Renault: R4-App
Oldie für's iPad

Renault beschließt das Jahr des 50. R4-Jubiläums mit einer digitalen Festschrift. Die kostenfreie iPad-App bietet ein stimmiges Programm rund um den kultigen Franzosen.
- Stephanie Kriebel
Renault lässt das R4-Jubiläumsjahr mit einer Applikation fürs iPad ausklingen. Sie bietet mit zahlreichen Fotos und Filmen ein großes Paket an Informationen rund um den 50 Jahre alten französischen Klassiker: Journalisten und IAA-Fachbesucher erzählen ihre ganz persönlichen R4-Geschichten und Moderator und Rennfahrer Rainer Günzler fühlt dem Klassiker in seinem ZDF-Autotest aus dem Jahr 1968 auf den Zahn. Dazu gibt es eine Chronologie mit den wichtigsten Fakten. Eine angemessene Portion Sentimentalität ist also garantiert. Doch die App schwelgt nicht nur in Vergangenem, sondern wirft auch einen Blick in die Zukunft: 50 Designer zeigen, wie sie sich eine moderne Neuauflage des Renault 4 vorstellen. Viele Entwürfe dieses Design-Wettbwerbs sehen Sie übrigens auch oben in unserer Bildergalerie. Die iPad-App ist gratis und steht ab sofort im iTunes Store zum Herunterladen bereit.
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Bilder: Die besten R4 Design-Entwürfe UPDATE

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2011 ist der Renault 4 50 Jahre alt geworden. Doch zum Abschluss des Jubiäumsjahres zeigt sich der kultige Franzose noch einmal von seiner topmodernen Seite: Renault hat eine kostenlose R4-Applikation fürs iPad geschnürt. Die iPad-App steht ab sofort ...
Bild: Holger Schaper

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... im iTunes Store zum Herunterladen bereit. Sie bietet ein großes Paket an Infos rund um den 50 Jahre alten Klassiker. Journalisten und IAA-Fachbesucher erzählen ihre ganz persönlichen R4-Geschichten und Rainer Günzler fühlt dem Klassiker in seinem ZDF-Autotest aus dem Jahr 1968 auf den Zahn. Dazu gibt es eine Chronologie mit den wichtigsten Fakten.

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Doch die App schwelgt nicht nur in Vergangenem, sondern wirft auch einen Blick in die Zukunft: 50 Designer zeigen, wie sie sich eine moderne Neuauflage des Renault 4 vorstellen. Isgesamt nahmen 3273 Designer aus 92 Ländern an diesem Designwettbererb teil. Der drittplatzierte Entwurf stammt von Allen Zadeh aus den USA.
Bild: Werk

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Zadeh interpretiert den 50 Jahre alten Klassiker als vielseitiges Cabrio. R4 "eleve" (französisch "Schüler") hat er seinen Entwurf genannt. Dessen großes Plus ist die Flexibilität. Der eleve bietet mehreren Möglichkeiten zur Konfiguration. Dach zu, ...
Bild: Werk

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... Dach obenrum auf ...
Bild: Werk

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... oder Dach komplett verschwunden: So sieht Zadeh den neuen R4.
Bild: Werk

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Eine durchgehende, nicht sehr bequem wirkende Sitzbank und ein äußerst minimalistisches Cockpit: der Innenraum des amerikanischen Entwurfs.
Bild: Werk

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Auf den zweiten Platz wählte die Jury den Entwurf "R4 Rally" der Pariser Designer Yann Terrer und Jérôme Garzon.
Bild: Werk

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Augenfälligste Kennzeichen sind die durchsichtigen Türen. Durch die Transparenz soll es möglich sein, weniger Material als bei herkömmlichen Modellen zu verbrauchen. Gleiches gilt für die Sitze im Campingstuhl-Look. Die Silhouette ist vom Original übernommen.
Bild: Werk

