Was muss eine komfortable Familienlimousine bieten? Auf jeden Fall viel Platz. Forderung Nummer zwei: gute Ausstattung. Und um die Sache rund zu machen, ist natürlich auch ein starker, durchzugskräftiger Motor gewünscht. Und was darf so etwas kosten? Der schwedische Automobilhersteller Saab meint 36.500 Mark. Dafür bietet er seit kurzem den 9000i mit 16-Ventilmotor in Deutschland an. AUTO BILD wollte wissen. ob der Neuling mehr bietet als seine deutschen Konkurrenten. Im Vergleich: Audi 100 2.2, BMW 525i, Ford Scorpio 2.8i, Mercedes 230 E, Opel Senator 2.5i. 
Erster auffälliger Pluspunkt des Schweden: Unter der riesigen Heckklappe verbirgt sich ein variabler Kofferraum. Da passt viel rein. Im Innenraum setzt sich dieser positive Eindruck fort. Auf den bequem geformten, höhenverstellbaren Sitzen findet jeder sofort die richtige Sitzposition. Auf den Rücksitzen bleibt auch genug Platz für die Beine, wenn die vorderen Sessel ganz zurückgeschoben sind. Das um den Fahrer herumgezogene Armaturenbrett ist prima. Die großen Uhren sind blendfrei, alle Schalter und Hebel in Reichweite. Ausstattung? Der 9000i bietet wirklich mehr als genug.
Elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, heizbare Sitze und Spiegel, getönte Scheiben und noch vieles mehr gibt's serienmäßig. Motor? Die 128 PS starke Maschine startet schon nach der ersten Zündschlüsseldrehung, reagiert spontan auf jede Gaspedalbewegung. Leider ist sie ab mittleren Drehzahlen knurrig. Und etwas mehr Kraft dürfte es eigentlich schon sein. Fahrwerk? Spitze. Der frontangetriebene Wagen liegt supersicher auf der Straße. Auch wenn es für die Kurve mal zu schnell ist – keine Gefahr. Einfach den Fuß vom Gas, der Saab zieht ohne nervöse Reaktionen seine Bahn. Nachteil: Durch die straffe Federung leidet der Fahrkomfort.