Mercedes 500 SEC AMG mit wenig Kilometern bei Ebay
Kultiger Protz-AMG mit V8 zu verkaufen

Weiß, breit, stark: Dieser Mercedes 500 SEC AMG ist ein Fest für Poser, die den großen Auftritt lieben. Mit nur 17.000 Kilometern auf der Uhr zudem eine echte Rarität.
- Julian Rabe
Bei diesem Auto hat Mercedes an nichts gespart. Der 500 SEC AMG ist größer, stärker, weißer – und damit ein wahr gewordener Poser-Traum. 1985 lief er vom Band und heute, mehr als 30 Jahre später, steht er bei Ebay zum Verkauf. Bis zum 21. Mai läuft das Angebot des Händlers "rmcmiami", der sich auf werthaltige Klassiker spezialisiert hat. Das protzige Benz-Coupé ist laut Verkäufer ein Fahrzeug aus zweiter Hand, befindet sich allerdings im Original-Zustand und wurde bislang nur 17.262 Kilometer weit gefahren. Das Fahrzeug ist unfallfrei und verbrachte die vergangenen 34 Jahre überwiegend in einer klimatisierten Garage. Besonders ins Auge sticht die makellose, weiße Lackierung, die sich über die gesamte Karosserie zieht. Auch die AMG-Felgen (mit Pirelli P6000 bespannt) glänzen in purem Weiß. Auch das Interieur bewirbt der Händler als makellos, die Fotos unterstreichen diese Angabe – Sitze und Instrumente wirken wie frisch vom Band gelaufen. Farblich ist der Innenraum konsequent in Rot gehalten, nur die Holz-Intarsien und die dunklen Armaturen durchbrechen die Dominanz. Highlights sind die elektrisch einstellbaren Sitze mit Heizung, das elektrische Schiebedach und das, laut Inserat, voll funktionsfähige Bordtelefon.
Großer Auftritt dank bulliger Optik und V8-Sound
Auch unter der Haube bleibt sich der 500er treu, der Fünfliter-V8 leistet laut Inserat starke 231 PS, die den 1,7 Tonnen schweren Luxus-Brocken über ein Automatik-Getriebe vorantreiben. Ab Werk liegt die Höchstgeschwindigkeit des SEC bei satten 230 km/h, die dieses fast neue Exemplar auch noch schaffen dürfte. Der große Auftritt ist seinem Fahrer ohnehin sicher. Der Mercedes 500 SEC AMG ist länger, breiter und bulliger als die meisten anderen Autos, der V8 sorgt für den passenden Sound. Der Preis von umgerechnet rund 51.000 Euro klingt happig, dürfte angesichts der Einzigartigkeit und der Laufleistung des Luxus-Coupés aber seine Berechtigung haben. Vergleichbare Modelle sind derzeit kaum zu finden.
Mercedes C 126

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Das beste Auto der Welt, das teuerste deutsche Serienauto: An Superlativen fehlt es dem 1981 vorgestellten Mercedes SEC der Baureihe 126 wahrlich nicht. Die Baureihe ist ein Design- und Technik-Vorbild: Kein anderes Auto schafft den Spagat zwischen Klassik und Moderne so perfekt wie das 126er-Coupé, von seinen Liebhabern "Sseck" genannt.

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Ein Anblick, der bei Mercedes-Jüngern als Gottesbeweis ausreicht: Die formvollendete Silhouette des SEC mit rahmenlosen Seitenfenstern und fehlender B-Säule ist ein Leckerbissen für Auto-Gourmets. Eine Form, die niemals altert, sondern mit den Jahren reift.

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Ein Mercedes für Ästheten: Die Entscheidung, die SEC-Typen mit dem SL-Kühlergrill mit integriertem Stern auszustatten, fiel erst kurz vor ihrer Premiere. Erst war geplant, sie mit der Kühlerfront der Limousine zu bringen.

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Fließende Linien: Trotz der Länge von fast fünf Metern wirkt der SEC durch die flache Haube, die stark geneigten Dachsäulen und die großen Glasflächen grazil. Optisch kommen die 126er-Coupés harmonischer und besser proportioniert als die SLC-Vorgänger daher.

