Der Katalysatorboom zeigt nicht einmal vor dem Alter Ehrfurcht. Selbst in Ehren ergraute Veteranen müssen sich noch von der Woge der Reinheit überrollen und technische Veränderungen gefallen lassen, die zur Stunde ihrer Geburt noch nicht einmal erfunden waren. Der erste BMW mit der "5" in der Seriennummer erblickte im Jahr 1972 das Licht der Welt. Zwei Jahre später folgte der Volvo 240, und erst drei weitere Jahre danach gab es den ersten geregelten Drei-Wege-Katalysator. Bis heute ist der geregelte Drei-Wege-Katalysator das wirkungsvollste aller Reinigungssysteme.
Er macht 90 Prozent der Giftstoffe im Abgas unschädlich. In den USA gehört der Kat längst zum Standard. Bei uns setzt er sich erst langsam durch, macht dabei aber eben auch vor so gestandenen Typen wie dem BMW 520i und dem Volvo 240 GL nicht mehr halt. Und das ist gut so. Seit ihrer Premiere haben sowohl der Bayer als auch der Schwede gründliche Renovierungen und Überarbeitungen erlebt. An Kinderkrankheiten leiden sie nicht mehr. Bei beiden steckt ausgereifte Technik unterm Blech. 129 PS liefert der Zweiliter-Sechszylinder des BMW 520i, der auch in der Kat-Version seinen Charakter bewahrt hat.
Er braucht hohe Drehzahlen, um Leistung zu bringen. Sein maximales Drehmoment von nicht gerade üppigen 164 Nm entwickelt er erst bei 4300/min, sein Durchzugsvermögen ist also nicht sehr ausgeprägt. So zeigt sich der Vierzylinder des Volvo 240 GL bei der Elastizitätsmessung überlegen. Er wuchtet schon bei 2750 Umdrehungen 185 Nm auf die Kurbelwelle und überbrückt deshalb die Spanne zwischen 60 und 100 km/h sowohl im vierten als auch im fünften Gang schneller als sein Konkurrent aus München. Das bleibt jedoch der einzige Punkt, in dem der Volvo seine Nase vorn hat.