BMW 328 "Bügelfalte"

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BMW 328 "Bügelfalte"

— 25.03.2010

"Bügelfalte" wird versteigert

Der BMW 328 Mille Miglia mit der charismatischen Bügelfalte an den Kotflügeln kommt unter den Hammer. RM Auctions versteigert die "Bügelfalte" am 1. Mai in Monaco.

Die "Bügelfalte" kommt unter den Hammer: Der BMW 328 Mille Miglia mit dem markanten Blechfalz in den vorderen Kotflügeln wird am 1. Mai 2010 in Monaco von RM Auctions versteigert. Ein bis zu siebenstelliger Preis ist drin! Damit wäre die "Bügelfalte der teuerste BMW aller Zeiten. Warum dieser BMW 328 den Spitznamen "Bügelfalte" trägt, wird ersichtlich, wenn man sich die Kotflügel ansieht. Sie laufen nach oben hin spitz zu und erinnern an eine frisch gebügelte Hose mit Falte. Gebaut wurde der 328 1937 im damaligen BMW-Werk in Eisenach. Der Roadster mit der Chassisnummer 85032 kam im gleichen Jahr zu seinem ersten Renneinsatz beim 24-Stunden-Rennen von LeMans.

Unerreichbar: Die teuersten Klassiker der Welt

1938 fuhr der BMW seinen ersten Rennsieg ein: Bei der Mille Miglia siegte der 328 in der Zweiliterklasse – übrigens noch ohne Bügelfalte. Die bekam der berühmte Rennwagen erst 1939 in der Rennsportabteilung von BMW in Milbertshofen bei München. Wilhelm Kaiser, Chef der neuen Abteilung "Künstlerische Gestaltung" bei BMW, entwickelte die aerodynamische Linie mit der charakterprägenden Falte. Die Aluminiumkarosserie ruht auf einem komplexen Gitterrohrrahmen, so brachte der optimierte 328 federleichte 725 Kilogramm auf die Waage. Zusammen mit dem von 80 auf 130 PS erstarkten Zweiliter-Sechszylinder war die "Bügelfalte" nach dem umfangreichen Umbau deutlich schneller als zuvor.

1972 tauschte der Besitzer die "Bügelfalte" – gegen einen neuen Lada

Auch von vorn deutlich zu erkennen: die charakteristischen Falten an den Kotflügeln.

Bei der Mille Miglia 1940 gingen insgesamt fünf BMW 328 an den Start, die "Bügelfalte" mit der Startnummer 71 erreichte den sechsten Platz im Gesamtklassement. Im Cockpit saßen Hans Wencher und Rudolf Scholz. Sieger wurden Huschke von Hanstein und Walter Bäumer im geschlossenen BMW 328. Während des Zweiten Weltkriegs wanderte der Roadster in den Besitz von Albert Speer. Nach Kriegsende beschlagnahmte die Rote Armee den Rennwagen und nahm ihn als Teil der Reparationszahlungen mit in die Sowjetunion. Dort erstand ihn Artjom Iwanowitsch Mikojan, der Entwickler des Jagdflugzeuges MiG. Unglaublich: 1972 tauschte der Sohn Mikojans den berühmten BMW gegen einen neuen Lada ein! In den 90er-Jahren war die "Bügelfalte" im Besitz eines Sammlers in Riga, 2001 war er kurze Zeit im BMW Museum zu bestaunen. Unter der Losnummer 297 versteigert RM Auctions den einzigartigen Rennwagen in der Auktion "Sporting Classics of Monaco".

Autor: Lars Busemann

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