21.300 Menschen starben im Jahr 1970 auf deutschen Straßen, 2010 waren es nicht einmal 4000. Und das, obwohl sich die Zahl der Fahrzeuge in der Zwischenzeit beinahe verdreifacht hat. Ein Wunder? Nein, diese erfreuliche Bilanz verdanken wir hauptsächlich den vielen Sicherheits-Innovationen, die über die Jahre in unsere Automobile eingezogen sind. In den 1950er-Jahren trugen Auto-Insassen immer unbewusst ein Totenhemd, denn Sicherheits-Technologien waren in den damaligen Fahrzeugen kaum bis gar nicht vorhanden: Stabile Fahrgastzelle, Sicherheits-Lenksäule, Gurte? Fehlanzeige. Ganz zu schweigen von Airbag, ABS, ESP. Kein Wunder, dass damals schon relativ harmlose Unfälle häufig Schwerverletzte und Todesopfer forderten.
50 Jahre Sicherheitsgurt
Sicherheits-Extra Nummer Eins: Der Gurt rettete schon ungezählte Menschenleben.
Bild: Werk
125 Jahre Automobil sind ein Anlass, die Sicherheitsinnovationen zu würdigen. Die Nutzer von autobild.de haben darum die wichtigsten Sicherheits-Innovationen aller Zeiten gewählt. Strahlender Sieger: der Sicherheitsgurt. Den unscheinbaren Lebensretter wählten mehr als ein Drittel der User zum wichtigsten Sicherheits-Feature aus 125 Jahren Automobilgeschichte. So ändern sich die Zeiten: In den 1970ern ging ein Aufschrei durch die Republik, als die bußgeldbewehrte Gurtpflicht eingeführt wurde: Freie Bürger ließen sich auf freier Fahrt nicht in Fesseln legen. Auf dem ehrenvollen Platz Zwei landete die Sicherheits-Fahrgastzelle. Gut so, denn was nutzen alle elektronischen Heleferlein, wenn Insassen beim Aufprall zu Tode gequetscht werden!? Den dritten Platz erzielte das wichtigste High-Tech-Extra: der Airbag.

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