Auto einlagern

Trockengarage Trockengarage

Auto einlagern

— 07.09.2009

Trockener Platz für den Schatz

Die kalte und feuchte Winterzeit mit Streusalz und Frost bekommt Oldtimern gar nicht. Also ab in den Winterschlaf. Doch wohin? Nicht alle Scheunen sind trocken und gut durchlüftet. Lösung: Die selbstgebaute Trockengarage.

Alles ist mal vorbei. Und wenn das nächste Kalenderblatt fällt, der Oktober dem November weicht, endet für viele Oldie- und Cabriofahrer endgültig der Sommer. Rund 1,4 Millionen Besitzer von Saison- oder H-Kennzeichen suchen dann eine trockene Bleibe für ihr Schätzchen. Das die so wichtig ist, verdanken wir der Physik: Feuchte Luft kriecht in Schweller und Hohlräume. Dort bildet sich Kondenswasser, wenn nachts die Temperatur fällt. Zusammen mit dem Schmutz, der hier lagert, bildet es den idealen Nährboden für die zerstörerische braune Pest den Rost. Aber wo findet sich ein Plätzchen für das Schätzchen? Straßenrand? Niemals. Bei Autos, die abgemeldet sind oder ein Saisonkennzeichen tragen, ist das verboten (40 Euro Bußgeld, eventuell wird es sogar abgeschleppt). Carport oder ungeheizte, schlecht belüftete Garage? Auch nicht ideal. Feuchte Luft gibt es hier reichlich. Gut belüftete Scheune? Schon besser. Perfekt sind eine geheizte Garage oder ein Betrieb, der Autos professionell einmottet.

So bereiten Sie Ihren Klassiker auf den Winterschlaf vor

Maß nehmen: Je knapper die Hülle, um so weniger Luft ist zu entfeuchten.

Für unseren Opel Rekord C, Baujahr 1969, kam beides nicht in Frage. Denn es gibt zwar für ihn einen Lagerplatz. Doch der ist leider zu feucht für einen rostfreien Winter. Eine gute Möglichkeit, in einer feuchten Garage noch einen trockenen Platz zu schaffen, bieten Kunststoffsäcke wie Carballon, Permabag und Coverbag. Mit speziellen Trocknerpatronen oder Lüfter wird ein besseres Klima für den Auto-Winterschlaf geschaffen. Aber die Säcke sind teuer, teilweise unpraktisch und nicht in allen Fällen haltbar. So erwies sich als Schwachstelle beim Permabag eines AUTO BILD-Kollegen der Reißverschluß. Ähnlich gut und preiswerter geht es dagegen mit einem simplen Eigenbau aus Abwasserrohren und fester Baufolie. Preis: rund 120 Euro.

Auf trockenes Wetter beim Einmotten achten

Zwei Personen brauchen für den Aufbau keine Stunde. Nachteil: Für das Aufstellen im Freien eignet sich unsere Schutzgarage nicht. Wind und Wetter zerreißen die Folie früher oder später. Doch für eine Scheune oder Garage ist der Eigenbau völlig ausreichend. Im unserem Trockenzelt sorgt ein Raumentfeuchter fürs passende Klima. Rund 50 Prozent Luftfeuchtigkeit, mit einen Hygrometer überwacht, sind optimal. Zu viel Nässe schadet dem Blech, zu wenig läßt zum Beispiel Leder verspröden. Schließlich wollen wir, daß unser Opel genauso gesund wieder herausfährt, wie wir ihn abgestellt haben. Tip: Wer seinen Oldie oder das Cabrio luftdicht einmotten möchte, sollte auf passendes Wetter warten: Kalt und vor allem trocken muß es sein. Vor dem Abstellen sollte der Wagen gut trocken gefahren und technisch fit gemacht werden.

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