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Das Meisterwerk des Mercedes-Designers Bruno Sacco fährt auch technisch alles auf, was in den 80ern gut und teuer ist. Ausschließlich V8-Aggregate und Automatik, Motor- und Kofferraumhaube aus Aluminium, automatischen Gurtbringer, ABS, den zunächst "Luftsack" genannten Airbag (ab 9/87 auch auf der Beifahrerseite), ASR (ab 9/87).

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Pro Jahr entstanden rund 7000 bis 8000 Einheiten der großen Coupés. Von 1981 bis 1991 verließen insgesamt 74.060 Fahrzeuge die Produktionshallen in Sindelfingen.

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Mehr ging nicht: Laut Preisliste vom 3.6.1991 kostete ein 560 SEC zuletzt 160.398 D-Mark – ohne Sonderausstattungen! Damit war der 560 SEC seinerzeit das teuerste deutsche Serienauto.

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Die SEC-Türgriffe sind mit einem Windabweiser aus Kunststoff versehen, die nicht nur die Aerodynamik verbessern, sondern auch aufgewirbelten Schmutz fernhalten sollen. Die schlichten Griffe der Limousine hätten optisch jedoch besser zur filigran-graziösen Linie der Coupés gepasst.

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Kennzeichen Gullideckel: Zur Modellpflege im September 1985 rollen die 126er auf 15-Zoll-Alufelgen, von Fans wegen ihrer glatten Oberfläche als Gullideckel bezeichnet. Serienmäßig bei den Coupés und 560 SE/SEL.

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Besonders beim Coupé kommt eine kontrastreiche Lack-/Polsterkombination wegen der großen Glasflächen und der fehlenden B-Säule voll zum Tragen. Im Bild die gefragte Kombination Lack "Blauschwarz" (DB-Code 199) und Lederpolster "Dattel" (DB-Code 274).

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Spezialität der Mercedes-Coupés: Rahmenlose Seitenfenster und die fehlende B-Säule. Um dennoch eine optimale Karosseriesteifigkeit zu erreichen, sind A-Säule und Frontscheibenrahmen mit mit einem massiven Stahlrohr versteift. Wegen der Radhäuser hinten senken sich die Fond-Fenster in einer raffinierten Drehbewegung.

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Die Serienausstattung des "Sseck" war für Mercedes-Verhältnisse reichhaltig. Alle SEC kamen unter anderem serienmäßig mit elektrischer Sitzverstellung vorn (inklusive der Kopfstütze!), Velourspolstern (beim 560 SEC serienmäßig Leder) und elektrischen Fensterhebern. In einer Zeit, wo bei einem 230 E noch ein fünfter Gang Aufpreis kostete.

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Alles, was es braucht zum Titel "Bestes Auto der Welt": neben edler Technik einen "Luftsack" genannten Airbag, einen elektrischen Gurtbringer, Sitzheizung und elektrisches Heckrollo, Klimatisierungsautomatik und und und. Ein Cockpit in bester Mercedes-Manier.

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Bescheidenheit im Kombiinstrument: Das 260-km/h-Ende der Tachoskala streift die Nadel spielend. Die 300-PS-ECE-Version des 560 SEC erreicht echte 250 km/h. 100 km/h sind nach rund sieben Sekunden erreicht.

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Mit Aluminiumseele: In das Wurzelnussholz ist eine Aluminiumschicht eingearbeitet, damit das Holz im Falle eines Unfalls nicht splittert. Blindstopfen sucht man im 126er vergebens, jedes Holzteil ist an die jeweiligen Sonderausstattungen angepasst.

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Automatisch gut: Den SEC gab es ausschließlich mit Viergang-Automatikgetriebe. Und das ist gut so, denn eine Handschaltung würde zum gediegenen "Sseck" passen wie Sangria zum edlen Vier-Gänge-Menü. Die Wandler-Automatik erledigt einen unauffälligen Job und sorgt für sanfte Fahrstufenwechsel.

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Der Weg in den Coupé-Fond ist keineswegs beschwerlich. Die vorderen Sitze haben eine unterdruckgesteuerte Verriegelung. Sobald eine der Türen geöffnet wird, entriegeln sich die Sitze automatisch. Knöpfchen drücken oder Hebelchen ziehen nicht nötig. Die Sitze sind übrigens genauso bequem, wie sie aussehen.

