VW Käfer Cabrio (1979): Scheunenfund
VW Käfer als Scheunenfund mit 3 (!) Kilometern auf der Uhr versteigert

Kaum zu glauben: Dieses VW Käfer Cabrio wurde als Neuwagen in einer Scheune geparkt – und erst 44 Jahre später wiederentdeckt. Jetzt wurde der Wagen versteigert!
Bild: Classic Car Auctions
Streng genommen handelt es sich hierbei um einen 44 Jahre alten Neuwagen, der sein gesamtes Autoleben unter Decken in einem dunklen Schuppen verbracht und Staub gesammelt hat. Bis jetzt!
Kürzlich wurde das VW Käfer Cabrio "geborgen". Der traurige Grund: ein Todesfall. Näher wird in der Auktionsbeschreibung vom Anbieter "Classic Car Auctions" nicht auf die Wiederentdeckung des Käfers eingegangen. Wohl aber auf die Historie, denn die ist bekannt und leicht nachvollziehbar.

Trotz Decken ist der Käfer in den letzten 44 Jahren ordentlich eingestaubt. Jetzt wurde er geborgen.
Bild: Classic Car Auctions
Auf dem Tacho des VW Käfer Cabrio stehen zwei Meilen
1979 wurde der Käfer 1303 LS in der schönen Farbe "Brasilbraun Metallic" über den Händler JEM Volkswagen in Walsall nahe Birmhingham (England) als eines der letzten bei Karmann gebauten Rechtslenkermodelle an seinen Besitzer ausgeliefert. Dieser hatte aber offensichtlich keinerlei Intention, den Käfer zu bewegen – denn bis heute wurde der Wagen nicht mehr als zwei Meilen gefahren.
Stattdessen wurde er in einer Scheune geparkt und mit Decken und Tüchern provisorisch abgedeckt, ehe er kürzlich wiederbelebt wurde – nach 44 Jahren. Trotz der Decken sind der Lack in "Brasilbraun Metallic" (Lackcode L96F) und das helle Verdeck von einer feinen Staubschicht bedeckt. Der Innenraum in der Farbe "Gazelle" ist praktisch unberührt, im Fußraum befinden sich sogar noch Papierschoner.
Das Scheckheft ist leer
Außerdem wurde der Käfer mit einigen Dokumenten angeboten, darunter die Bedienungsanleitung und das originale Scheckheft. Das Scheckheft weist natürlich keinen einzigen Stempel auf – wie sollte es auch anders sein bei einem Auto, das nie gefahren wurde.

Unglaublich, aber wahr: Zwei Meilen entsprechen 3,2 Kilometern. Mehr wurde der Käfer nicht bewegt.
Bild: Classic Car Auctions
Vermutlich handelt es sich bei diesem Exemplar um den Käfer mit der niedrigsten Laufleistung weltweit und somit eine einmalige Gelegenheit. Und genau diese nutzte ein Sammler – die Auktion endete am 30. September.
Das Höchstgebot für den Scheunenfund lag bei umgerechnet rund 57.000 Euro (49.500 britische Pfund) plus Gebühren. Jetzt wäre natürlich interessant zu wissen, was mit dem Käfer passiert. Zum Fahren ist er eigentlich zu schade, zum Rumstehen aber auch. Hoffen wir einfach mal, dass er ein bisschen Liebe bekommt und die kommenden Jahren nicht wieder zugedeckt in einem dunklen Schuppen verbringt.
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