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Die textile Hülle spannt sich über eine röhrenförmige Rahmenstruktur. Auch hier stand der Wunsch nach reduziertem Materialverbrauch im Vordergrund.
Bild: Werk

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Der R4 Rally ist solarbetrieben. Nanotechnologie ermöglicht es der Gewebe-Struktur, aus der der Entwurf gefertigt ist, die Sonnenenergie zu speichern und nutzbar zu machen.
Bild: Werk

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Auch in die Glasoberflächen sind Solarzellen integriert. Die Designer geben dem R4 Rally so auch beim Parken einen Nutzen, nämlich als Stromproduzent – sowohl für eigene Batterie als auch für den Hausgebrauch.
Bild: Werk

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Wie für alle Designer galt auch für das französische Duo die Vorgabe, bei der Arbeit an dem Entwurf nicht die historischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren, und außerdem sowohl eine zeitgemäße Ästhetik als auch ein nachhaltiges Design zu entwickeln.
Bild: Werk

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Auch im Innenraum gibt sich der französische Entwurf zart und elegant. Selbstverständlich dominieren auch hier natürliche Materialien.
Bild: Werk

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Und das ist der Gewinner! Designer Mark Cunningham aus Großbritannien kann sich nun über den Hauptpreis in Gestalt des 1965er Renault 4L freuen, der mit dem ehemaligen Formel 1-Fahrers Michel Leclère bei der 2011er Rallye Monte Carlo der Klassiker dabei war.
Bild: Werk

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Sein Entwurf eines vielseitigen Familienautos überzeugte unter anderem mit seinem leicht herausnehmbarem Motor. Auf diese Weise sollen Reparaturen günstiger werden und die Lebensdauer des Fahrzeugs verlängert werden.
Bild: Werk

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Auch ein eingebauter Fahrradträger ist an Bord. Grüne Gedanken: Eine Art Dachrinne über der Windschutzscheibe sammelt und filtert Regenwasser und leitet es in den Wassertank. Teile der Karosserie sind aus recycelten Kunststoffen gefertigt.
Bild: Werk

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Nach Willen des Designers wird der neue R4 entweder elektrisch oder von einem effizienten Benziner angetrieben. Durch das modulare Prinzip könnten die Besitzer nach einiger Zeit immer noch vom günstigen Verbrenner auf die E-Version umsteigen. Die überdimensionale Heckklappe weist den Entwurf als ladewilligen Familienfreund aus.
Bild: Werk

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Glücklich, wer da drübergucken kann: Statt eines herkömmlichen Armaturenträgers hat sich der Designer für ein frei stehendes, hohes Kombiinstrument entschieden.
Bild: Werk

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Auch dieser Entwurf nahm am Design-Wettbewerb "Renault 4 ever" teil. An ihn hatten wir unser Herz gehängt, doch die Jury hat anders geurteilt. Immerhin ...
Bild: Internet

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... hat es der Entwurf des italienischen Designers David Obendorfer unter die Top 50 geschafft. Er erklärt seinen Entwurf ...

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... wie folgt: "Ich habe die Beschaffenheit der Oberflächen des Modells erforscht und versucht, die Proportionen, die ihm seine starke Persönlichkeit geben, zu erfassen. Diese Merkmale sind unter anderem der lange Radstand, der recht kurze vordere Überhang, die nahe beieinander stehenden Frontscheinwerfer, ...

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... die Karosserie mit ihrer typischen, nach vorn gerichtete Neigung, unterschiedliche Kotflügel vorne und hinten und die gerade Heckklappe." Beim Vergleich ...

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... mit dem Original kann man nur sagen: Das hat gut geklappt. Der Entwurf lässt keinen Zweifel daran, wessen Geschichte hier fortgeführt wird, ...
Bild: Holger Schaper

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... gibt sich aber dennoch zeitgemäß. Die aktuellen Anforderungen an Sicherheit und Komfort hat Oberndorfer ebenso wenig außer Acht gelassen wie die Integrationsmöglichkeit alternativer Antriebe.

