Für viele Oldtimerfans ist das eine traumhafte Kombination: ein populäres Modell, davon eine seltene Variante, und die auch noch gut erhalten in unrestauriertem Originalzustand. Ein Glücksfall, wie Enthusiasten sich ihn wünschen.
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VW T1
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VW T1 Kombi 33 kW 4-Gang-Schaltgetriebe Vollleder
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VW T1 Samba Bulli
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VW T1 Samba Bulli
130.000 km
25 KW (34 PS)
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31 KW (42 PS)
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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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So ein Traum rasselt jetzt im Boxersound ganz real in die Öffentlichkeit: Auf dem VW-Treffen HO26 in Hessisch Oldendorf (25. bis 28. Juni 2026) zeigt Sammler Thomas Kulisch aus Bad Zwischenahn seinen ganz besonderen Bulli. Es ist ein VW T1 Doppelkabine, Baujahr 1966, mit seltener Ausstattung wie Safari-Fenstern und kurzer Übersetzung. Der Wagen hat Patina und Gebrauchsspuren, die von den Jahrzehnten erzählen; ausgetauscht und neu gemacht wurde erfreulich wenig.
VW T1 Doka Doppelkabine stehend schräg von hinten
Der blaue VW T1 Doka trägt noch bolivianische Nummernschilder und weiße Stoßstangen mit Gebrauchsspuren. VW nahm zum Modelljahr 1959 die T1 Doppelkabine ins Programm.
Bild: privat

Ist der VW T1 Doka generell selten?

Für T1-Verhältnisse ist der Pritschenwagen mit Doppelkabine (Spitzname: "Doka") schon selten: Unter sechs Prozent der insgesamt produzierten VW Typ 2 T1 waren Doppelkabinen, damit ist die Doppelkabine eine der seltensten regulären Werksvarianten des T1. Und: Die meisten wurden im harten Arbeitseinsatz aufgerieben und nicht aufgehoben. Wie viele erhalten sind, ist nicht dokumentiert.

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In absoluten Zahlen hat das Volkswagenwerk in Hannover allerdings – je nach Quelle – entweder knapp 58.000 oder rund 90.000 Stück gefertigt. Das gilt in Oldtimerkreisen nicht gerade als selten.

Was macht dieser blauer VW T1 Doka so selten?

VW T1 Doka Doppelkabine stehend schräg von
Die drei Seitenwände der Pritsche lassen sich herunterklappen. Der Lack im Farbton "Taubenblau" ist großenteils original, der vordere Teil der Kabine wurde aber schon einmal neu lackiert. Zum Glück fällt das kaum auf.
Bild: privat
Unser blaues Exemplar entstand 1966. Es hatte also schon den drehmomentstarken 1,5-Liter-Boxermotor und 12-Volt-Elektrik.
Besitzer Thomas Kulisch – der den Bulli verkaufen möchte und auf dem VW-Treffen HO26 in Hessisch Oldendorf zeigt – bezeichnet ihn als "außergewöhnliche Rarität". Seine Begründung: "Es wurde eine sehr geringe Stückzahl der T1 Doppelkabinen für behördliche und zivile Zwecke für den alpinen Einsatz im Gebirge gefertigt. Originale VW T1 Doppelkabinen mit alpiner Sonderausstattung wie dem M092-Getriebe sind heute äußerst rare und gesuchte Sammlerstücke." Das Getriebe hat eine kürzere Übersetzung, ein typisches Extra fürs Gebirge.
Ladefläche des stehend schräg von innen
Plane, Holzleisten und Spriegel (Bestellcode M207) sind laut Verkäufer noch die erhaltenen Originalteile.
Bild: privat
Hinzu kommt: Die Neuwagenrechnung von VW liege noch vor, die Historie sei laut Verkäufer vollständig dokumentiert.

Welche seltene Sonderausstattung hat dieser VW T1?

Bestellt wurde die Doka 1966 "mit weiteren Extras wie verstärkten Stoßdämpfern, ausstellbaren Windschutzscheiben, Luftfilter mit größerem Ölinhalt und Plane und Spriegel", listet Kulisch auf.
Offene Windschutzscheiben beim VW T1 Doka
Selten und begehrt sind die aufklappbaren "Safari"-Frontscheiben (Bestellcode M113).
Bild: privat

Welche Geschichte hat dieser VW T1 Doka?

