Service: Kratzer Polieren
Eine feine Sache: So gelingt das Auspolieren von Mikrokratzern

Feinste Kratzer in der Lackoberfläche werden oft nur bei bestimmten Lichtbedingungen sichtbar. Wir zeigen, mit welcher Technik Sie diese beseitigen.
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Wer sein Auto benutzt, erzeugt sie unweigerlich: feinste Kratzer in der Oberfläche des Lacks. Zu sehen sind sie vor allem bei dunklen Uni-Lacken und bei künstlichem Hallenlicht. Der Anblick bei diesen Lichtverhältnissen kann geradezu schockierend sein: Oft werden dann flächendeckende kreisrunde Hologramme und Kratzer auf der Lackoberfläche sichtbar. Sie entstehen unweigerlich auf einem Auto, das benutzt wird. Auf der Autobahn wird der Lack bei über 100 km/h mit Partikeln wie Staub und Schmutz "beschossen". Beim Waschen sorgt die mechanische Einwirkung von Bürste und Schwamm dafür, dass feinste, oft kreisrunde Mikrokratzer entstehen – häufig großflächig. Dies sorgt im Laufe der Zeit dafür, dass die gesamte Lackoberfläche mit feinsten Defekten überzogen ist.

Nach einer gründlichen Handwäsche und Lacktrocknung wird die Lackoberfläche unter Zuhilfenahme einer hellen Lampe begutachtet. Der Anblick schockiert.
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Wirklich zuverlässig vermeiden lassen sich die Kratzer nur durch eine Maßnahme: das Auto nicht benutzen. Selbst bei seltener Nutzung eines Oldtimers und bei schonender Handwäsche ist die Entstehung von Mikrokratzern nicht auszuschließen. Aber: Mit der richtigen Technik lassen sie sich gut auspolieren.
Die Vorbereitung
Das Abkleben von angrenzenden Bereichen wie Zierleisten und Anbauteilen lohnt sich zweifach: Das Kreppband bietet Schutz vor dem rotierenden Polierteller der Maschine, und man spart sich das aufwendige Reinigen von Politurrückständen in feinen Fugen. Wer wenig Erfahrung hat, sollte stets mit einer lackschonenden Exzentermaschine, einer milden, feinkörnigen Politur und einem weichen Pad beginnen. Bei feinen Lackschäden eignet sich die Sonax Profiline Ex 04 06 perfekt.

Damit die Politur gelingt, sollten gerade Anfänger vorsichtig sein und unter anderem auf das richtige Material setzen.
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Das Polieren
Anfänger sollten mit niedriger Drehzahl, nicht zu festem Andruck und wenig Politur auf einem weichen Pad ihre ersten Versuche starten. Überzeugt das Ergebnis nicht, Drehzahl, Druck und Politurmenge stufenweise erhöhen. Auf großen Flächen wie Motorhaube, Dach oder Türen im Kreuzgang wie dargestellt polieren, um alle Flächen gleichermaßen zu erreichen.

Wer den Umgang mit der Politur beherrscht, kann die feinen Mikrokratzer effektiv bekämpfen und seinem Klassiker wieder einen perfekten Look verpassen.
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Vorsicht: Viel hilft nicht immer viel. Gerade auf alten Acryl-Uni-Lacken kann ein zu hoher Anpressdruck vor allem an Kanten für ein Durchschleifen des Decklacks sorgen. Nur behutsam andrücken, den Schleifteller niemals schräg auf den Lack ansetzen. Das Kabel über die Schulter legen, um Stolperfallen zu vermeiden. An schwer zugänglichen Stellen mit Hilfsmitteln wie einer Trittleiter arbeiten, um die Maschine stets sicher führen zu können. Moderne Polituren sind sehr effizient, nicht zu viel verwenden, um angrenzende Bereiche nicht vollzuspritzen. Abtrag von Lackschichten im Pad bei alten Acryl-Uni-Lacken ist ganz normal. Angrenzende Bereiche, die für die Maschine unzugänglich sind, mit der Hand polieren. Abpolieren mit sauberem, weichem Mikrofasertuch.
Fazit
Manchmal versuche ich Orte wie Parkhäuser und Hallen mit künstlichem Licht zu vermeiden, weil ich dann oft schlechte Laune bekomme: Denn hier sehe ich alle Lackkratzer! Das Gute ist: Die vor allem bei der Wäsche entstehenden Mikro-Kratzer lassen sich mit einer Exzentermaschine, einer mild abrasiven Politur und Fingerspitzengefühl auch selbst einfach entfernen.
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