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Edel: Der SEC-Kofferraum ist mit feinem Veloursstoff ausgekleidet. Wichtig: Vor dem Unterschreiben eines Kaufvertrages sollte man sich mit Taschenlampe in den Kofferraum legen und den Heckscheibenrahmen von unten betrachten. Sind Rostspuren zu entdecken, Finger weg! Die Heckscheibe muss raus, ein Neuaufbau des Rahmens wird fällig.

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M117.968: Fans wissen, dass sich hinter diesem Baumuster die maximale SEC-Kraft aus 5,6 Litern Hubraum und acht Zylindern verbirgt. Macken: Ölundichtigkeiten und eingelaufene Nockenwellen, erkennbar an tickenden Geräuschen aus dem Bereich der Ventildeckel.

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Weltpremiere auf der IAA 1981: Mercedes stellt die neuen Coupés der S-Klasse vor. Im Gegensatz zu dem SLC-Vorgängertypen nutzt die intern C 126 genannte Baureihe die technische Basis der Limousine. Der SLC basiert auf dem SL-Roadster.

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380 SEC und 500 SEC waren die Stars auf der 1981er IAA. Trotz der Ähnlichkeit zur Limousine weisen die Coupés nur wenige gemeinsame Blechteile auf. Neben den geringen Stückzahlen ein Grund für den hohen Kaufpreis. Das Topmodell, der 500 SEC, kostete 73.902 D-Mark – rund 23.000 D-Mark mehr als ein 500 SE! Lieferzeit zu Beginn: bis zu 18 Monate.

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Modellpflege: Im September 1985 kam den Coupés die gleiche Modellpflege zugute wie den Limousinen. Auffälligste Kennzeichen auch beim Coupé: neue, glattflächige Beplankung und neu gestaltete Front- und Heckschürzen.

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Trotz der recht hohen Stückzahl sind originale 126er-Coupés mit nachvollziehbarer Historie heute nicht einfach zu finden. Ein Ersthand-420 SEC mit schmaler Ausstattung liegt bei rund 10.000 Euro, top erhaltene 560 SEC mit fünfstelligem Kilometerstand kratzen längst an der 20.000-Euro-Marke. Tendenz: steigend.

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Weitaus häufiger als das 74.060-mal gebaute Coupé ist die 126er-Limousine. Auf der IAA 1979 feierten die Limousinen der S-Klasse ihre Weltpremiere.

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Der W 126 traf ab 1979 auf keinen einfachen Markt: Anti-Auto-Propaganda, Ölkrise und gestiegenes Umweltbewusstsein stellte die Daimler-Entwickler vor neue Herausforderungen. Neben einem Maximum an Komfort und Sicherheit war die Verbrauchsreduktion ein wichtiges Ziel im Lastenheft.

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Eine Verbrauchssenkung erreichte Mercedes auf drei Wegen: stark verbesserte Aerodynamik, verringertes Gewicht und optimierte Motoren bei verlängerten Achsübersetzungen. Im Rahmen des Energiekonzepts von 1981 wurde der Verbrauch abermals reduziert. Ergebnis: Ein 500 SE konsumiert bis zu 30 Prozent weniger als der Vorgängertyp 450 SE.

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Genfer Salon 1983: Bei Mercedes sind die chromgeschwängerten Zeiten fast vorbei. Der frisch vorgestellte 190er verzichtet beinah gänzlich auf Chrom, nur die 123er und 107er tragen noch üppigen Schmuck. Die 126er vermitteln zwischen beiden Welten.

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Moderne Zeiten: Als erster Mercedes hatte der 126er keine satt verchromten Stoßstangen aus Blech mehr. Ein nachgiebig konstruiertes Alu-Pressteil mit einer dicken Haut aus Polyurethan ersetzt die klassischen Stoßstangen. Die elastischen Stoßfänger sorgten beim hochglanzverwöhnten Publikum anfangs nicht immer für Applaus.

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Ab Februar 1979 liefen die ersten Vorserienfahrzeuge vom Band, allerdings nur mit kurzem Radstand. Vorserien-Exemplare der SEL-Versionen wurden erst im Herbst 1979 fertig, gerade noch rechtzeitig zur offiziellen Premiere auf der IAA 1979.

