VW Passat
Nur noch als Kombi: Alles zum Passat Nummer neun
VW Passat
Bild: Volkswagen AG
Gefällt uns
- Üppige Platzverhältnisse
- Gute Bedienung
- Komfortabel
Gefällt uns nicht
- Nicht mehr als Limousine
- Nicht günstig
- Allrad erst ab "Elegance"
So gern haben wir im Passat noch nie hinten gesessen.
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Vorstellung

Update24.09.2024
Preis

Design

Update24.09.2024
Antrieb

Ausstattung

Test

Vorstellung
Neuer Passat ist immer ein Kombi
Haben ist besser als brauchen. Das war wohl die Devise, als die Entwickler das Lastenheft für die neunte Generation des VW Passat mit spitzem Bleistift geschrieben haben. Aber bevor wir zu den inneren Werten und der Technik an Bord des neuen Passat kommen, starten wir etwas grundsätzlicher und blicken zunächst auf den Stammbaum.
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Auch wenn der neue Passat ein wirklich neu entwickelter ist, basiert er weiterhin auf der bekannten MQB-Plattform, nun allerdings mit "evo"-Zusatz, der stellvertretend für den Reifegrad des Unterbaus steht. Bewährt, aber nicht unangetastet, sondern weiter verbessert. So würden sie es wohl in Wolfsburg abnehmen. Oder in Bratislava, denn dort läuft der neue Passat zusammen mit dem Skoda Superb vom Band – als Variant. Nur noch als Variant.
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Preis
Preisanstieg: Basis jetzt über 40.000 Euro
VW hat die Preise angehoben, damit kostet der Passat jetzt immer über 40.000 Euro. Die günstigste Version mit 150-PS-Benziner steht ab 41.665 Euro im Konfigurator. Vorher waren es 39.995 Euro. In der Basisausstattung gibt's bereits Klimaautomatik, Abstandsregeltempomat ACC, Einparkhilfe vorn und hinten, Rückfahrkamera, Spurwechselassistent, Kreuzungsassistent sowie Verkehrszeichenerkennung serienmäßig. Für den Einsteigsdiesel will VW nun über 2000 Euro mehr, er steht jetzt ab 43.490 Euro beim Händler.
Selbes Bild beim Allradmodell und Plug-in-Hybrid. Beim 4Motion muss man mit mindestens 59.845 Euro rechnen. Der eHybrid steht jetzt ab 52.405 Euro im Konfigurator.
Die Preise im Überblick:
Passat | Business | Elegance | R-Line | |
|---|---|---|---|---|
Benziner: | ||||
1.5 eTSI OPF (150 PS) | ab 41.665 Euro | ab 46.870 Euro | – | – |
2.0 TSI OPF 4Motion (265 PS) | – | – | – | ab 62.990 Euro |
Diesel: | ||||
2.0 TDI SCR (122 PS) | ab 43.490 Euro | ab 48.690 Euro | – | – |
2.0 TDI SCR (150 PS) | – | ab 50.510 Euro | ab 54.765 Euro | ab 55.825 Euro |
2.0 TDI SCR 4Motion (193 PS) | – | – | ab 59.845 Euro | ab 60.910 Euro |
Plug-in-Hybrid: | ||||
1.5 eHybrid OPF (204 PS) | ab 52.405 Euro | ab 57.465 Euro | ab 61.425 Euro | – |
1.5 eHybrid OPF (272 PS) | – | – | ab 65.045 Euro | ab 66.695 Euro |
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Design
Auf den ersten Blick ein Passat
Karosserie-Gleichteile zum Skoda-Bruder? Ja, gibt es, aber nur bei Türen und Greenhouse, ansonsten soll außen alles Passat sein. Das bedeutet: eine sauber gestaltete Karosserie mit wohlproportionierten Überhängen, großem Kühlergrill und einer ausgeprägten Falz unterhalb der Fensterlinie, die die konventionellen Bügeltürgriffe streift. Die Felgen messen bis zu 19 Zoll. So erwartet man es von einem Passat. Stattlich, elegant, aber trotzdem bodenständig. (Passat als Oldtimer: lässig oder Langweiler?)
Größer als eine Mercedes E-Klasse
Das Größenwachstum (14 Zentimeter in der Länge, fünf Zentimeter plus beim Radstand) wird geschickt genutzt, denn obwohl das Kombiheck des Passat nicht mehr so steil steht wie bisher, legt er durch die längere Karosserie an Kofferraum zu: Bis zu 690 Liter – und damit 40 Liter mehr als bislang – schluckt der Vertreter-VW. Bei umgeklappter Rücksitzbank sind es sogar bis zu 1920 Liter. Kleiner Einschub: Das neue E-Klasse T-Modell bietet maximal 1830 Liter.
Bemerkenswert ist auch der cw-Wert des neuen Passat. Dieser liegt dank viel Feinschliff, Air Curtains in der Frontschürze, neuen Außenspiegeln, Dachkantenspoiler und strömungsgünstiger Form im Heckbereich bei 0,25 (Vorgänger: 0,3).

