Skoda Trekka: vergessener Geländewagen
Dieser "Defender" basiert auf dem Skoda Octavia!

Land Rover hatte den Defender, Skoda den Trekka: Der rustikale Geländewagen aus den 1960er-Jahren sieht dem Offroad-Klassiker verblüffend ähnlich.
Bild: Skoda
Wer den Skoda Trekka zum ersten Mal sieht, denkt unweigerlich an einen Land Rover Defender. Die aufrechte Front mit den runden Scheinwerfern, die fast senkrechte Windschutzscheibe und die kantige Karosserie erinnern stark an den legendären Briten.
Doch der robuste Geländewagen stammt nicht von Land Rover, sondern von Skoda. Und noch erstaunlicher: Seine technische Basis liefert ausgerechnet der damalige Octavia.
Der Trekka entstand Mitte der 1960er-Jahre in Zusammenarbeit zwischen Skoda und dem neuseeländischen Unternehmen Motor Industries International. In Neuseeland bestand Bedarf an einem einfachen, robusten und bezahlbaren Fahrzeug für Landwirte, Handwerker und Jäger. Importbeschränkungen machten eine lokale Fertigung attraktiv, also entwickelte man vor Ort einen Geländewagen mit tschechischer Technik. Die Serienproduktion begann 1966 in Otahuhu bei Auckland.
Chassis des damaligen Skoda Octavia
Als Grundlage diente das Chassis des damaligen Skoda Octavia. Für bessere Geländeeigenschaften wurde der Radstand verkürzt und die Bodenfreiheit auf stattliche 190 Millimeter erhöht. Allradantrieb gab es zwar nicht, doch ein optionales Sperrdifferenzial half dem heckangetriebenen Trekka auch abseits befestigter Straßen.
Unter der Haube arbeitete ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 47 PS. Viel Leistung war das schon damals nicht, doch für Höchstgeschwindigkeiten von rund 110 km/h reichte es. Entscheidend war ohnehin etwas anderes: Der Trekka sollte zuverlässig, günstig und vielseitig sein. Genau das machte ihn bei seinen Kunden beliebt.
Geländewagen mit mobilem Hochsitz
Dazu passte auch die Variantenvielfalt. Den Trekka gab es als Pick-up, Kombi, Cabrio oder mit verschiedenen Dachlösungen. Bis zu acht Personen fanden Platz. Für Jäger waren sogar Gewehrhalter und eine Dachluke erhältlich, die als mobiler Hochsitz dienen konnte.

Eine der verschiedenen Aufbauvarianten ermöglichte es Jägern, dass sie die Dachluke als Art mobilen Hochsitz nutzen konnten.
Bild: Skoda
Bis 1972 entstanden knapp 3000 Exemplare. Heute sind nur noch wenige Fahrzeuge erhalten, was den Trekka zu einer echten Rarität macht. Gleichzeitig gilt er als ein wichtiger Vorläufer der heutigen Skoda-SUV.
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