesicht stehen. Dazu passt die – für damalige Verhältnisse – sehr direkte Lenkung. Dieses Auto gehört auf kurvige Landstraßen! Mit offenem Verdeck und ohne Windschott. Laut Classic Data liegt der heutige Marktwert vom Mazda RX-7 Turbo Cabrio bei 14.000 Euro im Zustand 2 und 8600 Euro im Zustand 3.

Autor: Wolfgang Gomoll

Fotos: Wolfgang Gomoll; press-inform

Stichworte:

Wankelmotor

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