Da geht richtig was rein: Der Passat-Kofferraum schluckt 690 Liter, liegt die Rückbank flach, steigt das Volumen auf 1920 Liter.
Bild: Volkswagen AG
Die Abmessungen auf einen Blick:
- Länge: 4917 mm
- Breite: 1849 mm
- Höhe: 1521 mm
- Radstand: 2837 mm
- Kofferraum: bis zu 690/1920 l
- max. Anhängelast: max. 2,2 t
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Antrieb
Neuer Top-Benziner im Programm
Stück für Stück erweitert VW die Motorenpalette des Passat. Nun ist ein neuer Top-Benziner mit Allrad dazu gekommen. Aus zwei Litern Hubraum holt der 265 PS. 5,8 Sekunden vergehen bis Tempo 100 erreicht ist, Schluss ist bei 250 km/h.
Bereits bekannt und schon länger konfigurierbar sind der aktuell einzige Benziner ohne Stecker mit 150 PS und ein gleich starker Diesel. Den Einstieg markiert bei den Selbstzündern ein Aggregat mit 122 PS. Der Topdiesel leistet 193 PS und kommt immer mit Allradantrieb. Das und eine maximale Anhängelast von 2,2 Tonnen machen ihn auch als Zugfahrzeug interessant.
Zur E-Auto-Alternative machen den Kombi zwei Plug-in-Hybride mit 204 oder 272 PS Systemleistung. In beiden Versionen arbeitet der bekannte 1.5-TSI-Motor mit 150 bzw. 177 PS. Dazu ist jeweils eine 19,7-kWh-Batterie mit serienmäßiger DC-Ladeoption (50 kW) oder dreiphasigem AC-Laden (11 kW) an Bord. Damit soll der Passat um die 120 Kilometer rein elektrisch fahren können. Sämtliche Motoren sind an Doppelkuppler gekoppelt.
Die technischen Daten im Überblick:
1.5 eTSI OPF | 2.0 TSI OPF 4Motion | 2.0 TDI SCR (122 PS) | 2.0 TDI SCR (150 PS) | 2.0 TDI SCR 4Motion | 1.5 eHybrid OPF (204 PS) | 1.5 eHybrid OPF (272 PS) | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Motor | Benzin (Mildhybrid) | Benzin | Diesel | Diesel | Diesel | Benzin + Elektro | Benzin + Elektro |
Antrieb | Front | Allrad | Front | Front | Allrad | Front | Front |
Leistung | 150 PS (110 kW) | 265 PS (195 kW) | 122 PS (90 kW) | 150 PS (110 kW) | 193 PS (142 kW) | 204 PS (150 kW) | 272 PS (200 kW) |
max. Drehmoment | 250 Nm | 400 Nm | 320 Nm | 360 Nm | 400 Nm | 350 Nm | 400 Nm |
Getriebe | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 7-Gang-DSG | 6-Gang-DSG | 6-Gang-DSG |
Höchstgeschwindigkeit | 222 km/h | 250 km/h | 212 km/h | 223 km/h | 232 km/h | 220 km/h | 225 km/h |
Beschleunigung 0-100 km/h | 9,3 s | 5,8 s | 10,7 s | 9,3 s | 7,6 s | 8,1 s | 7,1 s |
Batteriekapazität | 0,5 kWh | – | – | – | – | 19,7 kWh | 19,7 kWh |
Verbrauch (WLTP)* | 5,4–6 l/100 km | 8–8,4 l/100 km | 5,0–5,4 l/100 km | 4,9–5,4 l/100 km | 5,8–6,1 l/100 km | 0,4–0,5 l/100 km | 0,4–0,5 l/100 km |
elektrische Reichweite* | – | – | – | – | – | 118–133 km | 118–131 km |
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Ausstattung
Infotainment der allerneuesten Generation
Das Lenkrad des Passat ist ein Multifunktionslenkrad mit Tasten. So muss sich ein VW anfühlen. Dazu gibt es eine moderne Cockpitlandschaft mit digitalen Instrumenten (10,25 Zoll) und einem 12,9 Zoll großen Zentraldisplay – in der Serie. Im Fotofahrzeug war die aufpreispflichtige größere Variante verbaut. Diese misst 15 Zoll in der Diagonale. In jedem Fall zeigt das Zentraldisplay die Inhalte des MIB 4 an, der neuesten Infotainment-Einheit für den MQB.