Direkt vom Werk in Hannover-Stöcken wurde der blaue Doka-Bulli nach Bolivien exportiert. Am 15. Februar 1967 bekam der Erstbesitzer den blauen T1 vom Händler in La Paz.

Wie teuer ist diese VW T1 Doka?

Der Verkäufer ruft 69.900 Euro für das Exemplar auf. Kontakt über t_kulisch@yahoo.de.

Wer hat den VW T1 Doka erfunden?

Rücksitzbank des VW T1 Doka Doppelkabine
Alleinstellungsmerkmal der Doppelkabine ist, na ja, die Doppelkabine – mit Dreier-Sitzbank zwischen Vordersitzen und Ladefläche. Die Trennwand begrenzt die Fußfreiheit.
Bild: privat
Erfunden hat den VW T1 Doka nicht etwa Volkswagen selbst, sondern der Karosseriebauer Binz. Und das kam so: 1950 ging der T1-Bulli in Serie – als "VW Transporter" (also mit drei Sitzplätzen vorn und zunächst fensterlosem Laderaum dahinter) und als "VW Bus" (also mit zwei bis drei Sitzreihen und Fenstern rundum). 1951 oder 1952 brachte VW den T1 als Pritschenwagen, mit kleinem Führerhäuschen vorn und langer Ladefläche. Interner Name: VW Typ 2/26. Auf Wunsch gab es auch eine verlängerte Pritsche aus Holz.
Im Karosseriebetrieb Binz in Lorch (östlich von Stuttgart) kam jemand auf die Idee, Bus und Pritsche zu kombinieren: zu einem Nutzfahrzeug mit Platz für sechs Insassen und verkürzter Pritsche.
Cockpit des VW T1 Doka Doppelkabine
Die Sitze wurden neu bezogen, aber insgesamt scheint der VW weitgehend original erhalten.
Bild: privat
Schon 1953 baute Binz die ersten VW T1 Doka in Kleinserie – rund sechs Jahre vor Volkswagen selbst!
Zu erkennen ist die Binz-Doka vor allem daran, dass die hintere Tür (auf der Beifahrerseite) hinten angeschlagen ist.
Autoradio im VW T1 Doka Doppelkabine
Im Philips-Autoradio lief wahrscheinlich einst Radio Panamericana, ein Sender aus La Paz.
Bild: privat

Gab es Pick-ups mit Doppelkabine nicht schon früher in den USA?

Jedenfalls nicht in großen Stückzahlen. Erst zum Modelljahr 1957 erschien der International Harvester Travelette: ein Pick-up mit Rücksitzbank, sechs Sitzplätzen und einer dritten Tür auf der Beifahrerseite – also fast genau wie bei der Binz-Doka auf T1-Basis. Mit dem Modelljahr 1961 gab es den International Travelette auch als Viertürer. Die anderen Pick-up-Hersteller imitierten das Konzept.
In den USA werden bei Pick-ups solche Doppelkabinen "Crew Cab" genannt, also Mannschaftskabine.

Technische Daten VW Typ 2 T1 Doppelkabine

Motor des VW T1 Baujahr 1966
Der Motorblock ist aus Elektron-Guss, die Zylinderköpfe sind aus Aluminium.
Bild: privat
  • Motor Vierzylinder-Boxermotor hinten längs, luftgekühlt, zentrale Nockenwelle, über Stirnräder angetrieben, Fallstromvergaser (Solex 30 PICT)
  • Hubraum 1493 cm3
  • Leistung 32 kW (44 PS) bei 4000/min
  • max. Drehmoment ca. 100 Nm bei 2000/min
  • Antrieb Viergang-Schaltgetriebe, Heckantrieb
  • Leergewicht 1140 kg
  • Höchstgeschwindigkeit ca. 105 km/h
  • Verbrauch 9,2 Liter Normal/100 km
  • Tankinhalt 40 Liter
  • Fahrwerk vorn Kurbellenkerachse, hinten Einzelradaufhängung mit Pendelachse und Längslenkern, Drehstabfederung
  • Bremsen vorn und hinten Trommel
  • Reifen 6.40-15
  • Länge/Breite/Höhe 4280/1750/1920 mm
  • Radstand 2400 mm