Mit dem NSX brachte Honda 1990 einen schnittigen Supersportler auf den Markt. Flache Keilform, Klappscheinwerfer, Mittelmotor, abgestimmt von der F1-Legende Ayrton Senna – optisch und konstruktiv sind Ferrari-Vergleiche durchaus berechtigt. Mittlerweile ist der NSX ein teurer Klassiker, für den es wie bei Ferrari ein firmeneigenes Restaurierungsprogramm gibt. Das Problem: Den sogenannten "Refresh Plan" gibt es nur in Japan. Dort ist das Angebot enorm erfolgreich, die Wartezeit beträgt zurzeit etwa ein Jahr. Das Interesse ist wohl auch in anderen Märkten groß. Deshalb plant Honda laut japanesenostalgiccar.com offenbar, das Programm auszuweiten.Bevor hiesige NSX-Eigner jetzt Luftsprünge vollführen: Die Expansionspläne gelten vorerst nur für die USA. Honda hat dort 2000 NSX-Besitzer gefragt, ob Bedarf an einem Refresh-Programm besteht. Falls es kommt, haben Kunden die Wahl aus verschiedenen Umfängen. Das Programm ist nicht ganz günstig. Es beginnt bei einer umfangreichen Inspektion für umgerechnet etwa 1000 Euro. Eine Überholung des Bremssystems kostet zwischen 3800 und 4600 Euro, eine Revision des bis zu 280 PS starken 3,2-Liter-VTEC-V6 um die 20.000 Euro.

Über 30.000 Euro für eine Komplettlackierung

Was Ferrari kann, kann Honda schon lange!
Der 3,2 Liter große VTEC-V6 leistet je nach Version bis zu 280 PS. Er hat eine elektronische Drosselklappen-Steuerung und Titan-Pleuel.
Wer in die Vollen gehen will, kann seinem NSX eine komplett neue Lackierung verpassen. Kostenpunkt: zwischen 30.700 und 32.400 Euro! Dafür gibt es bereits einen nagelneuen VW Passat. (VW Passat 2.0 TDI bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 8326 Euro.) Allerdings wird der Sportwagen dann auch vollständig demontiert, die Karosserie instand gesetzt, neu grundiert und frisch lackiert. Ob das Programm tatsächlich in die USA kommt, bleibt abzuwarten. Für Honda dürfte es sich aber lohnen: Der in Nordamerika unter dem Markennamen Acura vermarktete NSX ist dort ungleich populärer als in Deutschland. Dass das Programm in absehbarer Zeit auch bei uns angeboten wird, ist deshalb mehr als unwahrscheinlich.

Von

Moritz Doka