Trabanten 601 mit Besitzer Thomas Sawa
Wegen schöner Kindheitserinnerungen liebt Thomas Sawa aus Fulda noch heute Trabis.
Bild: Günter Poley / Hersteller
"Den will ich sehen, der auch so einen Trabant hat!", fordert Thomas Sawa gern heraus. Und er hat gute Chancen, jede Wette zu gewinnen, besitzt der 32-Jährige aus Fulda doch gleich zwei Ost-Klassiker in Bestzustand.Nummer eins, Baujahr 88 mit Bilderbuch-Bio: Nach der Wende bei einem Opel-Händler in Zahlung gegeben, 1990 stillgelegt und Jahre in einer Ausstellungshalle liebevoll verhätschelt. Als ihn der gelernte Kfz-Mechaniker entdeckte, war der Wagen erst 11.000 km gelaufen, hatte Erstlack und kaum Abnutzungsspuren. Selbst das Eisstrahlen des Unterbodens förderte keine bösen Überraschungen zutage. Bei Sawa parkt der Wagen in der klimatisierten Garage, wird nur bei schönem Wetter und nicht weiter als 80 km im Umkreis bewegt.

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Doch ein Trabant war dem Automobilkaufmann nicht genug. "Ich hatte Angst, dass der Wagen einen Unfall oder Brandschaden haben könnte, und ein Leben ohne Trabi kann ich mir nicht vorstellen.“ Sawa suchte erneut – und fand den blauen Trabant von 1989, 4000 km gelaufen, nur zu TÜV-Terminen bewegt und niemals im Winter.

Dem Opa sei Dank

Seine Trabi-Leidenschaft rührt aus der Kindheit und der Liebe zu seinem Opa. Für den gehbehinderten Schlesier war das Auto damals Lebensmittelpunkt, für den kleinen Thomas ein toller Spielplatz. Wenn Sawa heute mal einen schlechten Tag hat, geht er in die Garage und setzt sich in einen seiner Trabant: "Dann ist alles vergessen."

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