Der demografische Wandel ist voll im Gange: In Deutschland gibt es immer mehr Alte – nicht nur unter den Menschen, sondern auch bei den Autos. Die Oldtimer-Abteilung des ADAC schätzt den Bestand an Klassikern in diesem Jahr erstmals auf mehr als 800.000 Fahrzeuge. Das sind mehr als zehn Prozent gegenüber 2008, als etwa 725.000 Fahrzeuge existierten. Das überraschende Wachstum erklärt sich aus der Definition: Da der Gesetzgeber eine willkürliche Grenze bei 30 Jahren gezogen hat (danach gibt's das Oldtimerkennzeichen), "wachsen" immer mehr Youngtimer in diese Gruppe hinein. Und da die Fahrzeuge immer haltbarer werden, ist an Nachschub kein Mangel – sofern er nicht als Abwrackprämien-Opfer in der Schrottpresse landet. Für die Recherche wurden Statistiken des ADAC, des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und der Deutschen Museen für Auto, Motor und Technik e.V. erfasst. Der Anteil an historischen Motorrädern beträgt mit 46,2 Prozent nahezu die Hälfte aller Oldtimer. Erfreulich: Mehr als eine halbe Million Fahrzeuge sind keine Laden- oder Museumshüter, sondern werden regelmäßig und zur Freude anderer Verkehrsteilnehmer auf den Straßen bewegt.

Der Oldtimerbestand im Einzelnen