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Die Einfachheit der äußeren Erscheinung wird auch im Innenraum fortgeführt. Doch auch hier muss man auf moderne Features wie den einklappbaren LCD-Bildschirm nicht verzichten.

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Dieser Entwurf kommt von Jose Eduardo Sanchez Jozedwardo aus Mexiko. Wie er seinen R4 genannt hat, wird schon auf dem Bild deutlich: Renault Sport. Angetrieben wird der 4x4-Sportler von vier Elektro-Radmotoren.
Bild: Hersteller

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Ebenfalls in die grüne Kerbe hauen die Solarzellen auf Dach und Fenstern und die verwendeten Elemente aus biologisch abbaubarem Kunststoff und Gummi. Gespeichert wird die Energie in Lithium-Polymer-Batterien. Carbon in Chassis und Rädern sorgt für ein geringes Gesamtgewicht.
Bild: Hersteller

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Der Designer betont zudem besonders die Vielseitigkeit seines Entwurfs. Der Renault Sport soll sowohl ein Kompaktwagen mit Coupé-Anleihen, als auch SUV und Familienauto in Personalunion sein.
Bild: Hersteller

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Mirko Vujicic aus Serbien wollte bei seinem Entwurf die grundlegenden Eigenschaften des R4 bewahren, sie in die Gegenwart transportieren und so neue Anhänger für den praktischen Renault werben.
Bild: Hersteller

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Der elektrisch angetriebene, serbische R4 ist aus Verbundwerkstoffen und Aluminium hergestellt, da sie einerseits leicht und recycelbar sind, andererseits aber eine Festigkeit aufweisen, wie wir sie gewohnt sind.
Bild: Hersteller

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Klar, es ist nur ein Entwurf. Aber im Innenraum scheinen Mirko Vujicic die Ideen ausgegangen zu sein. Zu erkennen ist immerhin, dass der Schalthebel wie beim alten R4 in erhöhter Position sitzt.
Bild: Hersteller

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Shao Yung Yeh aus Taiwan wollte bei seinem R4 Fahrspaß mit Alltagstauglichkeit und Umweltfreundlichkeit kombinieren.
Bild: Hersteller

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Gefertigt ist der Entwurf aus recycelbaren Materialien wie Aluminium und Glas. Ein Plug-in Elektro-Antrieb sorgt für Vortrieb, Solar-Panels auf Dach und Fenstern sammeln Energie.
Bild: Hersteller

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Der Viersitzer soll mit seiner großen Bodenfreiheit einen komfortablen Überblick über das Geschehen ermöglichen.
Bild: Hersteller

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Charlie Nghiem aus Frankreich ist kein Freund von Tiefstapelei. Sein Entwurf "Renault 4Lectric" sei nichts weniger als als der Ausgangspunkt für eine neue Lebensphilosophie, erklärt er. Das Auto soll Teil eines Kreislaufs sein, der dazu beiträgt, nachhaltiger produzieren zu können.
Bild: Hersteller

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Die zwei Batterien beziehen ihr Energie von Solar-Folien auf Fenstern und Dach, gewinnen sie aber auch beim Bremsen. Durch eine Zwei-Wege-Schaltungkann der Wagen Zuhause sowohl zusätzlich aufgeladen werden, als auch den gesammelten Strom ins Hausnetz abgeben. Während die erste Batterie für den eigenen Bedarf gedacht ist, soll der Strom der zweite Batterie ...
Bild: Hersteller

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... einer gemeinschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Das Design konzentriert sich auf das Wesentliche. Verwendet werden recycelte oder recycelbare Materialien. Die Beteiligung lokaler Zulieferer soll die Transportkosten minimieren. Am Ende seines Autolebens wird der Wagen mithilfe der von ihm selbst eingespeisten Energie recycelt.
Bild: Hersteller

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Der Beitrag von Carlos Arturo Torres aus Kolumbien nennt sich R4LIFE und macht sich neben Strom auch Windenergie zu nutze. In einem Windkanal ...
Bild: Hersteller

