Daniel Goeudevert, Ford- Vorstandsvorsitzender, ziert sich zwar, es zuzugeben. Schließlich habe Ford in den vergangenen vier Jahren immerhin anderthalb Millionen Sierras verkauft. Doch zwischen den Zeilen ist es deutlich herauszuhören: Der Heckklappen-Sierra war nicht so erfolgreich, wie man es sich in Köln beim Debüt im Herbst 1982 erhofft hatte. Die eigenwillige Form der Heckpartie ging am Geschmack zahlreicher – nach Ford-Untersuchungen vornehmlich älterer – Kunden glatt vorbei. Doch das soll nun anders werden.
Mit der Stufenheck-Version des Sierra nimmt Ford nun auch jene Käufer ins Visier, die sich mit der damals revolutionären Fließheck-Lösung nicht anfreunden konnten und dem Vorgänger Taunus nachtrauerten. Schließlich orientiert man sich in Köln an der Konkurrenz aus Rüsselsheim – und vom Opel Ascona wurden bislang immerhin 68 Prozent mit Stufenheck geordert. Was dabei herauskam, kann sich durchaus sehen lassen. Es wurde nicht nur die Heckpartie erneuert. Die Frontansicht mit den breiten Scheinwerfer-/Blinker-Einheiten lässt den neuen Sierra zierlicher aussehen als die bislang bekannte Fließheck-Version, während die Heckpartie – von der Seite gesehen – ein wenig an die 124er-Baureihe von Mercedes erinnert.
Viele Detailneuerungen fallen erst auf den zweiten Blick ins Auge. So die halb versenkten Scheibenwischerarme, die fehlenden Regenrinnen (die einen speziellen Dachgepäckträger erforderlich machen) oder die bis ins Dach hineingezogenen Türausschnitte, die das Einsteigen erleichtern sollen. Im Innenraum hat sich optisch wenig verändert. Die wichtigsten Neuerungen: Gurthöhenverstellung an den Vordersitzen sowie ein neues Innenleben der Sitze, die straffer gepolstert wurden. Dabei fiel gleichzeitig auch noch ein wenig mehr Knieraum für die Fond-Passagiere ab: Zwölf Millimeter Zuwachs hören sich zwar mickrig an, machen sich aber durchaus positiv bemerkbar.