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1971, ein Jahr vor der Premiere des W 116, begann die Entwicklung des W 126. Die Ziele waren so aktuell wie heute: Ein Maximum an Komfort, Leistung und Sicherheit bei erheblich reduziertem Verbrauch. Realisiert wurde dies durch eine aerodynamisch optimierte Karosserie, die zudem bis zu 280 kg leichter war als der Vorgänger (Vergleich 500 SEL zu 450 SEL 6.9).

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Kraftwerk M 117: In der ECE-Version mit erhöhter Verdichtung leistete der 5,6-Liter-V8 300 PS – bis 1985 die höchste Leistung in einem Mercedes-Serien-Pkw.

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Schnellste Serien-Limousine der Welt: Der 560 SEL in ECE-Version jagt in rund sieben Sekunden auf 100 km/h und erreicht die magische Schallmauer von 250 km/h – bei einem Durchschnittsverbrauch von rund 15 Litern.

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Empfehlenswerter Einstieg: 1985 erschienen brandneue Reihensechszylinder in der S-Klasse. 260 SE und 300 SE/SEL sind rundum empfehlenswert. Besonders gelungen ist der harmonische 300er, der die Typen 280 SE/SEL ersetzt. Während der 300er schon im Drehzahlkeller kraftvoll zieht, sind die 280er immer auf hohe Drehzahlen angewiesen.

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Erste Sechszylinder-Sahne: Der neu entwickelte M 103 bietet hohes Drehmoment über ein weites Drehzahlband. Dabei bietet er eine Laufkultur, die einem Achtzylinder kaum nachsteht. Auch die Leistungsentfaltung verwöhnt bis heute: turbinenartiger Lauf, gleichmäßige Leistungsabgabe. Laufleistung? Bei guter Pflege locker 400.000 km.

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Ton in Ton: Schwarze Lederpolster und blauschwarzer Lack sehen sehr nobel aus, diese Kombination ist aber auch recht häufig anzutreffen. Die Lederpolster tragen ab September 1988 nicht mehr die klassischen Längspfeifen, sondern Querpfeifen im Sitzspiegel wie die SEC-Coupés.

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Abgehoben: Für das bequeme Sitzen im S-klassigen Papamobil sorgt ein bequemer Einzelsitz im Fond. Damit der Papst auch ohne große Mühen aus dem Dach winken kann, ist der Boden neben dem Kardantunnel anhebbar. Papst Benedikt XVI nutzt den mittlerweile 25 Jahre alten 500 SEL noch regelmäßig.

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Der Bug der 126er ist stärker angeschrägt, zentrales Element ist auch hier der traditionelle, aber breiter und niedriger gewordene Kühlergrill. Den nahezu rechteckigen Scheinwerfer des 116ers stehen die fast bündig in die Karosserie eingepassten Scheinwerfer des 126ers gegenüber, die durch eine kleine Blechfalte vom Kühlergrill getrennt sind.

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Während der 126er heute eher Kennern auffällt, ist der 116er ein echter Hingucker. Massive Doppelstoßstangen aus Chrom, flache und breite Optik sind heute eine Ansage innerhalb der mausgrauen Neuwagenmasse.

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Als der W 140 im März 1991 als Nachfolger des 126ers erschien, war die Mission von Mercedes klar. Man wollte schlichtweg das beste Auto der Welt bauen. Mercedes war geschockt vom enormen Erfolg des 1986 präsentierten BMW 7er und wollte in jeder Hinsicht Paroli bieten. Dabei war es sicherlich kein Zufall, dass das V12-Spitzenmodell 600 SEL die Leistung in kW (300) hatte, die der BMW 750 iL in PS besaß.

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Überaus haltbar: Originale Endschalldämpfer halten in der Regel zehn Jahre und länger.

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Sieht es unter der Heckscheibe so aus, ist ein neuer Rahmen fällig. Problem: Er ist nicht mehr neu lieferbar, ein rostfreies Spenderauto muss her. Ein fähiger Karosseriebauer und ein pralles Bankkonto ebenso.

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Problemfall Interieur: Den 126 gab es in zahllosen Innenraumfarben, mit Stoff-, MB-Tex-, Velours- oder Lederausstattung. Viele Innenraumteile sind jedoch nur noch in Schwarz oder gar nicht mehr lieferbar. Deshalb sollte beim Kauf auf ein originales und gut erhaltenes Interieur geachtet werden.
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