Ford Orion 1.6 D CL

Test: Ford Orion 1.6 D CL

— 24.01.2011

Raum-Patrouille Orion

AUTO BILD-Archiv-Artikel 50/1986: Zugegeben, der Ford Orion wirkt biederer als sein Markenkollege Escort. Dabei hat das Stufenheck-Auto durchaus berzeugende innere Werte, wie der AUTO BILD-Test beweist.

Ganz so spektakulre Erfolge wie sie das Fernseh-Raumschiff Orion seinerzeit bei der Eroberung ferner Galaxien hatte, kann das Raumfahrzeug Orion bislang nicht vorweisen: Ford-Kunden lassen sich hierzulande eher vom Charme des Escort "einfangen" als vom biederen Charakter des Orion. Auf jeden zehnten verkauften Escort kommt derzeit nur ein Orion-Modell. Seit Produktionsbeginn im Jahr 1983 waren es rund 33.300 Stck. Dabei sind beide Modelle bis auf die unterschiedlichen Heckpartien fast vllig identisch. Der etwas respektlosen Bezeichnung "Rucksack-Escort" begegnen die Marketing-Fachleute des Herstellers schlicht mit der Behauptung, der Orion habe seinen Platz auf dem Markt nicht neben dem Escort, sondern sei "als klassische Stufenheck-Limousine deutlich ber ihm" angesiedelt.

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Wie dem auch sei: Technisch und preislich bestehen kaum Unterschiede. Der Testwagen Orion 1.6 D CL kostet mit 18.360 Mark genau fnf Mark mehr als der identisch motorisierte und ausgestattete Escort 1.6 D CL. Immerhin: Fr diese fnf Mark bekommt der Kufer ganze 20 Zentimeter mehr Auto. Denn der Orion ist exakt um soviel lnger als der Escort. Er wirkt dadurch nicht nur optisch grer, was die Ford-Leute dazu bewog, ihn eine Klasse hher einzustufen, er bietet den Passagieren im Fond auch mehr Raum. Im Einzelnen sind dies: 18 Millimeter mehr Kopffreiheit, zwlf Millimeter mehr Beinraum und 10 Millimeter mehr Sitzbreite. Vor allem aber sind es ganze 90 Liter mehr Kofferraumvolumen, die den Orion-Insassen zur Verfgung stehen. Insgesamt 451 Liter.

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Und das ist schlielich schon ein Argument. Allerdings darf das Orion-Gepck nicht schwerer sein als im Escort: Die maximale Zuladung beider Fahrzeuge betrgt 440 Kilogramm. In der 54 PS starken Dieselversion wird der Orion nur in der CL- und in der luxuriseren Ghia-Version (20.475 Mark) geliefert. Zum Serienumfang der getesteten CL-Ausfhrung gehren immerhin eine Verbundglas-Frontscheibe, Halogenscheinwerfer, Nebelschlussleuchte, Scheibenwischer-Intervallschaltung, Veloursteppichboden, ein von innen verstellbarer Auenspiegel und (wichtig) ein Fnfganggetriebe. So ist der erste Eindruck schon mal positiv. Aber 18.360 Mark sind ja schlielich auch kein Pappenstiel.

Steuern mit harter Hand

Innen geht es sehr ordentlich zu: Hebel und Schalter sind mustergltig platziert, die Instrumente bersichtlich angeordnet. Die Sitzposition vorn ist auch fr groe Leute angenehm, nur die Bezge knnten etwas weniger schweitreibend sein. Die wohnliche Atmosphre setzt sich im Fond fort. Allerdings: Als Erwachsener fhlt man sich hinten in Gesellschaft zweier weiterer Mitfahrer auch nicht viel bequemer aufgehoben als im Escort zumindest auf langen Etappen beeintrchtigt die mangelnde Bewegungsfreiheit den Fahrspa. Beim Fahren fllt zunchst nur die etwas schwergngige Lenkung negativ auf. Beim Rangieren muss ordentlich zugelangt werden. Eine Servountersttzung wre hier wnschenswert.

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