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... soll ein Rotor mit Propellern den Fahrtwind aufnehmen, mehrere Dynamos antreiben und so die Batterie laden.
Bild: Hersteller

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Die Scheinwerfer sehen übrigens nicht zufällig aus wie Augen, das war ausdrücklich gewollt. Die runden Formen machen den Entwurf noch knuffiger. Durchaus praktisch: Die Türen schieben sich gegenläufig auf.
Bild: Hersteller

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"Vergessen Sie Mini Cooper, VW Beatle und Fiat 500", tönt Ivo Lajner aus Brasilien. Sein neu gestalteter stilvoller Kleinwagen kombiniere den Charme des Klassikers mit der Leistung eines Sportwagen Leistung. Dagegen wirke die Konkurrenz nur noch langweilig, findet er.
Bild: Hersteller

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Geschaffen wurde der R4-Entwurf, um eine Ikone im Stil eines VW Käfers oder Mini Coopers zu werden. Der grüne Gedanke: Die verwendeten Kunststoffe ...
Bild: Hersteller

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... werden aus Zuckerrohr hergestellt. Ausrangierte Teile sollen so eine zweite Karriere als Düngemittel anstreben können.
Bild: Hersteller

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Ein deutscher Beitrag: Frank Kleist hat sich den "Yinkana" ausgedacht. Angetrieben wir der Allradler elektrisch. Seine Lithium-Ionen-Batterien sitzen im Boden.
Bild: Hersteller

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Das Chassis ist ein Bambus-Rahmen mit Titan-Verbindungen, die Karosserie ist aus Holz gefertigt. Batterien, Elektromotoren und Titan-Rahmen-Verbindungen werden laut Designer von Renault geliefert. Die Bambus-Teile werden hingegen in Werkstätten in der Nähe der Kunden hergestellt.
Bild: Hersteller

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Der Designer sieht den Bambus-R4 als passendes Fun-Car für Leute mit großem ökologischem Bewusstsein, kann sich aber auch den Einsatz als Handwerker-Auto oder Taxi vorstellen.
Bild: Hersteller

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Richard Ducreux stellt sich den nächsten R4 etwas wuchtiger vor. Für seinen Entwurf "Sixty-one concept" sieht er drei Punkte als unabdingbar: 1. Die Wiederverwendung von Rohstoffe muss gewährleistet sein. 2. Mentalitäten und Gebräuche müssen sich ändern. 3. Die erneuerbaren Energien müssen massiv ausgebaut werden. Das war's dann aber auch schon.
Bild: Hersteller

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Für den elektrischen Antrieb will Richard Ducreux Wind-, Sonnen- und Wasserkraft heranziehen. Ziel ist es, die Autoindustrie zu revolutionieren.
Bild: Hersteller

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Miguel Herranz aus Spanien schlägt leisere Töne an. Für ihn ist der R4 bescheiden, preiswert, freundlich, vielseitig – einfach Everybody's Darling. Und dazu noch ...
Bild: Hersteller

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... ein wahrer Traum in Pastell. Zwar möchte auch Miguel Herranz modernste Technologien und erneuerbare Energien nutzen. Dennoch hat er eine wichtigere Aufgabe ...
Bild: Hersteller

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... für den Nachfolger der Automobilikone im Sinn: Er soll zum Mehrweg-Auto mit wiederverwertbaren Komponenten werden. Auf diese Weise soll die historische Ikone zum Symbol der Zukunft werden. Hach, klingt schön.
Bild: Hersteller

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In seiner Vorbildrolle soll der neue R4 dann auch genug Strahlkraft besitzen, um die gesamte Autoindustrie zu beeinflussen, hofft Miguel Herranz.
Bild: Hersteller

