Der Trabi ist das Gesicht des Mauerfalls. Als vor 25 Jahren plötzlich die Grenze zwischen Ost und West geöffnet wurde, brannten sich die Bilder der über die Grenze fahrenden Kleinwagen weltweit bei einer ganzen Generation ein. Der Kühlergrill mit den hervorstehenden Rundscheinwerfern drüber und den schmalen Reifen drunter steht stellvertretend für Hunderttausende DDR-Bürger, die mit ihm durch die Mauer strömten.

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Deutsche Einheit und Mauerfall: Die Autos der DDR
John Short   mit  Trabant  in  Colorado
Das muss Liebe sein: John Shorts Frau Mary fuhr im Trabi zur Trauung - obwohl sie die Autos eigentlich nicht mag.
Bild: Privat / John Short
Inzwischen ist er aus dem Alltag verschwunden. Für viele Besitzer stand er nach der Wende ganz praktisch erst mal nicht für Friede, Glück und Freiheit, sondern für Rückständigkeit, Mangelwirtschaft und eine schlechte Heizung. Hunderttausende der Zweitakter wurden verlassen, zerstört, verbrannt, verschrottet. Ein paar allerdings gingen auf die Reise um die Welt. Heute fahren Trabant auf allen Kontinenten.
Der Überblick: Faszination Trabant
AUTO BILD hat einige aufgespürt und deren Besitzer erzählen lassen – die Geschichten sehen und lesen Sie in der Bildergalerie. Die Trabi-Fahrer verbinden ganz verschiedene Dinge mit dem Auto: Heimat, Abenteuer, Liebe. Den Hauch der Geschichte aber spüren alle. Oder, wie Justin Shepherd sagt, der von San Antonio in Texas aus ein englischsprachiges Trabant-Forum betreibt: "Der Trabant ist unbestreitbar eines der historisch und politisch wichtigsten Autos, die je gebaut wurden."