In neuem Glanz erstrahlt Elvis' BMW 507, in "federweiß".
Bild: Werk
Elvis lebt! Der King des Rock'n'Roll starb vor 40 Jahren, am 16. August 1977, aber sein Mythos lebt weiter. Wie auch sein wohl schönstes Auto, ein legendärer BMW 507. Der Wagen wurde bei BMW Group Classic 2016 restauriert auf eine Art, die ihresgleichen sucht. Glänzende Flanken, blitzendes Chrom, auch innen und unter der Haube ein neuer und komplett restaurierter V8-Motor: Nach zwei Jahren intensivster Arbeit der BMW-Experten ist der legendäre BMW 507 des King of Rock'n'Roll restauriert. Enthüllt wurde das generalüberholte Auto, das 50 Jahre lang als verschollen galt, im August 2016 beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach.
Der Elvis-BMW ist wieder federweiß, so wie er ursprünglich ausgeliefert wurde. Später ließ ihn Elvis wegen zu vieler Lippenstift-Münder und hingekritzelter Telefonnummern rot lackieren. Auch sonst sei das Auto wieder in den Originalzustand versetzt worden, schreibt BMW Group Classic: Unter der Haube ein überholter Aluminium-V8, schwarz-weißes Interieur und "Becker Mexico"-Radio.
Vom Motor fehlte jede Spur
Die Rohkarosse zeigt den großflächigen Rost, der das Auto befallen hat.
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Elvis war den 507 Ende der 50er-Jahre als GI in Deutschland gefahren. Er holte seinen Sportwagen am 20. Dezember 1958 in Frankfurt ab – es gibt sogar ein Foto von der Schlüsselübergabe mit "Miss Hessen" Ursula Siebert. Zuvor hatte der Rennfahrer Hans Stuck mit dem Wagen einige Bergrennen gefahren, um den schwer verkäuflichen Renner der Öffentlichkeit näher zu bringen. Elvis griff gerne zu. Für den Rock'n'Roll-Star baute BMW einen alltagstauglichen Leichtmetall-V8-Motor – mit für die 50er-Jahre üppigen 150 PS. Von diesem Motor fehlte jedoch jede Spur, BMW baute einen neuen BMW-Achtzylinder ein. Der Wagen war insgesamt im Zustand Scheunenfund. BMW hatte den Besitzer jahrelang bekniet, das Auto restaurieren zu dürfen – im Juli 2014 war es soweit. Zunächst wurde das Auto im August 2014 mit reichlich Patina im BMW Museum in der Sonderausstellung "Elvis' BMW 507: lost & found" gezeigt. Danach ging das Fahrzeug in die Werkstatt und wurde komplett entlackt.
Ohne Herz: Den originalen BMW-Achtzylinder ersetzte einst ein Chevy-V8.
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Herunter kamen Rost und Gammel, aber auch die insgesamt drei Farbschichten – und alle Spuren von Elvis. Der Superstar hatte den einst weißen Roadster wegen zu vieler Kussmünder auf dem Auto rot lackieren lassen. Später folgte eine weitere Schicht roter Farbe. Mit der Restaurierung ist also auch die Patina futsch. Lange rangen die Experten mit sich, auf welchen Stand das Auto restauriert werden sollte: Einfach rot lackieren, so, wie ihn Elvis fuhr? Oder auf eine Schicht Weiß zwei weitere Schichten Rot auftragen, so, wie das Auto historisch richtig lackiert war? Letzten Endes entschied sich BMW für das ursprüngliche "Feather White". An der rechten A-Säule blieb allerdings ein Teil im originalen, patinierten Look.
Restaurierung war heftig umstritten
Die Restaurierung hatte die Gemüter erhitzt: Sollte das Auto wirklich restauriert werden? Oder wäre es nicht schöner gewesen, den Elvis-BMW 507 als patiniertes Stück Historie auszustellen? Viel sprach für die Restaurierung. Dazu gehört die Seltenheit des Autos: Immerhin wurden zwischen 1955 und 1959 nur 254 Exemplare des legendären Cabrios gefertigt. Es war damals ein beliebtes Statussymbol bei Stars wie Alain Delon oder Ursula Andress, aber nie ein Geldbringer für BMW.
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Seitdem wird der seltene 901 bei Porsche restauriert, um in die Porsche-Sammlung eingegliedert zu werden. Für das Porsche-Museum ist der 901 besonders wichtig, schließlich fehlte das Modell bislang.
Hier einige Blicke auf das unrestaurierte Fahrzeug. Die Karosse des verblichenen roten Coupés ist heftig korrodiert.
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Türen und Kotflügel sind schon weg, hinten links ist die Endspitze durchgerostet. Die entfernte Inneneinrichtung gibt den Blick frei auf großflächigen Rost im Innenraum.
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Immerhin scheinen die Armaturen samt grüner Beschriftung der Instrumente die vergangenen fünf Jahrzehnte überstanden zu haben.
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Auch das Holzlenkrad scheint noch passabel. Dem Verfall zum Trotz haftet dem 901 eine gewisse morbide Schönheit an, ...