Honda Civic EK9 Type Rx (2000): Preis, gebraucht, PS

Honda Civic EK9 Type Rx (2000): Preis, gebraucht, PS

Dieser 20 Jahre alte Honda Civic kostete so viel wie ein BMW X5

Ein alter Honda Civic Type Rx wurde bei einer Auktion für 63.000 Euro verkauft! Der Kompakte Japaner ist wirklich einmalig. Dennoch: Zeitwert oder völlig überteuert?
Viele Youngtimer erleben zurzeit einen enormen Wertzuwachs. BMW M-Modelle der 1980er und 90er etwa sind in preisliche Sphären abgehoben, die für viele nicht mehr erreichbar sind. Aber auch kompakte, ehemalige Massenmodelle wie der Golf 2 GTI oder der Peugeot 205 GTi gewinnen deutlich an Wert.
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*Preise: Stand 17.04.2020
Doch auch – oder gerade – in Zeiten des allgemeinen Youngtimer-Hypes können manche Auktionserlöse noch schocken: Kürzlich wurde ein 20 Jahre alter Honda Civic EK9 Type Rx für umgerechnet 63.016 Euro versteigert – wohl ungesehen übers Internet, Steuern und Verschiffungskosten noch nicht mit eingerechnet. Wie kann ein japanischer Kompakter einen solch astronomischen Preis erzielen?

Seltenes Sondermodell des Type R

Nettes Detail: Beim Type R sind die Honda-Logos rot, bei allen anderen Civic schwarz.

Erstens: Es handelt sich um ein ganz spezielles Modell. Beim verkauften Type R handelt es sich nämlich um einen seltenen Type Rx. Mit CD-Spieler, elektrisch anklappbaren Seitenspiegel in Wagenfarbe, E-Fenstern, Klimaautomatik, Alu-Sportpedalen und einer Mittelkonsole im Carbon-Look ist der "x" quasi die Luxus-Version des Type R. Sie wurde nur 1999 und 2000 angeboten und ist enorm selten. Dabei ist der EK9-Type R an sich schon speziell. Auf Basis dieser Civic-Baureihe entstand von 1997 bis 2000 die erste Type R-Generation. Sie wurde ausschließlich in Japan verkauft und unterschied sich grundlegend vom normalen Civic.

Wann die Nachlackierung in Schwarz ausgeführt wurde, geht aus dem Inserat nicht hervor.

Schürzen und Schweller sind sportlicher gestaltet, auf dem Heckdeckel sitzt ein großer Spoiler. Ein naht- statt punktgeschweißtes Chassis bringt mehr Steifigkeit. Der weitgehende Verzicht auf Dämmmaterial drückt das Leergewicht auf nur gut 1000 Kilogramm. Ein Momo-Lenkrad, ein Titan-Schaltknauf sowie rote Recaro-Sitze, Teppiche und Türtafeln peppen den Innenraum auf. Dreh- und Angelpunkt ist aber der famose 1,6-Liter-VTEC-Sauger mit variablen Steuerzeiten. Der 185 PS starke Vierzylinder erreicht sein Drehzahllimit erst bei 8400 U/min. Ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse hilft dem Fronttriebler, die Kraft auf die Straße zu bringen.

Der Type Rx ist nahezu ein Neuwagen

Der Innenraum präsentiert sich im Neuzustand. Nichts wirkt abgegriffen oder abgenutzt.

Zweitens: Das Auto ist so gut wie neu. Der Civic mit Baujahr 2000 hat offenbar nur 2575 Kilometer auf dem Tacho und stammt aus erster Hand. Die Originalfarbe "Championship White" musste schwarzem Lack weichen, ansonsten ist der Kompakte unverbastelt. Den Bildern nach zu urteilen ist er nahezu im Neuzustand. Das ist unglaublich selten, weil Civic gerne getunt und verheizt wurden.

Zustand und Laufleistung erklären den Preis

Ein aktueller Type R mit 320 PS kostet nur knapp die Hälfte dieses EK9 im Top-Zustand.

Der Type Rx stammt aus dem japanischen Yokohama und wurde von der Firma OZM Auto Auctions online versteigert. Wohin der Honda verkauft wurde, ist nicht bekannt. Da OZM ein australischer Importeur ist und der Verkaufspreis in australischen Dollar angegeben wurde, liegt aber die Vermutung nahe, dass der Zuschlag auch nach Australien ging. Wie auch immer, der erzielte Preis von umgerechnet 63.016 Euro (102.740 australische Dollar, noch ohne Steuern und Versand) ist unfassbar hoch. Ein aktueller Civic FK8 Type R kostet die Hälfte. (Honda Civic Type R bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 4216 Euro.) Und ein nagelneuer X5 ist ab 65.000 Euro zu haben. (BMW X5 M50i bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 16.633 Euro.)
Selbst für einen EK9 Type R ist eine derartige Summe eigentlich nicht gerechtfertigt. Eigentlich, denn Zustand und Laufleistung machen diesen Type Rx einmalig und lassen sich nur schwer beziffern. So ist zumindest nachvollziehbar, warum ein hartgesottener Honda-Fan eine derartige Summe geboten hat. Das Problem bei solchen Mond-Preisen: Sie rechtfertigen in Zukunft auch für weniger gute Exemplare immer höhere Preise. Bis ein solcher Rekordwert allerdings wieder erreicht wird, dürfte es noch dauern.

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