Die neunte Passat-Generation bekommt die neueste Infotainment-Einheit von VW. Hier wird überwiegend getoucht und geslided.
Bild: Volkswagen AG
App-Connect stellt die Verbindung zu Apple- und Android-Geräten her, eine konfigurierbare Leiste mit Direktwahltasten am oberen Bildrand und eine Klima-Bedienleiste am unteren Rand werden stets angezeigt. Dazwischen bleibt noch viel Platz für den individualisierbaren Homescreen samt neuem Sprachassistenten "IDA". Im Sockel des Bildschirms finden sich die bekannten Touchslider (beleuchtet) für Temperatur und Lautstärke.
Aufgeräumt präsentiert sich die Mittelkonsole. Nur das Nötigste ist hier anzutreffen: Startknopf, Feststellbremse und Ablagen. Richtig gelesen. Der Gangwahlhebel ist an die Lenksäule umgezogen und wird wie bei den ID-Modellen in D, N und R gekippt. Die Bedienung für die Scheibenwischer sitzt nun im Blinkerhebel – im ersten Moment vielleicht ungewohnt, aber meistens steht ja eh alles auf "Auto".
VW Passat Variant B9 (2024): Kombi - neu
Neue Technik, viel Platz und mehr Komfort denn je
Bild: AUTO BILD
Massagesitze im Passat
Ergonomisch leistet sich der neue Passat keine Schwächen. Erwähnenswert sind hier die Sitze, die bis auf die Basisbestuhlung mit einer Massagefunktion ausgestattet sind. Die einfache Variante verfügt über drei Luftkammern, die ergoActive-Plus-Sitze bieten auf Wunsch eine Zehn-Kammer-Druckpunktmassage. Zudem kann der Passat mit einer automatischen Sitzklimatisierung geordert werden.
Ganz ohne Zusätze bietet der Innenraum vorn wie hinten üppige Platzverhältnisse, sodass auch zwei große Menschen hintereinander sehr gut Platz finden. Die fünf Zentimeter mehr Radstand machen sich in diesem Fall mit einer Handbreit Luft zwischen Knien und Vordersitzlehne bemerkbar. Für mehr Wohlfühlatmosphäre sind die Türtafeln hinten mit weichen Materialien bezogen. So gern haben wir im Passat noch nie hinten gesessen.
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Test
Inhaltsverzeichnis
Für den Einstieg in die Welt des Passat gibt es den 1.5 eTSI mit 150 PS und einem 7-Gang-DSG, das das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter verzugsfrei an die Vorderräder verteilt. Da der Passat so bestückt nur 1,5 Tonnen wiegt, beschleunigt die Fuhre in 9,2 Sekunden recht leichtfüßig auf Landstraßentempo. Der Passat liegt extrem gut auf der Straße und lässt sich auch sportlich – im entsprechenden Fahrmodus – bewegen.

Mit dem neuen DCC Plus und der Zweiventiltechnik für die Druck- und Zugstufe fährt der Passat noch ausgewogener als der Vorgänger.
Bild: Volkswagen AG
Fakt ist, dass VW beim neunten Passat auf Premium setzt. Um der etablierten Konkurrenz das Wasser zu reichen, wurde viel Aufwand bei der Verarbeitung betrieben, und die Materialien im Innenraum wurden mit großer Sorgfalt ausgesucht. Wo man auch hinfasst, alles macht einen sehr hochwertigen Eindruck im neuen Passat.
Fazit von Holger Preiss: Der Passat darf noch einmal ran und soll BMW und Mercedes Konkurrenz machen. Das Zeug dazu hat er. Ob es sich am Ende rechnet, wenn die Kreuze in der Optionsliste gesetzt sind, muss sich zeigen.
Im Einzeltest haben wir uns den Dieselpassat mit 150 PS vorgeknöpft. Die Kombination überzeugt: Daumen hoch für Platz, Sicherheit, Komfort und Effizienz. Leider hat das seinen Preis, die von uns getestete R-Line ist nicht günstig, VW gewährt nur zwei Jahre Garantie. Dafür bewegen sich die Unterhaltskosten im Rahmen.
Der Basisbenziner mit 150 PS präsentiert sich im Test unter Last etwas angestrengt, wir vermissen Durchzug. Dafür ist er bei wenig Tempo leise und kultiviert. Verarbeitung, Bedienung und Komfort gefallen, der Motor arbeitet effizient. Nicht so positiv: Wichtige Extras wie Matrix-LEDs gibt es nur in Paketen, das treibt den Preis in die Höhe.
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Fazit
Alles, was den Passat ausgemacht hat, toppt die neue Generation – mehr Platz, neue Technik, ein Plus an Ausstattung und Komfortfeatures. Und das alles bei einem vergleichsweise moderaten Einstiegspreis. Dieser Passat ist die SUV-Alternative!
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