Vergleich japanische Kleinwagen
Unterschätzt die Japan-Zwerge nicht

–
AUTO BILD Archivartikel 17/1987: Typisch, wo die Europäer (fast) nichts mehr zu bieten haben, stoßen die Japaner vor. Sie trauen sich, Kleinstwagen zu verkaufen, deren Vorläufer bei uns längst im Museum gelandet sind.
Na, Sie mit Ihrem fahrbaren Gartenstuhl!" frotzelte ein Cabrio-Fahrer an der Ampel. Tatsächlich sah sein Golf neben meinem Autozwerg wie ein Riesenmobil aus. Freilich, er war nicht der einzige, der mich beim Testen der Kleinmobile mitleidig betrachtete. Ohne erkennbare PS-Potenz unter der Haube gilt man halt nicht viel auf Deutschlands Straßen. Irgendwie wird man augenblicklich als etwas minderbemittelt eingestuft, ob nun im Portemonnaie oder bei der Motorleistung. Doch denkste! Ich hatte einen Riesenspaß dabei. Ich habe nämlich das schnöde Mitleid sattsam ausgenutzt, wo immer es ging. Bin frech herumgewieselt, habe mich dreist in Lücken geklemmt und so weiter.
Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Siehe da, die anderen machten (notgedrungen) freundliche Gesichter. An motorisierten Gartenzwergen lässt kein deutscher Autofahrer seine Aggressionen aus, vorläufig wenigstens. Das Schuhkarton-Format der Drei-Meter-plus-Autochen täuscht erheblich. Technisch sind sie inzwischen ganz auf der Höhe. Da gibt es keine rumorenden Zwei-Zylinder-Motorradmotoren mehr, sondern drei "Töpfe", dazu obenliegende Nockenwellen mit Zahnriemenantrieb, Fünfganggetriebe, teilweise Schräglenker-Hinterachsen. Die Herzstücke der drei Lütten sind Drei-Zylinder-Motoren der zweiten Generation.
Überblick: Hier gehts zu AUTO BILD Klassik
Der japanische Auftakt mit den unrunden Maschinchen war zunächst kein Ohrenschmaus. Das Geschüttele und Gerapple ist weitgehend verschwunden. Der Subaru-Einliter läuft im Leerlauf (wenn er warm ist) fast schwingungsfrei. Er ist wie alle anderen unempfindlich gegen hohe Drehzahlen. Während VW und Fiat/Peugeot ihre Dreizylinder-Projekte gestoppt haben, wurde in Fernost emsig gefeilt und verbessert. Mit hörbarem Erfolg, denn Blech-Winzlinge mit kurzer Karosserie sind eigentlich tückische Resonanzkisten, die störende Vibrationen gnadenloser weitergeben als ausgewachsene Automobile.
Alles lesen: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Service-Links