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Die Lieblings-Oldies der Deutschen 2017

Pro & Kontra: Haben Oldie-Clubs eine Zukunft?

Sind Oldtimer-Clubs noch zu retten?

Vielen Clubs und IGs laufen oder sterben die Mitglieder weg. Individualismus ist die neue Massenbewegung - 2018 könnte zum Schicksalsjahr werden. Oder? Zwei Meinungen!

"Liebe Clubleute: Bietet Leistungen, die Oldtimerfans begeistern!"

Ja, bitte: Frank B. Meyer glaubt an die Kraft guter Ideen.

Clubs haben Zukunft - aber nur, wenn sie Oldtimerfreunden das bieten, was sie suchen, und das besser tun als jeder andere. Also Technik-Tipps, Spezialisten, Ersatzteile, gelegentlich ein Treffen. Und, klar: Anerkennung. Das Problem der Clubs ist: All das gibt es anderswo auch. In spezialisierten Internetforen, bei Motor Talk, in Facebook- und WhatsApp-Gruppen, in Oldtimerzeitschriften und im guten alten Buch. Ein Club, der neue Mitglieder will, muss mehr bieten. Das bessere Forum, die bessere App, die beste geschlossene Instagram-Gruppe vielleicht. Oder besser: Er muss etwas bieten, das man nirgendwo sonst bekommt. Ein paar Clubs verwirklichen schlaue Ideen: Sie lassen Ersatzteile produzieren, richten unvergessliche Events aus, retten und digitalisieren Dokumente, schreiben und verkaufen Kaufberatungen ... ich bin gespannt auf mehr. Also, liebe Funktionäre: Denkt euch Leistungen aus, die eure Noch-nicht-Mitglieder begeistern! Ihr wollt ja nicht nur ihre Zeit, sondern auch noch ihr Geld. Wer schlau ist, arbeitet an drei Dingen: am Angebot, am Beitrag und an Erlösquellen. Der starre, einheitliche Jahresbeitrag ist nicht das einzige Bezahlmodell. Und manche Leistung lässt sich für faires Geld verkaufen, sei es an Mitglieder, sei es an Fans oder Firmen. Gute Ideen sollten keine Vereinsgeheimnisse bleiben. Lasst andere Clubs aus euren Erfahrungen lernen. Sie sind nicht die Konkurrenz.

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"Für jedes Superspezialinteresse gibt es heute eine eigene Gruppe"

Nein, danke: Henning Hinze fürchtet um die Zukunft der Oldtimer-Clubs.

Am Anfang muss Anerkennung stehen. Ohne Clubs gäbe es keine Klassikerszene und weniger Klassiker. Von den "Schnauferl-Jahren" der Nachkriegszeit bis zum Beginn des Youngtimer-Booms um die Jahrtausendwende waren sie die zentralen Umschlagplätze für Wissen und Ersatzteile. Sie wären es sogar heute noch, ginge es allein um Kompetenz. Das Problem ist nur: Es geht längst auch um andere Dinge. Zeitlich und räumlich uneingeschränkte Verfügbarkeit von (fremdem) Wissen ist selbstverständlich geworden. Sich selber langfristig und zu festen Zeiten auf etwas zu verpflichten, ist umgekehrt nicht mehr nötig, um sein Wissen weiterzugeben. Und informelle Kleingruppen ersetzen große Clubs. Die Trends sind übermächtig, weit fortgeschritten, und wer sie umkehren möchte, hat sie nicht verstanden. Die Digitalisierung hat die Clubs vor knapp zwei Jahrzehnten ihrer Monopolstellung beraubt. (Als Zeitschriftenmacher weiß ich, wovon ich rede!) Weil sie danach an der Autorität kompetenter Einzelpersonen festhielten, verloren sie den neuen Wettbewerb um Zeit und Zuneigung der Klassikerfreunde gegen Foren und Gruppen, die mit jedem zusätzlichen Nutzer besser wurden und werden. Natürlich könnten sich die Clubs jetzt mit aufwendigen, kompetenten Angeboten neu erfinden. Mir fällt nur fast keiner ein, der dafür die Ressourcen hat. Soweit die Meinung der beiden AUTO BILD KLASSIK-Kollegen. Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

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