Ist die Oldtimerei was für Leute mit eher kleinem Geldbeutel? Und wieviel altes Blech gibt es für 1000 Euro? Das ist die große Frage bei der 1000-Euro-Oldtimer-Challenge in AUTO BILD KLASSIK, bei der vier Kollegen die Erfahrungen mit ihren Autos teilen. Zum Selbsttest dürfen nur Autos antreten, die, klar, maximal 1000 Euro kosten.

Die besten Akku-Schlagschrauber

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1.
Makita
DTW300Z
2,0
gut
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2.
HAZET
9212M
2,1
gut
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3.
Einhell
Impaxxo 18/400 Power X-Change (4510070)
2,4
gut
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4.
Worx
WX272 (1 x 2,0 Ah)
2,4
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5.
Parkside
PASSK 20-Li A1
2,7
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6.
Bosch
GDS 18V-300 Professional
2,9
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Komplette Liste: Die besten Akku-Schlagschrauber
"Oldtimer sollten jedem Spaß machen – auch bei geringem Geldeinsatz“, sagt Gerald Schadendorf

Auch Menschen mit schmalerem Budget können ihre automobilen Träume erfüllen. Wo wären sonst heute Autos wie Trabant, Fiat 500, DAF, Wartburg, DKW, IFA oder VW Käfer? Es hätten kaum welche dieser ehemaligen Massenautos überlebt, wenn sich nicht Menschen mit kleinem Geldbeutel oder wenig Geltungsbedürfnis um die früheren Verbrauchtwagen gekümmert hätten.
Gerald Schadendorf
"Oldtimer sollten kein Luxusgut sein": KLASSIK-Kollege Gerald Schadendorf findet auch günstige Oldtimer interessant.
Bild: Sven Krieger / KI / AUTO BILD
Für mich steht die Akzeptanz des anderen immer an erster Stelle. Ob mir dessen Auto gefällt oder nicht, ist dabei zweitrangig. Nicht jedes Auto sollte ohne Sinn und Verstand mit hohen Geldsummen restauriert und vermeintlich veredelt werden. Viele dieser Autos würden wir uns heute in den Ursprungszustand zurückwünschen.
Wer finanziell weniger gut ausgestattet ist, hat auch eher die zwingende Notwendigkeit im Auge, Dinge zu erhalten und zu reparieren, als einfach alles durch Neuteile zu ersetzen. Vielfach reifen einstige Alltagsautos bei weniger gut Verdienenden zum Klassiker, weil sich mehr um den Erhalt des bestehenden Fahrzeugs als um eine Neuanschaffung bemüht wird. Oftmals finde ich solche Geschichten viel lesenswerter als die Auferstehung einer Luxusruine für sechsstellige Summen. Auch schön, aber nicht annähernd so herzerwärmend.
Vielfach spiegelt sich das Thema auch bei Veranstaltungen. Auf der einen Seite sind Rallyes und Concours-Veranstaltungen, wo man nur Autos sieht, die oberhalb einer halben Million Euro kosten. Auf der anderen Seite finden Teilemärkte auf dem Acker statt, und es werden Rallyes organisiert, bei denen die Autos inklusive Reparaturen nichts oder nur wenig gekostet haben dürfen. Am Ende zählt nicht die investierte Summe, sondern der daraus resultierende Spaßfaktor. Das ist Hobby im eigentlichen Sinn.

"In der 1000-Euro-Preisklasse gibt es keine Garantien – außer für massiven Wartungsstau!", warnt Michael Struve

Super-Idee, diese Challenge. Wer träumt nicht davon, für ganz kleines Geld Oldtimer zu fahren. Ich drücke den Kollegen die Daumen, dass es bei den 1000 Euro bleibt. Aber ich habe meine Zweifel. Denn als die Idee aufkam, habe ich spaßeshalber auch nach einem geeigneten Klassiker gesucht. Und dabei festgestellt, dass unter 1000 Euro nur die letzten Schlurren angeboten werden. Fahrbereite Teileträger, bei denen die miese Optik stellvertretend für den technischen Pflegezustand steht.
Michael Struve
"Die Challenge ist eine super Idee!" Doch Michael Struve warnt vor den Folgekosten eines Billig-Oldies.
Bild: Kolja Ensthaler / KI / AUTO BILD
Da hat kein Verkäufer noch eine Inspektion oder TÜV machen lassen, um den Wagen besser loszuwerden. Die meisten machen sich nicht mal die Mühe, das Auto ansprechend zu fotografieren. Niemals traf die alte Erkenntnis mehr zu, dass der gute und teurere Oldtimer der bessere Kauf ist.
Suboptimal erschien mir auch die Auswahl an Marken und Modellen. Allzu hohe Ansprüche sollte man nicht haben. Einen Mercedes oder Porsche wird man in dieser Preiskategorie jedenfalls nicht finden, richtig alte Oldies auch nur in Ausnahmefällen. Stattdessen fast nur verbrauchte Kisten aus sechster oder siebter Hand. Autos, die ich mir selbst im guten Zustand nicht kaufen würde.
Die fünf teilnehmenden Autos gehören bei mir auch nicht gerade zur Kategorie Traumwagen. Klar, bei genauerem Hinsehen hat jeder Klassiker seinen Reiz. Aber ich sehe die Gefahr, dass diese fünf eher zu Albtraumwagen werden. Klappen kann die Challenge nur, wenn maximal Teile-, aber keine Reparaturkosten anfallen. Jeder Werkstattbesuch würde den Kostenrahmen sprengen.
Aber Schrauben macht ja Spaß. Am Ende ist so ein Billig-Oldie eine reine Glückssache: Glück, dass man ein gutes Auto zum Freundschaftspreis oder geschenkt bekommt, oder Glück, dass die Technik noch nicht total verschlissen ist. In diesem Sinne: Viel Glück bei der 1000-Euro-Challenge, liebe Kollegen!