Die FDP will Bürokratie abbauen, und das versprechen die Liberalen sich auch von der Idee, Oldtimer mit H-Kennzeichen nur noch alle fünf Jahre zur Hauptuntersuchung zu schicken.  Einen entsprechenden Antrag begründet die FDP-Bundestagsfraktion damit, dass diese Autos pro Jahr im Durchschnitt weniger als 2000 Kilometer gefahren werden und sich meist "im Eigentum von fahrzeugtechnisch versierten Personen" befinden, wie der Bundestag jetzt mitteilte. Derzeit müssen Oldtimer wie andere Kraftfahrzeuge auch alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Rechnet man die angenommene Jahreslaufleistung auf das vorgeschlagene Prüfintervall hoch, ergibt sich ein Pensum von 10.000 Kilometern – das bringen viele Neuwagen bereits in einem Quartal hinter sich.
Im Ausland ist man einen Schritt weiter: In Polen müssen Oldtimer nur alle fünf Jahre vorgeführt werden, in Dänemark sind die Vorführ-Intervalle für erhaltenswertes Alteisen bereits auf acht Jahre verlängert worden, in Belgien, Luxemburg und Schweden wurden sie für alle Fahrzeuge der Baujahre vor 1950 völlig abgeschafft. Die  Niederlande schreiben die Hauptuntersuchung nicht mehr für Fahrzeuge vor, die Baujahr 1960 oder älter sind. Der Automobilclub von Deutschland (AvD), der sich insbesondere für Oltimer stark macht, unterstützt den Vorschlag: Besitzer seien fachkundig und bewegten ihre Fahrzeuge zumeist sehr eingeschränkt, oft nur auf Oldtimertreffen. Überdies müsse dort als Bedingung für die Teilnahme eine technische Sicherheitsprüfung durchgeführt werden. Somit werde der Verkehrssicherheit historischer Fahrzeuge bereits ausreichend Aufmerksamkeit zuteil.