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Bernhard Meyer aus Deutschland will mit seinem "Renault R4 Impulse" individuelle Bedürfnisse mit sozialen Anforderungen in Einklang bringen. Leichtbau und dünne Räder sollen die Effizienz erhöhen. Für Vortrieb sorgt ein Elektromotor mit regenerativem Bremssystem. Nicht faserverstärkte Kunststoffe sorgen für gute Recycling-Eigenschaften.
Bild: Hersteller

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Im Innenraum setzt sich die grüne Linie fort. So sind etwa Luftkissen in die Innenwand-Bezüge integriert. Sie sollen Spritzgussteile ersetzen, weil sie in der Herstellung weniger Energie verbrauchen und leichter zu recyceln sind. Das Innenraum-Konzept ist einfach und funktional: Durch integrierte Führungsschienen lassen sich die Sitze frei verschieben und auch ausbauen.
Bild: Hersteller

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Überaus kompakt und bullig wirkt der Beitag von Nicholas Lee Dunderdale aus Großbritannen. 2,5 Meter ist der Knuffel lang, 1,4 Meter hoch und zwei Meter breit. Bei Grill und Scheinwerfern orientiert sich der Dreisitzer am Original.
Bild: Hersteller

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Und weil Nicholas weiß, dass er mit einem rechtsgelenkten Wagen auf verlorenem Posten stehen würde, ist sein Entwurf "beidseitig" nutzbar. Die Lenkradeinheit kann je nach Markt rechts oder links montiert werden.
Bild: Hersteller

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Dieser Knubbel nennt sich "Renault 4forever-ClearCircle" und stammt vom argentinischen Designer Bernardo Basso. Der rein pflanzliche Beitrag setzt klar auf Kompostierung.
Bild: Hersteller

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Im Innenraum kommt Bambus und Leinen zum Einsatz. Auch die verwendeten Kunststoffe sowie die Außenfarbe sind aus Pflanzen hergestellt. Angetrieben wird der rollende Kleingarten von Strom aus Sonnenproduktion.
Bild: Hersteller

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Der R4F von Caspar van Roosmalen aus den Niederlanden versammelt alle Antriebskomponenten in einer Plattform-Struktur. Das ermöglicht verschiedene Varianten, wie etwa einen Van oder ein Cabrio. Neben dem E-Antrieb ...
Bild: Hersteller

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... greift der R4F in Sachen Öko auf biologisch abbaubare Verbundwerkstoffe für die Karosserie zurück.
Bild: Hersteller

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Marco Paolucci aus Italien möchte, dass sein Entwurf der "Mutter" möglichst ähnlich sieht und favorisiert klare Linien.
Bild: Hersteller

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Angetrieben wird der kleine Purist von zwei Elektomotoren an den vorderen Rädern, die Batterie sitzt im Heck. Über 100 Kilometer weit soll der italienische Beitrag mit einer Portion Strom kommen. Für das Aufladen veranschlagt Marco Paolucci sechs bis acht Stunden.
Bild: Hersteller

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Auch dieser Entwurf setzt auf biologische Materialien und die daraus resultierende Abbaubarkeit. Paoluccis Landsmann ...
Bild: Hersteller

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... Andrea Filogonio liebt es deutlich abgedrehter. Bei seinem R4-n ist er nach eigenem Bekunden von Schildkröten inspiriert worden. Besonders deren harter Panzer und die starken Beine, die sie bei Bedarf einziehen können, haben es ihm angetan. Deswegen kann der kleine Stromer das auch – in engen Parklücken zum Beispiel.
Bild: Hersteller

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Michael Fink und sein Team aus den USA haben den Renault Plaisir ersonnen. Auch hier kam bei verschiedenen Karosserieteile unter anderem pflanzlicher Kunststoff zum Einsatz. Der Boden ist aus einem auf Kohlenstoff basierenden Fasermaterial gefertigt und mit Balsaholz gefüllt. Der Innenraum kommt ohne Klebstoff aus. Alle Komponenten sind zugeschnitten, ...
Bild: Hersteller

