Ennstal Classic 2015: Crash zweier Porsche 911
Klaus Ludwig crasht in den Alpen

Zwischenfall im Rahmen der Racecar-Trophy bei der Ennstal Classic: Zwei historische Porsche 911 kollidieren. In einem Auto: Ex-DTM-Meister Klaus Ludwig.
Bild: Frederik Hackbarth
- Frederik Hackbarth
Es sollte ein schönes Zusammentreffen alter Weggefährten und eine Ausfahrt mit historischen Rennwagen werden. Doch für zwei Porsche-Besitzer endete der Auftritt der Racecar-Trophy im Rahmen der 23. Ennstal-Classic in Österreich mit einem teuren Blechschaden. Auf dem Flugplatz Niederöblan in der Steiermark drehten die nostalgischen Rennfahrzeuge am zweiten von drei Tagen bei der beliebten Oldtimer-Rallye gerade ein paar Runden auf einem abgesperrten Parcours, da durchbrach ein lauter Knall die beschauliche Idylle aus bestem Wetter und Alpenpanorama. In der Zielkurve kollidierten zwei Klassiker!
Gerade nochmal gut gegangen

Unliebsame Zusammenkunft: Am linken Schweller wurde der Porsche 911 S/T von 1972 getroffen.
Ursachensuche in den Bremsspuren
"Verrückt! Wo bremst der denn bitte?", ärgert sich Klaus Ludwig beim Betrachten der Bremsspuren unmittelbar nach dem Crash, bei dem alle Insassen glücklicherweise unverletzt blieben. Der mehrmalige Le-Mans-Gewinner mahnt: "Wenn der uns seitlich reinfährt und nicht nur streift, ist mein Fahrer Christian Jäger tot." Doch was ist genau passiert? Ein Streckenposten gibt die erste Aufklärung: "Das Erste, was Vanoli zu mir gesagt hat, als wir mit den Helfern am Unfallauto angekommen sind, war: 'No brakes!'“
Gesundheit wichtiger als Blech

Hollywood-Schauspieler Patrick Dempsey fuhr für Porsche, war zum Zeitpunkt des Unfalls allerdings nicht vor Ort.
Der Italo-Schweizer beschreibt die Schrecksekunden im Auto: "Man drückt das Bremspedal, aber es passiert überhaupt nichts. Im Gegenteil: man hat eher das Gefühl es wird noch viel schneller..." Über den glimpflichen Ausgang ist er trotzdem erleichtert und sagt: "Das war Glück im Unglück. Blech kann man richten. Schlecht ist es, wenn es an die Gesundheit geht.“ Und auch Klaus Ludwig zeigt sich ob des Unfallhergangs am Ende versöhnlich: "Jetzt ist es so, wie es ist - aber zum Glück ist niemandem etwas passiert!"
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