Jeep Wrangler

Jeep Wrangler YJ

— 16.12.2010

Allrad bereit

AUTO BILD-Archiv-Artikel 16/1986: Nach vierzig Jahren gibt es einen neuen Jeep: den Wrangler. Mit dem Topmodell Laredo war AUTO BILD-Chefredakteur Peter J. Glodschey in USA über Stock und Stein unterwegs.

Schon am ersten Morgen in Kalifornien rieb ich mir die Augen. Das Testobjekt, hochbeinig, in Olympic-Weiß, war vor dem Motel von Herren jeden Alters umringt. Uff! Und das in den USA, wo kaum jemand einer Autoneuheit auch nur einen neugierigen Blick gönnt? Mit dem Jeep ist das eben anders. Er ist ein urtypisches Stück Amerika wie Cola, McDonald’s und Baseball. "Ist das der Neue?" – "Ja." "Aber der kommt doch erst im Mai?" – "Sure …" "Und was machen Sie damit?"–"Testen." "Terrific! Toll! Good luck! Viel Glück." Und überall, wo mir auf den Highways oder Landstraßen ein rostiges, in Ehren ergrautes Jeep-Modell von Anno dazumal entgegen kam (sie müssen alle wahnsinnig lange halten), flackerte ein Lichthupen-Feuerwerk auf.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

So wie sich bei uns Porsche-Fahrer hallo sagen. Nach vierzig Jahren ein Modellwechsel – das ist schon etwas in einem Lande, wo Autos alle sechs Monate durch Blechkosmetik "erneuert" und gleichzeitig entwertet werden. Der "CJ" (Civilian Jeep), der seit 1946 in vielen Varianten gebaut wurde, ist aufs Altenteil geschoben worden. Stattdessen wurde jetzt der "YJ“ aufs Band gelegt. Ich hatte ein ganz flaues Gefühl, als ich nach Amerika flog. Die Jeep-Corporation, seit Jahren die starke Tochter der schwächlichen American Motors, wird heute von den Franzosen kommandiert. Renault hat sich drüben eingekauft, hat das Sagen.

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Würde der große gallische Weichmacher über dieses Mannsbild von Auto ausgekippt werden? Hurra! Der Jeep, der nun "Wrangler" (Slangausdruck für Viehhirt oder Cowboy) heißt, ist ein solides Stück Eisen auf Rädern geblieben. Keine computergestützte Achslastverteilung, keine sensorgesteuerte Schlupfregelung. Stattdessen ein Auto wie aus dem Vollen geschnitzt. Es fühlt sich an, als sei es aus einem Metallblock herausgehauen. Und altmodisch ist das Ding (aber zweckmäßig): Eine Stoßstange massiv aus einem U-Träger. Zwar zeitgemäß verchromt, aber stabil genug, um notfalls ohne Blessuren glatt durch die Mauern einer Scheune zu fahren.

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