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... geklemmt, gesteckt oder eingenäht. Der Vortrieb wird mittels Pressluft bewerkstelligt. Um auch höhere Geschwindigkeiten erreichen zu können, kann ein Diesel-betriebener Wankelmotor zugeschaltet werden, der normalerweise Aufklärungsdronen des Militärs antreibt. Solarzellen sorgen dafür, dass der Plaisier auch im Stand etwas zu tun hat, nämlich seine Batterien füllen.
Bild: Hersteller

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Ebenfalls unter die Top 50 geschafft haben es Mario Fedele aus Italien und sein "Renault 4 Nature". Auch hier stehen ökologische Materialien und ein elektrisches Antriebssystem im Vordergrund. Alle vier Räder werden von je einem E-Motor bewegt.
Bild: Hersteller

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Die geschickte Anordnung der Motoren und Batterien ermöglicht es, sowohl im Heck als auch unter der Haube einen Kofferraum einzurichten. Auf dem Dach ist ein Solarmodul positioniert. Mit der so gewonnenen Energie ...
Bild: Hersteller

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... lassen sich Klimaanlage, Beleuchtung und Infotainment-System betreiben.
Bild: Hersteller

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Und noch ein Beitrag aus Italien: Würde der R4 heute erfunden werden, meint Matteo Montani, wäre er angesichts seiner Multifunktionalität wahrscheinlich ein SUV. Daher taufte er seine Erfindun auf den Namen 4uv: fo(u)r utility vehicle. Referenzen an das Original sind die Motorhaube ...
Bild: Hersteller

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... und die große Heckklappe. Das Material der Wahl ist auch hier wieder mal Aluminium.
Bild: Hersteller

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Der Schalthebel für die Automatik tut es dem Original gleich und sitzt auf erhöhtem Platz. Spannend wäre, ob der neue R4 auch ein derart leuchtendes Beispiel für Variabilität werden würde ...
Bild: Hersteller

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... wie das Original. Denn der 1961 erschienene Renault 4 setzte hinsichtlich Raumausnutzung völlig neue Standards. Vier Türen und eine riesige Heckklappe machten den R4 zu universal nutzbaren Transport-Talent. Dagegen wirkten Citroën 2 CV und vor allem der VW Käfer geradezu antiquiert.
Bild: Uli Sonntag

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Vielseitiger Alleskönner: Der R4 überzeugte in seiner 31-jährigen Produktionszeit über acht Millionen Käufer. Anschaffung und Unterhalt sind günstig, die Mechanik ist nahezu unzerstörbar, dazu kommt sein Sinn für das Praktische. Positiver Nebeneffekt des R4-Fahrens: Sein spartanisches Wesen wirkt heute beglückend.
Bild: Uli Sonntag

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Zu Beginn der 1960er Jahre hatte der Renault 4 keine Konkurrenz – nirgendwo sonst gab es einen Kleinwagen mit vergleichbaren Ausmaßen und derartig variablem Innenraum. Hinter der großen Heckklappe verbirgt sich ein glattflächiger, gut nutzbarer Kofferraum, die Rücksitzbank ist schnell ausgebaut. So schluckte der R4 ganze WG-Umzüge!
Bild: Uli Sonntag

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Das Fahrwerk trägt erheblich zum gelassenen R4-Fahren bei. Die langen Drehstäbe federn Unebenheiten exquisit heraus, die Lenkung arbeitet präzise. In scharf gefahrenen Kurven neigt sich der R4 zwar deutlich zur Seite und untersteuert kräftig, bleibt aber jederzeit problemlos beherrschbar.
Bild: Uli Sonntag

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Moderne Zeiten: 1983 erhält der R4 ein Plastik-Armaturenbrett. Liebenswerte Schrulligkeiten wie die herrliche Revolverschaltung und die Frischluftklappen unter der Windschutzscheibe bleiben. Kurios: Die letzten R4 hatten mehr Kontrollleuchten im Cockpit als eine Mercedes S-Klasse ...
Bild: Uli Sonntag

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Kuriose Konstruktion: Im R4 sitzt das Getriebe vor dem längs eingebauten Vierzylinder-Motor. Um es zu betätigen, haben die Renault-Ingenieure eine lange Schaltstange erdacht, die vom Getriebe über den Motor bis zur Mitte der Armaturenanlage reicht. Die soliden Motoren des R4 sind für mehrere Hunderttausend Kilometer gut.
Bild: Uli Sonntag

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Im Zuge der VW Buggy-Welle bot Renault von 1968 bis 1971 die Cabrio-Version R4 Plein Air an. Ohne Dach – und ohne Türen.

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Hochbau: Renault 4-Kastenmodell Fourgonette mit noch mehr Laderaum. Der Kleinlieferwagen war bis in die 80er-Jahre der meistverkaufte Wagen seiner Klasse und vor allem bei Handwerkern sehr beliebt.
Bild: Werk

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Die Urversion: Mit dem schmalen Chrom-Kühlergrill wurde der Renault R4 von 1961 bis 1968 angeboten. 1965 entfiel übrigens das "R" in der Typenbezeichnung, fortan wurde der praktische Kleinwagen schlicht als Renault 4 vermarktet.
Bild: Holger Schaper

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R4-Kuriosität: Das linke Hinterrad steht fünf Zentimeter weiter vorn als das Rechte. Statt konventionellen Federn hat der R4 quer angeordnete Drehstäbe, die aus Komfortgründen nicht zu kurz werden durften. Da blieb nur eine parallele Anordnung als Lösung, aus der sich zwei verschiedene Radstände ergeben. Für die Fahr- und Federeigenschaften ist dies ohne Belang.
Bild: Holger Schaper

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Die Landbevölkerung in einigen südeuropäischen Ländern schätzt die solide Konstruktion des R4 noch heute. In Südfrankreich gibt es dank des trockenen Klimas keine Rostprobleme, etliche R4 sind dort noch im alltäglichen Einsatz. Die hohe Bodenfreiheit und die langen Federwege machen den R4 sogar tauglich für leichtes Gelände.
Bild: Holger Schaper

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Klappe statt Klimaanlage: Bis 1975 hatten der Renault 4 eine Frischluftklappe unter der Windschutzscheibe. Die späteren Ausführungen bekamen ein schwarzes Plastik-Gitter, die Frischluftzufuhr wurde dann über Klappen auf der Armaturentafel gesteuert.
Bild: Holger Schaper

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Ein Hauch von Luxus: Das transparente Bernsteinlenkrad und ...
Bild: Holger Schaper

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... der Schaltknauf sind eine echte Augenweide. Sie gehörten bis 1967 zur Serienausstattung.
Bild: Holger Schaper

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Der R4 entschleunigt. Der nasal klingende Vierzylinder brummt sein Lied, der linke Arm ruht auf dem Rahmen des geöffneten Schiebefensters, die Drehstabfederung wiegt sanft. Reisetempo: maximal 110 km/h. Aufregen? Niemals. Man wundert sich höchstens, warum all die anderen so hektisch sind.
Bild: Holger Schaper

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Von solchen Platzverhältnissen konnten Käfer-Fahrer nur träumen. Die auf Schienen verstellbaren Sitze sind dick und weich gepolstert, die Rückbank ist mit wenigen Handgriffen herausnehmbar.
Bild: Holger Schaper

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Der Vierzylinder war seiner Konkurrenz überlegen: flotter als ein 2 CV, sparsamer als ein Käfer. Dank Wasserkühlung bietet er eine effektivere Heizung und ist darüber hinaus noch sehr langlebig.
Bild: Holger Schaper

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Gilt als geistiger Nachfahre des 1992 eingestellten Renault 4: der 1998 erschienene Renault Kangoo. Er bietet sehr viel Platz, einen variablen Innenraum, ist günstig und anspruchslos.
Bild: Flo
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